Transatlantiker, die sich selbst einen Friedenspreis verleihen

Wer sind die Leute, die die NATO als Träger des „Westfälischen Friedenspreises“ ausgewählt haben, den NATO-Generalsekretär Mark Rutte am 1. Oktober entgegennehmen darf? Rutte hat sich vor allem durch unerreichte Servilität gegenüber Donald Trump („Daddy“) hervorgetan und dessen völkerrechtswidrige Kriege und Aktionen gerechtfertigt. Die Jury dieses Friedenspreises für ein Kriegsbündnis ist eine illustre transatlantische Runde.

Die Jury des Westfälischen Friedenspreises setzt sich zusammen aus (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Sigmar Gabriel, Aufsichtsrat von Rheinmetall, Vorsitzender Atlantikbrücke, Trilaterale Kommission und European Council on Foreign Relations
  • Alexander Graf Lambsdorff, Deutscher Botschafter in Russland, Atlantikbrücke
  • Jean-Claude Juncker, ehem. Präsident der Europäischen Kommission
  • Friedrich Merz, Bundeskanzler, Atlantikbrücke und Trilaterale Kommission
  • Cem Özdemr, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Transatlantic Fellow des German Marshall Fund of the US, ehem. Atlantik-Brücke (ausgetreten wg. Merz), Beirat Atlantische Initiative, European Council on Foreign Relations
  • Georg Friedrich Prinz von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern, Vorstand des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Clubs
  • Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident
  • Stanislaw Tillich, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für den Strukturwandel in den ukrainischen Kohle-Regionen
  • Jens Weidmann, ehem. Bundesbankpräsident, Atlantikbrücke
  • Hendrik Wüst, Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens
  • Reinhard Zinkann, Geschäftsführer Miele, Vorsitzender der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (Preisverleiher), Aufsichtsrat Drägerwerk

Mehr als die Hälfte der rein männlichen Jury-Mitglieder (wenn Krieg Männersache ist, ist auch Frieden Männersache) ist Mitglied oder Vorsitzender der Atlantikbrücke und/oder anderer transatlantischer Einflussnahme-Vereine. Ein weiterer, Hendrik Wüst, beherbergt im von ihm regierten Bundesland Deutschlands größte Rüstungsschmiede Rheinmetall und einige weitere große Rüstungsunternehmen, allesamt Großprofiteure der militärischen Konfrontation mit Russland. Wohl deshalb hat er sich im Juni 2025 mit Preisträger Rutte in Brüssel getroffen, um ihn in seiner harten Haltung gegenüber Russland zu bestärken. Mindestens zwei haben Aufsichtsratsposten bei Rüstungsunternehmen.

Quelle/Weiterlesen: https://norberthaering.de/propaganda-zensur/nato-friedenspreis/