„Zukunftsrat“ für ARD und ZDF sorgt für Streit zwischen Parteien
„Zukunftsrat“ für ARD und ZDF sorgt für Streit zwischen Parteien
Die Bundesländer wollen einen Think Tank gründen, der die Reform des öffentlich-rechtlichen Mediensystems begleiten soll. Die Kandidatenliste für das Beratergremium war bislang geheim. Medieninsider weiß, wen die Länder in den „Zukunftsrat“ entsenden wollen – und welche der geplanten Personalien für Streit zwischen den SPD- und unionsgeführten Ländern sorgt. […]
Schon in dieser Woche wollte man die Kandidaten für den neuen „Zukunftsrat“ berufen. Einige Tage vor Bekanntgabe droht der Politik aber etwas Gewohntes dazwischenzukommen: parteipolitische Machtspielchen.
Noch bevor das Beratergremium loslegen kann, ist ein Streit zwischen den SPD- und unionsgeführten Bundesländern ausgebrochen. Beide Ländergruppen können jeweils vier Personen für den „Zukunftsrat“ benennen. Medieninsider kennt die Kandidatenliste, die unter anderem aus Medienmanagern und Wissenschaftlern besteht – und weiß, welche der geplanten Personalien aus den unionsgeführten Ländern für Unzufriedenheit sorgt. […]
Nach Informationen von Medieninsider entzündet sich der Streit dabei vor allem an einer Person: Johannes Beermann. Der 62-Jährige war in den vergangenen acht Jahren Vorstandsmitglied bei der Deutschen Bundesbank, schied Ende 2022 dort aus. Für Unmut sorgt aber seine Karriere davor: Beermann war Medienpolitiker bei der CDU und Chef der sächsischen Staatskanzlei. Dem Vernehmen nach sehen die SPD-geführten Länder darin die Arbeit des „Zukunftsrats“ politisiert. (Paid)
„Zukunftsrat“ für ARD und ZDF sorgt für Streit zwischen Parteien
Hinweis: Johannes Beermann ist kein Vorschlag des sächsischen Staatskanzleichefs Oliver Schenk, sondern von Reiner Robra, dem Medienminister Sachsen-Anhalts.
