Hilflos gegen Hassprediger Wie liebte ich als kleines Mädchen die Märchen aus Tausendundeiner Nacht, von märchenhaften Schätzen, traumhaften Kleidern, wunderschönen Prinzen, Geistern aus der Flasche, Sultanen, Palästen, fliegenden Teppichen … hach … Wer erinnert sich nicht gern an Aladin, Ali Baba, Scheherazade, Sindbad den Seefahrer oder Dschinn? Bagdad war der Traumort meiner Kindheit und türkischen Honig aus Basrar konnte ich schmecken während ich darüber las. Samarkand war Märchenland. So freute ich mich jedesmal anlässlich meiner alljährlichen Ferienreise nach Dresden auf das wohl prächtigste Gebäude, das sich ein kleines Mädchen aus der notorisch bröckelnden Provinz vorstellen konnte: die Tabakmoschee der Yenidze-Fabrik, …

Mainzer Märchen aus 1001 Nacht Weiterlesen »

„Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.“ Benjamin Disraeli Als ob es in den vergangenen Monaten nicht schon genügend Umfragen zur Glaubwürdigkeit der Medien gegeben hätte, die mehr oder weniger verstörende Ergebnisse zu Tage förderten, sah sich jüngst auch der WDR dazu veranlasst, eine eigene Umfrage beim Kooperationspartner der ARD, infratest dimab, in Auftrag zu geben. WDR umfrage Über die Gründe für diesen Auftrag kann man nur spekulieren, offenbar hat der WDR noch immer zu viel Geld in der Portokasse. Man kann sich ungefähr ausrechnen, was die erneute Umfrage gekostet haben könnte, wenn man die Preisliste …

Umfragen – Ein Wunschkonzert der Auftraggeber Weiterlesen »

Analyse von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer In fast allen eingereichten Programmbeschwerden gegenüber ARD-aktuell war festzustellen, dass die Programmverantwortlichen (Rundfunkrat und Intendant) keinen Anlass zur Selbstkritik sahen und sehen. Selbst als der ARD-Programmbeirat Mängel und Unzulänglichkeiten der Berichterstattung über Russland und die Ukraine kritisierte, waren weder Einsicht noch Änderungen erkennbar. Glaubwürdigkeitsverluste („Lügenpresse“) nahm man unbeeindruckt hin. Vorbei sind die Zeiten eines professionellen NDR, als Namen wie Eggebrecht, Gütt, Friedrichs, Lehmann, Krone-Schmalz die Berichterstattung bestimmten. Im eigenen Selbstverständnis der Journalisten der ARD heisst es, man wolle möglichst gute journalistische Arbeit leisten und alle Aspekte des behandelten Themas angemessen beleuchten. Bei ihrer …

Russlandberichterstattung von ARD-aktuell – Eine Untersuchung für den Monat Juli 2015 Weiterlesen »

Berthold Seliger hat ein Anliegen – die Abschaffung des beitragsfinanzierten Fernsehens. Und er möchte natürlich sein Buch verkaufen. Wohl als clevere Begleitmusik und Werbung für sein in Bälde erscheinendes Buch startete Seliger im Sommer diesen Jahres die Petition: „Für die Abschaffung des gebührenfinanzierten Staatsfernsehens“ auf der Kampagnenplattform Campact. Die Petition wurde von einem kleinen unbedeutenden Verein, der sich für die Verbesserung des öffentlich-rechtlichen Angebotes stark macht, als unangemessen gemeldet und verschwand alsbald von der Plattform. Ein paar (meiner Meinung nach) sehr sinnvolle Ad-Hoc-Forderungen Seligers sind: 1.) Die HAUSHALTSABGABE (also die Zwangsgebühr, die jeder Haushalt bezahlen muss) wird umgehend zurückgenommen. 2.) …

Valium fürs Volk Weiterlesen »

Historie des Begriffs „Lügenpresse“ und aktuelle medienkritische Debatten Herr Keuner begegnete Herrn Wirr, dem Kämpfer gegen die Zeitungen. Ich bin ein großer Gegner der Zeitungen“, sagte Herr Wirr, „ich will keine Zeitungen. So beginnt Bertolt Brechts Geschichte „Herr Keuner und die Zeitungen“ (Seite 14). Der Vorwurf der „Lügenpresse“ ist alles andere als neu. Den Vorwurf, die Presse würde lügen, gab es schon vor über 200 400 Jahren, der Begriff „Lügenpresse“ wurde vor fast genau 100 Jahren erstmals öffentlich verwendet.der Begriff „Lügenpresse“ scheint vor fast genau 175 Jahren erstmals öffentlich verwendet worden zu sein. Neu ist, in welchem politischen Kontext der …

Historie des Begriffs „Lügenpresse“ und aktuelle medienkritische Debatten Weiterlesen »

Griechenland Ein großer brauner Umschlag, den seine völlig aufgelöste Sekretärin eines Tages zu ihm brachte, war randvoll mit menschlichen Exkrementen und offensichtlich in Bezug auf Dialogbereitschaft als DER Tiefpunkt innerhalb der ohnehin problematischen Korrespondenz mit deutschen Bürgern zu betrachten. Sowohl der chronisch überlastete Schreibtisch des griechischen Konsuls Aris Radiopoulos, als auch das elektronische Postfach des Diplomaten quellen seit einiger Zeit, parallel zu halbgaren und unvorsichtigen Verlautbarungen seitens Politik und Medien, über. (Quelle: LVZ vom 23.05.2015) Ob Interviews, Schlagzeilen – egal ob wahr oder erlogen – oder auch Auftritte griechischer Politiker in den deutschen TV-Formaten und Nachrichtensendungen sind für viele Deutsche …

Mediale Volksverhetzung Weiterlesen »

Fortsetzung – Über den Selbstversuch “Beziehung zwischen Journalisten und Kritikern” Das nominierte Unwort des Jahres 2014 war ein von den Einsendern selten genannter Begriff, dessen inflationärer Gebrauch sich aber in der Folgezeit als nützliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den deutschen Qualitätsjournalismus herausstellen sollte. Es fühlten sich einfach alle angesprochen, selbst Jene die überhaupt nicht gemeint waren. Nur weil eine überschaubare Anzahl von Leuten, mit Pappschildern und monokulturellem Weltbild ausgerüstet, einen stark verallgemeinernden Kampfbegriff nutzt, fielen der medialen Ausschlachtung dieser Banalität unzählige Arbeitsstunden zum Opfer, die im Interesse einer sachgemäßen Informationspolitik mit sinnvollen Inhalten hätten gefüllt werden können. Zum Beispiel hätte man der …

Über den Selbstversuch “Beziehung zwischen Journalisten und Kritikern” Part II Weiterlesen »