Thomas Bellut hört 2022 als ZDF-Intendant auf
03.03.2021
Thomas Bellut hört 2022 als ZDF-Intendant auf
ZDF-Intendant Thomas Bellut wird sich nicht um eine dritte Amtszeit bewerben. Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender mit. Damit hört Bellut nach seiner zweiten Amtszeit im März 2022 auf.
Der 65-Jährige steht seit März 2012 an der Spitze des Zweiten Deutschen Fernsehens. Davor war er zehn Jahre lang Programmdirektor des Senders. Bellut sagte: „Die kommenden 12 Monate bieten noch zahlreiche Herausforderungen: Corona, Digitalisierung, die Finanzausstattung des ZDF, die Wahlberichterstattung, um nur einige zu nennen. Am 15. März 2022 ist es dann nach 40 spannenden Jahren im Mediengeschäft Zeit für einen neuen Lebensabschnitt.“
Bellut kam 1984 zum ZDF, er absolvierte dort schon sein Volontariat.
https://www.sueddeutsche.de/medien/zdf-thomas-bellut-intendant-1.5221959
Zuletzt stand Belluts Arbeit vor allem unter dem Zeichen der Diskussion um Sparkurse und öffentlich-rechtliche Rundfunkbeiträge. Bellut hat sich dabei, anders als zahlreiche ARD-Kolleginnen und -Kollegen, nicht als Lautsprecher hervorgetan. Auch als die Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum Jahresanfang ausblieb, ist er nicht in den Jammermodus verfallen. …. Der gelernte Zeitungsjournalist („Westfälische Nachrichten“, Münster) ist seit 1984 beim Zweiten Deutschen Fernsehen in Mainz. Nach einem Volontariat im Sender hat der gebürtige Osnabrücker vor allem in der Innenpolitik gearbeitet, er war Korrespondent im Hauptstadtstudio, moderierte zahlreiche Wahlsendungen und die politische Fragerunde „Was nun…?“. 2002 wurde er Programmdirektor auf dem Lerchenberg. Bellut wollte und will mit einer zuschauergewandten Programmierung das Hauptprogramm und die ZDF-Programmfamilie an die Spitze des Senderrankings bringen. Das ist gelungen, das ZDF ist seit sieben Jahren das erfolgreichste Programmangebot im deutschen Fernsehmarkt, aber auch ZDFneo und ZDFinfo haben sich stark nach vorne entwickelt. Thomas Bellut ist ein Programmintendant und er hat mit Norbert Himmler einen Programmchef an seiner Seite, der Quote mit Qualität verbinden möchte (und schon mal die Quote vorzieht).
Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Thomas Bellut gilt ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler. Er ist seit April 2012 Programdirektor des Senders. […] Ein Planspiel in Zusammenhang mit der Intendantenwahl könnte so aussehen: Wenn Himmler zum neuen Senderchef gewählt wird, könnte er 2022 eine Frau als seine Nachfolgerin zur Programmdirektorin berufen. In der obersten Führungsriege beim ZDF, der sechsköpfigen Geschäftsleitung, ist bisher nur eine Frau vertreten. Es ist Karin Brieden, seit Januar 2014 Verwaltungsdirektorin des ZDF. Sie zog damals als erste Frau in die Geschäftsleitung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt ein, die Anfang April 1963 ihr Programm startete.
Sähe man sich beim ZDF selbst um, könnte man auf die stellvertretende Chefredakteurin Bettina Schausten, die Kulturchefin Anne Reidt oder den erwähnten Programmdirektor Norbert Himmler kommen. Am 19. März will sich der Fernsehrat zum weiteren Verfahren äußern.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zum-dienstende-des-zdf-intendante-bellut-17223930.html
