Wende beim RBB: Jetzt gibt es doch wieder einen männlichen Bewerber um den Chefposten
Wende beim RBB: Jetzt gibt es doch wieder einen männlichen Bewerber um den Chefposten
Das könnte die Reaktion auf eine Erklärung des Personalrates und der Freienvertretung vom Dienstag sein. Sie hatten kritisiert, dass die Findungskommission dem Rundfunkrat nicht alle geeigneten Kandidaten präsentiere.
Attackiert wurde damit gleichzeitig der Verwaltungsrat, der in seiner letzten Sitzung die Verabschiedung eines Modells für die außertarifliche Bezahlung von Führungskräften ausgesetzt hatte. Hintergrund ist die Forderung der Landesrechnungshöfe Berlin und Brandenburg, wonach die Gehälter der RBB-Spitzen zu üppig seien.
Jan Weyrauch nun doch auf Kandidatenliste für RBB-Wahl
Nachdem Jan Weyrauch, Programmdirektor bei Radio Bremen, zunächst nicht auf der Nominierungsliste für die kommende RBB-Wahl auftauchte, steht er nun doch darauf. Man wolle die Wahl nicht durch eine fortlaufende Diskussion um die Kandidatenauswahl belasten, heißt es. […]
Von der Gremiengeschäftsstelle des RBB heißt es, dass Weyrauch dem Rundfunkrat am Mittwoch mitgeteilt habe, dass er trotz unveränderter Rahmenbedingungen doch für eine Kandidatur zur Verfügung stehe. „Wir wollen die Wahl nicht durch eine fortlaufende Diskussion um die Kandidatenauswahl belasten. Die Vertragsmodalitäten müssen durch den Verwaltungsrat beschlossen werden“, sagt Oliver Brügel, Vorsitzender des Rundfunkrats und der Findungskommission, dazu.
https://www.dwdl.de/nachrichten/93339/jan_weyrauch_nun_doch_auf_kandidatenliste_fuer_rbbwahl/
Gehälter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Runter!?
Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen, ist bei seiner Bewerbung um die RBB-Intendanz gescheitert – und zwar am Gehalt.
Die Debatte ist neu. Die Debatte darum, ob Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für eine Intendanz bewerben, an der Frage des künftigen Gehalts scheitern dürfen. In der Findungskommission für die Besetzung des RBB-Chefpostens ist das jetzt passiert. […]
Für den SR sind ein Gehaltsdeckel für Führungskräfte und schlankere Strukturen geplant. Die Staatskanzlei sieht zu hohe Intendanten-Bezüge als „Hemmnis für die Akzeptanz des Rundfunkbeitrages“. […]
Die Intendanten-Verfassung schätzt die Staatskanzlei dem Bericht zufolge „als nicht mehr zeitgemäß und hoch missbrauchsanfällig“ ein. […]
Die Abwärtsbewegung wird dort nicht Halt machen. Wahr ist, dass in den Anstalten von ARD & Co. gut bis sehr gut verdient wird. Während im öffentlichen Dienst das oberste Tarifgehalt bei 6.274 Euro endet, liegt es im RBB bei 10.329 Euro.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/gehalter-im-offentlich-rechtlichen-rundfunk-runter-9940755.html
Weyrauch ist gebürtiger Berliner und hatte in seiner Karriere auch schon Berührungspunkte mit dem RBB bzw. dessen Vorgängern ORB und SRF. Dort baute er den Radio-Jugendsender Fritz mit auf und war bei eben diesem auch als Moderator aktiv. 2001 wurde der Programmchef von You FM, das damals noch HR XXL hieß, später war er am Aufbau von „LateLine“ beteiligt. Seit 2011 ist Weyrauch nun schon Programmdirektor bei Radio Bremen.
https://www.dwdl.de/nachrichten/93339/jan_weyrauch_nun_doch_auf_kandidatenliste_fuer_rbbwahl/
