Gniffkes Macht um acht Die G7-Herrschaften entleerten ihre Sprechblasen, und die Tagesschau kanalisierte das ungeklärt ins Publikum Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam Sprache ist bekanntlich ein Schlüssel des Denkens. Sie verrät deshalb auch das Nicht-Denken. Erweislich zum Beispiel beim Abfassen dieses Glanzstücks von Titel: „Das gelähmte Treffen der Weltenlenker“ (1) Schiefe Sprachbilder, verkorkste Grammatik, verarmte Idiomatik, verbogene Syntax: Alle diese Besonderheiten würde man der Tagesschau nachsehen, wenn sie trotzdem wenigstens halbwegs ihrem staatsvertraglichen (=gesetzlichen) Auftrag gerecht würde: sauber informieren und die Zuschauer in die Lage versetzen, sich ein sachgerechtes Urteil übers Weltgeschehen zu bilden. Stattdessen jedoch lieferte sie auch …

Im Wortschwall den Verstand ersäuft Weiterlesen »

Nachrichten fälschen und Unzutreffendes verbreiten ist leicht. So simpel, dass es die Journaille oft zu leichtsinnigem Übertreiben verführt. Sie lässt sich sogar dazu hinreißen, eindeutigen Stuss westlicher Nachrichtenagenturen für wahr auszugeben. Ungeprüft, bedenkenlos. Eben in der Gewissheit, dass es die Kollegen in den anderen korporierten Massenmedien genauso machen. Es klappt ja auch fast immer: Der gröbste Unfug wirkt glaubhaft, weil er in unserer gleichgeschalteten Informationswelt von allen Seiten erschallt. Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam Gräuelmärchen wie die Mordgeschichten über die Skripals in Salisbury oder jüngst über Arkadi Babtschenko in Kiew mögen, wenn sie denn auffliegen, zwar als Lachnummern gelten. …

Der Michel am Tagesschau-Nasenring Weiterlesen »

Dr. Gniffkes Macht um acht Die Tagesschau betreibt viel Aufwand, um davon abzulenken, was sie alles verschweigt. Ein satirischer Beitrag von Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam Die Tageschau, das Urgestein unter den deutschen Fernseh-Informationssendungen, ist ein Fels in der Brandung: pünktlich, sachlich, absolut zuverlässig. Oder? Ein zweiter Blick lohnt sich in diesem Fall. Und da wird jeder, der nicht unter unheilbarer Russland-Phobie leidet, Heiko Maas für die deutsche Polithoffnung unserer Zeit hält und Saudi-Arabien für einen absolut integeren Verbündeten, doch langsam misstrauisch. Wollen uns die Nachrichten-Macher eigentlich für so dumm verkaufen wie sie selbst offenbar sind? Guck mal, Nachbar, wie niedlich: …

Deppen-Journalismus Weiterlesen »

Warum ist es so wichtig, Informationen nicht ausschließlich aus dem Spektrum des Mainstream zu konsumieren? Ganz einfach: Weil du dort verzweifeln kannst, ob der schlichten und klar erkennbar interessengeleiteten Agenda der Verantwortlichen, die zu allem Überfluss nicht müde werden zu behaupten, sie seien unabhängig. Wer sich bei Themen, in denen es sich um Krieg oder Frieden, oder auch nur um „drohende“ Entspannung innerhalb einer kriegsgeschüttelten Region wie Syrien handelt, NUR auf die Tagesschau verlässt, handelt fahrlässig seinem eigenen (Ge-)wissen gegenüber. Man darf nicht unbesehen nur einer Seite glauben, bevor man nicht auch die andere beleuchtet hat, vor allem dann nicht, …

Im Propagandabett Monströses gezeugt Weiterlesen »

Screenshot Tagesschau.de

18 (!) Berichte zu Nawalny auf Tagesschau.de in nur zwei Tagen Bereits vor gut drei Jahren beanstandeten wir die Berichterstattung von ARD und ZDF über den russischen Oppositionellen Nawalny anhand einer Fülle gut dokumentierter und inzwischen auch hinreichend bekannter Fakten. Trotz Navalnys zweifelhafter Ambitionen und Verlautbarungen scheint er nachwievor der Liebling deutscher Journalisten zu sein. Dass er angesichts seiner verstörenden politischen Präferenzen für politische Ämter in der nächsten Zeit keine Kandidatur anmelden kann, sollte auch Journalisten öffentlich-rechtlicher Medienanstalten eher beruhigen als erregen. Die Frage, warum menschenfeindliche, rassistische und rechtsextreme Tendenzen und deren Verfechter immer dann ein besonderes Podium innerhalb der …

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Schaut man genauer auf den medialen Rummel um die Paradise-Paper, dann gewinnt man den Eindruck, als würde da mehr verschleiert als wirklich aufgedeckt. Und ARD-aktuell ist, wie immer, voll dabei mit aufgeblasenen Luftnummern. Die Paradise Papers sind eine neue Datensammlung, die der SZ zugespielt wurde und circa 13,4 Millionen Dokumente enthält – etwa 1,4 Terabyte. Es handelt sich um Kundenakten von zwei Offshore-Dienstleistern, Appleby und Asiaciti Trust, sowie um die Unternehmensregister von 19 Steueroasen. Hunderte Journalisten – darunter auch Kolleginnen und Kollegen vom „Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung“ haben die Paradise Papers weltweit untersucht und inzwischen eine Vielzahl …

Der mediale Rummel um die Paradise-Paper Weiterlesen »

Aus der Wunderlampe lächelt Antje Pieper ins bundesdeutsche Wohnzimmer. Obwohl sie nur vom ZDF-Politbarometer abliest. Schon recht, wir wissen Bescheid: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Achtung, Ausnahme: Journalistische Querbezüge zwischen Sport, Schulnoten, ausländischen Nationalfarben und inländischem Parteigerangel. Dabei ist alles erlaubt. „Beißen und Genitalien kratzen verboten“, schrieb nur der Ringelnatz vor. Beitrag von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam Halt suchend tastest du nach den Armlehnen deines Sessels, während die holde Antje dir die Trümmer verkorkster Sprachbilder um die Ohren drischt: „Einige der weltbesten Läufer kommen aus Jamaika. Sind auch bei uns die karibischen Farben auf Erfolgskurs? Ob eine Koalition …

Sitzfleisch-Journalismus – Die Tagesschau dient den Mächtigen als Propaganda-Instrument Weiterlesen »