WDR rechnet 2024 mit Ausgaben von 1,6 Milliarden Euro
WDR rechnet 2024 mit Ausgaben von 1,6 Milliarden Euro
Der WDR rechnet im kommenden Jahr mit Ausgaben in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. Der Betriebshaushalt schließe mit einem Defizt von 1,9 Millionen Euro ab, teilte der Rundfunkrat nach seiner Sitzung am Dienstag in Köln mit. Das Gremium hat den Haushaltsplan bei einer Nein-Stimme und mehreren Enthaltungen genehmigt. Der WDR teilte, mit, um das Defizit in der Finanzrechnung zu decken, müssten 112,7 Millionen Euro aus der zu diesem Zweck angesparten Ausgleichsrücklage entnommen werden.
Gisela Hinnemann, die Vorsitzende des Haushalts- und Finanzausschusses, sprach von einem „herausfordernden Jahr“. Zwar werde am Ende des Jahres, das zugleich das Ende der laufenden Betragsperiode markiert, voraussichtlich eine schwarze Null stehen, „aber es bestehen Risiken“. Der WDR verwies auf nicht kalkulierbare Preissteigerungen und Ausgaben für die Kriegsberichterstattung in der Ukraine. Die Finanzplanung erfolgt nach Angaben des Senders grundsätzlich für die gesamte vierjährige Beitragsperiode, die 2024 endet. Das ermöglicht einen Ausgleich zwischen den einzelnen Haushaltsjahren.
In der anschließenden Beitragsperiode ab 2025 seien die Risiken aufgrund der noch ausstehenden Beitrags-Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ungleich größer, erklärte die CDU-Politikerin Hinnemann, die vom Landessportbund NRW in das Aufsichtsgremium entsandt wurde. Wenn es keine Erhöhung des Rundfunkbeitrags gebe, „stehen wir richtig unter Druck“. Um einen strukturellen Sparprozess komme der Sender nicht herum. Sie forderte den WDR auf, auf „pauschale Kürzungen nach der Rasenmäher-Methode“ zu verzichten. Außerdem appellierte sie an die Politik, dass die Ermittlung des Finanzbedarfs „unabhängig von staatlicher Einflussnahme und im Einklang mit den verfassungsrechtlichen Grundsätzen“ erfolge.
