Tatort»-Regisseur beklagt die Ängstlichkeit beim öffentlichrechtlichen Fernsehen
Ein TATORT-Regisseur beklagt die Ängstlichkeit beim öffentlichrechtlichen Fernsehen: „Ich wünschte mir einen Kommissar, der AfD wählt“
Tom Bohn hat dreissig Jahre lang «Tatort» gedreht. Jetzt mag der Regisseur nicht mehr, weil ihm die Redaktionen zu sehr auf die politische Korrektheit achten.
Herr Bohn, bei Twitter haben Sie letztens geschrieben, das Leben mit der Berufsbezeichnung «Tatort»-Regisseur sei kompliziert geworden, jeden Montagmorgen schüttle der Bäcker nur seinen Kopf.
Den letzten «Tatort» habe ich vor anderthalb Jahren gedreht. Ich drehe in Zukunft keinen mehr.
Kategorisch?
Kategorisch. Es kommen gerade interessantere Projekte.
Was ist passiert?
Erst einmal, ganz wichtig: Ich bin dem «Tatort» sehr dankbar. Ich habe dreissig Jahre lang immer wieder welche gedreht und konnte sehr gut davon leben.
Wie viele waren es?
17, 18? Immer mit eigenen Büchern. Der «Tatort» hat es mir ermöglicht, als Filmemacher eine Familie zu ernähren. Voller Kühlschrank, die Kinder konnten Ausbildung machen. Gerade in den Anfangsjahren war es die tollste Zeit, mit einem Fernsehspielchef, Dietrich Mack vom SWR, der die Leute hat machen lassen.
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