Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Fürsorgliche Belagerung
Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Fürsorgliche Belagerung
Das Medienangebot der Zukunft wird penetrant und persönlich – da muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit. Ein Beitrag von Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue
“Ich möchte mich auf einige Anachronismen konzentrieren, die uns Zeit, Geld und Kraft kosten, und dann auf zwei Trends beschränken, von denen ich vermute, dass sie unsere Branche umpflügen werden. …
Der TV- und Hörfunkmarkt ist so dual, wie es ihre politischen Erfinder wollten – ungefähr 50/50. Gesamterträge für die Öffentlich-Rechtlichen im Jahr 2016: 9,3 Milliarden, für die privaten Rundfunkanbieter 10,7 Milliarden, vor allem Werbeeinnahmen, von uns allen als Konsumenten ebenso bezahlt. Öffentlich-rechtliche TV-Programme: 22, private TV-Programme: 156 – plus 139 regionale. Öffentlich-rechtliche Hörfunkprogramme: 56, private: 269. Mitarbeiterzahl der Öffentlich-Rechtlichen: 23 600 besetzte Planstellen, fest angestellte Mitarbeiter der Privaten: 22 080. Aus diesem Markt erwächst den Privaten keine Krise, ihre Werbeeinnahmen steigen Jahr für Jahr, trotz Netflix und Co.”
