ARD-Produzentenbericht

ARD-Produzentenbericht

Von 851,2 Millionen Euro sind die Ausgaben für Auftrags-, Ko- und Mischproduktionen sowie den Erwerb von Senderechten bei der ARD im vergangenen Jahr auf 893,6 Millionen Euro angewachsen. […]

Von dem finanziellen Volumen, das von der ARD vergeben wurde, gingen wie schon 2021 drei Viertel (668,1 Millionen Euro; 74,8 Prozent) an unabhängig Produzierende bzw. Lizenzgebende. 25,2 Prozent (225,4 Millionen Euro) entfielen auf abhängig Produzierende/Lizenzgebende. Die Erhöhung des Gesamtvolumens im Vergleich zu 2021 gehe unter anderem auf ein erhöhtes Produktionsvolumen in den Genres Politik/Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft und Fernsehfilm/Serie zurück. […]

https://www.blickpunktfilm.de/tv/produzentenbericht-ard-ausgaben-fuer-produktionen-wachsen-2022-auf-8936-millionen-euro-an-79a5ea193ff4890ad90e4a7ef5996848

ARD-Produktionsvolumen bleibt mit 893,6 Millionen Euro stabil

Die ARD hat 2022 893,6 Millionen Euro zur Herstellung von Auftrags-, Ko- und Mischproduktionen sowie für den Erwerb von Senderechten bereits hergestellter Sendungen aufgewendet, so der ARD-Produzentenbericht. Das sind 42,4 Millionen mehr als 2021. Bei der Bewertung der Zahlen muss man auch den erhöhten Kostendruck berücksichtigen. […] „Richtig ist aber, dass wir natürlich einen erheblich gestiegenen Kostendruck haben. Wir haben Corona gehabt. Wir haben Mehrkosten bei uns selbst und den Produzenten gehabt, die wir auffangen mussten. Das führt natürlich genauso wie die Verteuerung von Filmproduktionen durch gestiegene Gagen, durch den allgemeinen Kostendruck allein im Bereich von Energie, dazu, dass die einzelne Produktion deutlich teurer wird“, erklärt die ARD-Programmdirektorin.

Was das bedeutet, liegt auf der Hand: „Diesen Effekt hat uns die KEF nicht zusätzlich genehmigt, sondern den müssen wir aus dem bestehenden Budget heraus schwitzen. Das heißt, wir haben eine erhebliche, gestiegene Kostensituation und die gleiche Summe Geld. Und was passiert dann? Man macht weniger“, so Christine Strobl gegenüber MEEDIA. […]

Die ARD setzt auf Produktionen sowie Lizenzkäufe deutscher und europäischer Herkunft. Mit den vielfältigen fiktionalen und non-fiktionalen Angeboten erzähle die ARD auch deutsche Geschichte, zeige die Kultur Deutschlands, vermittelt Werte und Wissen und ermöglicht den Diskurs über gesellschaftlich relevante Themen.

https://www.meedia.de/medien/produzentenbericht-2022-ard-produktionsvolumen-bleibt-mit-8936-millionen-euro-stabil-5a02776a46848f070c500ec9c51d6e83

MDR- und Film-Intendant Ralf Ludwig, der Karola Wille nachgefolgt ist, kommentiert: „Wir sind uns in der ARD unserer besonderen Verantwortung als wichtige und große Auftraggeberin sehr bewusst und arbeiten intensiv mit der regionalen Produktionslandschaft zusammen.“ Der Erhalt einer vielfältigen Kreativwirtschaft sei für den Medienverbund von großer Bedeutung.

„Das Gesamtvolumen für 2022 zeigt wieder einmal, dass wir als ARD eine sehr verlässliche Partnerin der Produktionslandschaft sind, und dass wir auch in schwierigen Zeiten, wie zum Beispiel in der Corona-Pandemie, mit zahlreichen zusätzlichen Maßnahmen unterstützen“, sagt Ludwig weiter.

https://www.presseportal.de/pm/29876/5661390

ARD-Produzentenbericht

https://www.ard.de/die-ard/aufgaben-der-ard/ARD-Produzentenbericht-100/

Wofür der ORF sein Milliardenbudget verwendet

Stiftungsrat beschloss Finanzplan für 2024 mit neuem ORF-Beitrag von allen

Der ORF-Stiftungsrat hat den Finanzplan von Österreichs größtem Medienkonzern am Donnerstag einhellig beschlossen, offenbar enthielten sich Betriebsräte. Das ORF-Budget sieht 1,083 Milliarden Euro an Erträgen vor. Aus dem neuen ORF-Beitrag von allen kann der ORF nach eigenen Angaben rund 683 Millionen Euro in dem Jahr verwenden, um seinen öffentlichen Auftrag zu erfüllen. Der Finanzplan zeigt auch, wofür der ORF sein Milliardenbudget verwendet. Rund 460 Millionen Euro verbucht der ORF unter Sachaufwand als Programm- und programmnahe Kosten, 33 Millionen mehr als im laufenden Jahr. […]

Der ORF dröselt seine Programmkosten über alle Medien in vier Genres auf:

-Information mit 213 Millionen Euro, knapp 14 Millionen mehr als 2023. In der Information liegen auch 3,4 Millionen Euro für die Technik des neuen Streamingplayers ORF On.
– Unterhaltung und Service mit rund 168 Millionen Euro, gut vier Millionen mehr als im laufenden Jahr. 2024 kommen neue Serien wie der „Vorstadtweiber“-Nachfolger „Biester“ und das Skidrama „School of Champions“. Mehr Geld bekommen hier etwa die Landesstudios für Programmschwerpunkte (1,3 Millionen plus zwei Millionen für weitere Initiativen) sowie ORF 3.
– 126 Millionen gehen in den Bereich Kultur, 8,4 Millionen mehr gehen unter anderem an ORF 3 und Landesstudios.
– Sport wird medienübergreifend mit insgesamt 120 Millionen Euro angesetzt, wegen Großereignissen um 17,5 Millionen Euro mehr als 2023.

An Personalkosten budgetiert der ORF für 2024 gut 387 Millionen Euro, rund 23 Millionen mehr als 2023.

https://www.derstandard.at/story/3000000197634/wofuer-der-orf-sein-milliardenbudget-verwendet

Hinweis: Eine Darstellung, welche Mittel in die vier Bereiche Information, Kultur, Unterhaltung und Service sowie Sport fließen, legen ARD und ZDF nicht vor.