Wie die SPD an KI-Schrott mitverdient
Verlag „Tredition“ streicht KI-Schrott
Nach der öffentlichen Kritik reagiert die Self-Publishing-Firma schnell. Alle KI-erstellten Bücher fliegen raus, Käufer erhalten den Preis erstattet. Die SPD dürfte aufatmen. Die Partei hält eine Finanzbeteiligung an „Tredition“. Das Self-Publishing-Unternehmen „Tredition“ aus Ahrensburg, das zu 9,9 Prozent dem Unternehmensbereich der SPD namens Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (ddvg) gehört, hat rasch und umfassend reagiert. Nachdem der Bibliothekar Stephan Wünsche im Blog der Leipziger Universitätsbibliothek und daraufhin auch die F.A.Z. von mit KI erstellten Schrottbüchern berichtet hatten, wurden diese Bände nun aus dem Programm entfernt. Die Titel stammten nahezu ausnahmslos von einem einzigen Nutzer.
Er hatte über mehrere Konten und unter verschiedenen Pseudonymen bei „Tredition“ veröffentlicht. „Dabei verstieß er gegen mehrere unserer Bestimmungen für Publikationen. Bedauerlicherweise wurde das aber nicht bemerkt. Wir haben die Publikationen fristlos gekündigt; sämtliche Titel sind aus dem Vertrieb genommen, die Löschmeldungen an den Buchhandel sind herausgegangen“, erklärt Geschäftsführerin Sandra Latußeck.
Es dauert eine Stunde, um ein Sachbuch mit KI zu erstellen. Damit kann man reich werden. Das Angebot von „Tredition“ zeigt, wie das geht. Pikant ist, zu wem der Verlag gehört: zum Unternehmensbereich einer Regierungspartei.
