Die ARD auf dem Drahtseil – Zwischen Rundfunkbeitrag, Mediathek und Angst vor Fehlern
Warum das Programm 2026 im Modus der Selbstberuhigung läuft. […]
Zwischen Rundfunkbeitrag, Mediathek und Angst vor Fehlern: Warum das Programm 2026 im Modus der Selbstberuhigung läuft. […]
Am vorigen Donnerstag stellte die ARD in Hamburg mit Prominenten aus dem Programm und flott montierten Trailern ihre Pläne fürs noch neue Jahr vor (Berichte frei online etwa bei „epd medien“ und „DWDL“). […]
„Standpunkt trifft Haltung“ und „Hochglanz trifft Relevanz“ hieß es den Trailern. Eher ungelenke Formeln wie „Persönlichkeiten so nah, dass du jede Geschichte mitfühlst“ kamen vor. Den Begriff „Augenhöhe“ hagelte es geradezu.
Sie zeige sich darin, „dass Bürgerinnen und Bürger nicht Kulisse sind“, sagte Talkshowmoderator Louis Klamroth. „Ach guck mal, der da, das hätte ich sein können“, sollen die Leute bei „Die 100“ denken, sagte Ingo Zamperoni. […]
Was es mit der ARD macht, so oft attackiert zu werden, zeigte sich deutlich: Es verunsichert. […]
Analytische Ansätze, zum Beispiel zu den Auswirkungen der Castingshows auf die Popmusik, sind offenbar nicht angestrebt. Und Sendungen hinterher zu filmen, mit denen das frühe Privatfernsehen große Erfolge feierte – „Popstars“ lief zunächst bei RTL2, dann auf Pro Sieben – zeugt nicht gerade von öffentlich-rechtlichem Selbstbewusstsein. […]
Vor allem bei fiktionalen Serien zeigt sich die ARD ambitioniert. Sie bemühe sich „vor allem in der Mediathek um neue Genres, etwa mit Vampirserien wie ‚Oderbruch'“ und mit einer gerade vorbereiteten Erotikthriller-Serie, sagte der designierte Geschäftsführer der wichtigen ARD-Filmfirma Degeto, Christoph Pellander. […]
Dass die Zahl der neuen Fernsehfilme (und Krimis!) im linearen Programm 2026 und 2027 konstant bleiben wird, war nur am Rande auf Nachfrage zu hören.
https://www.telepolis.de/article/Die-ARD-auf-dem-Drahtseil-11147350.html
