Wahl des Sprachpanschers 2022

Wahl des Sprachpanschers 2022

Noch bis zum 5. August können Mitglieder des VDS ihre Stimme abgeben: Wer wird der Sprachpanscher 2022? Wer ist in diesem Jahr besonders schlampig mit der deutschen Sprache umgegangen? Zur Wahl stehen fünf Kandidaten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist durch sein exzessives Denglisch aufgefallen. Repurposing-Studien und die Coronavirus-Surveillanceverordnung sind Beispiele für seine sprachlichen Fehltritte. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich mit seiner Kampagne Willkommen in The Länd nur wenige Freunde gemacht. 21 Mio. Euro Ausgaben für ein Motto, das für mehr Lacher als Identifikation sorgt, sind eine stolze Summe. Prof. Dr. Ulrike Lembke von der Berliner Humboldt-Universität hat ein Gutachten für die Stadt Hannover erstellt, das die Nutzung des Gendersternchens nicht nur rechtfertigt; es gehöre sogar ins Grundgesetz, da die Nicht-Nutzung eine grobe Verletzung rechtsstaatlicher Grundsätze bedeute. Das sorgte für Kopfschütteln – selbst bei jenen, die der Gendersprache eher offen gegenüber stehen. Der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Martin Horn, ignoriert das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und lässt Stellenausschreibungen nur noch in der femininen Form ausstellen, zusätzlich steht dahinter ein (a) für alle, wie in „Vermessungsingenieurin (a)“. Mit Denglisch hat es auch die Kienbaum Consultants International GmbH, das führende Unternehmen für Personalberatung. Weil die Kienbaum-Jahrestagung nicht verständlich genug war, wurde daraus die People Convention, und People Sustainability soll angeblich The Next Chapter for Organizations sein. Zur Wahl geht’s hier lang: vds-ev.de.