ARD und ZDF: Im Reich der Hasenfüße

ARD und ZDF: Im Reich der Hasenfüße

Im WDR weht der Geist der Political Correctness – jetzt auch in Form von Warnhinweisen. Der Furor, mit dem eine sich für elitär haltende Minderheit sich in (meist staatlich finanzierten) Rundfunkanstalten als Volkserzieher aufspielt, ist nicht mehr hinnehmbar.

In George Orwells Roman „1984“ gibt es ein Wahrheitsministerium. In ihm ist die Hauptfigur, Winston Smith, damit beschäftigt, alte Zeitungsberichte so umzuschreiben, dass sie zur jeweils aktuellen Linie der diktatorisch herrschenden Partei passen.

Natürlich verwendet Smith dabei die einzig zugelassene Sprache, den sogenannten Neusprech. Die ist natürlich in höchstem Maße politisiert. Da heißt es dann „Krieg ist Frieden“ oder „Unwissenheit ist Stärke“, ganz im Sinne der Partei.

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/kommentar-von-hugo-mueller-vogg-der-furor-der-woken-wdr-volkserzieher-ist-intolerant-und-gefaehrlich_id_202452934.html

Dass der WDR nun auch eine uralte Show von Harald Schmidt mit einem Warnhinweis versieht, mag man als oberwoke abtun. Es handelt sich aber um ein Indiz für etwas anderes. […] Zu vielen Redaktionen geht es vor allem darum, ja nichts falsch zu machen. […] Es ist in Wahrheit diese Hasenfuß-Kultur, weshalb ARD und ZDF mittlerweile zu selten im Gespräch und zu oft im Gerede sind.
https://www.sueddeutsche.de/meinung/wdr-schmidteinander-otto-bild-kommentar-1.6149449

Triggerwarnung für Otto: Lieber Team Dogma als Team Arschloch

Nacktheit, Rauchen, Polenwitze, alles heute anstößig. Muss, soll, will man vor allem warnen? Ein Blick in die Kommentarspalten killt jede Spottlust.

Schon länger haben wir uns an die Triggerwarnungen im Vorspann internationaler Serienproduktionen gewöhnt: „Nacktheit, Gewalt, Alkoholkonsum, Rauchen, Schimpfworte, sexuelle Inhalte“ und vieles mehr. […] Man kann die Filme ja sehen, ungeschnitten und frei zugänglich, wenn man das noch will. Man kann sich über die Warnungen beömmeln oder ärgern. Wer das für nötig hält, kann sie sogar beherzigen – dafür sind sie schließlich da.

Denn letzten Endes obliegt es ja doch nicht der Beurteilung Außenstehender, wer wovon getriggert wird. Und alle anderen lesen irgendwann so automatisch darüber hinweg
https://taz.de/Triggerwarnung-fuer-Otto/!5950960/

Die Warnhinweise des WDR sind nicht ohne Witz

Der WDR nimmt alte Shows von Otto Waalkes und Harald Schmidt in die Mediathek. Im Begleittext wird Otto bejubelt, doch vor seiner Show wird gewarnt. Wie passt das zusammen? (Paid)
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/warum-warnt-der-wdr-vor-otto-waalkes-und-harald-schmidt-19118170.html

Arno Frank: Ist die umstrittene Texttafel wirklich eine Warnung? Oder doch eher eine ‚Einordnung‘, wie sie der WDR verstanden wissen will? Sie ist beides. Als Einordnung bedeutet sie nichts weiter als: ‚Wir wissen, was wir hier tun, tun es aber trotzdem!‘ Wir verfälschen also nicht diesen ‚Teil der Fernsehgeschichte‘, den wir hüten, sondern strahlen ihn aus – im Bewusstsein, das gewisse Passagen ‚als diskriminierend erachtet werden‘.

Erst dieser Satz, übrigens in distanzierender Passivkonstruktion, enthält die eigentliche Warnung – verstanden als Vorhersage eines möglichen Schadens. Wer auch immer sich diskriminiert fühlen könnte, sollte das vorher wissen.

https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-3290.html

Hier wird übel diskriminiert : Zehn Sendungen, die Warnhinweise verdienen

Ob „Der Kommissar“, „Die Schwarzwaldklinik“ oder „Baywatch“- diese Serien können nicht einfach so aufs Fernsehvolk losgelassen werden
https://www.tagesspiegel.de/kultur/zehn-sendungen-die-warnhinweise-verdienen-hier-wird-ubel-diskriminiert-10344940.html