Warum die Politik die „Tagesschau“ ab Montag langsamer macht

Heute tritt der neue Reformstaatsvertrag in Kraft. Er bringt Änderungen für „Tagesschau“-Angebote jenseits des TV mit sich.

Die „Tagesschau“ der ARD wird ab Montag in Web und App langsamer werden und nicht mehr so aktuell berichten wie User es aktuell noch gewohnt sind. Das ist eine Verfehlung der Redaktion, sondern neue politische Vorgabe, fußend auf dem jetzt in Kraft tretenden Reformstaatsvertrag. Eine Schwächung von ARD/ZDF-Angeboten im Web soll insbesondere den privatwirtschaftlichen Verlagen helfen, die zuletzt immer wieder die öffentlich-rechtliche Konkurrenz kritisierten. In der Debatte ging es zuletzt immer wieder darum, welche Online-Textangebote genau zulässig seien. Argumentation war stets, dass die ARD in erster Linie ein Angebot für die Medien TV und Radio sein soll, nicht aber Online-Medien Konkurrenz machen soll, in dem gebührenfinanzierte Online-Artikel erscheinen. […]

Denn: Künftig gilt „Sendung first“ – es muss erst per Video/Audio berichtet werden, dann darf man in Textform informieren. Von dieser Regel gibt es einige wenige Ausnahmen. […]

Bei der ARD gibt es durch die neuen Regeln die Befürchtung, dass es einen Verlust an Tempo, eine geringere Sichtbarkeit in Suchmaschinen und im Ergebnis eine geringere Reichweite geben wird.

https://www.digitalfernsehen.de/news/medien-news/politik/tagesschau-die-politik-macht-die-ard-infos-ab-montag-langsamer-1165379/

ARD startet neue „Tagesschau“-App mit weniger Text

Die ARD setzt den Reformstaatsvertrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk um. Ab sofort will sie weniger Text in ihren Online-Angeboten unterbringen, bis 2027 fallen 16 Radiosender weg. Auch die TV-Spartenkanäle von ARD und ZDF werden reduziert. […]

Neben einer stärkeren Crossmedialität werde es auf den ARD-Webseiten auch mehr Verlinkungen auf die Online-Angebote privater Medien geben, kündigte Hager an. […]

Die Neuregelung werde von der ARD akzeptiert, sagte Hager, der Intendant des HR ist. Sie werde aber auch zu einem Tempo- und Reichweitenverlust führen, zudem werde die Sichtbarkeit der ARD-Angebote in Suchmaschinen zurückgehen. […]

Mit Blick auf den Kinderkanal (Kika) von ARD und ZDF verwies Hager darauf, dass dieser TV-Sender noch bis 2033 als lineares Angebot beauftragt sei. Gerüchte, wonach ein schnelles lineares Aus drohe, seien falsch. „Aber auch wenn Petitionen geschrieben werden: Die lineare Nutzung des Kika geht zurück“, fügte der ARD-Vorsitzende hinzu.

https://medien.epd.de/article/3975/

Man habe aus den Vorgaben des Reformstaatsvertrages bereits rund 40 konkrete Aufträge abgeleitet, erklärte Hager da. Die meisten davon seien auch schon in der Umsetzung. […]

Eine Entscheidung wird es mittelfristig auch bei den Spartenkanälen geben müssen. Zur Erinnerung: Ab 2027 sind die nicht gemeinsam verantworteten Kanäle nicht mehr beauftragt. […]

https://www.dwdl.de/magazin/104696/ardzdfreformen_jetzt_kommt_der_next_level_shit/

Reformstaatsvertrag: Bringt der neue Staatsvertrag für ARD und ZDF eine Reform oder nicht?

Am 1. Dezember tritt der Reformstaatsvertrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio in Kraft. Welche Reformen bringt er, haben die Beitragszahler etwas davon? Wir stellen ein paar Leitfragen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/reformstaatsvertrag-was-sich-fuer-ard-zdf-und-beitragszahler-aendert-110792805.html