Wenig Präsenz bei Sitzungen des Deutschlandradio-Hörfunkrats

Beim Deutschlandradio nahmen im vergangenen Jahr nur zwei Drittel der Mitglieder des Hörfunkrats an den Sitzungen teil. Die Anwesenheitsquote in dem Aufsichtsgremium war kaum höher als im Vorjahr. […]
Bei den Sitzungen des Hörfunkrats von Deutschlandradio waren im Jahr 2023 durchschnittlich nur 64 Prozent der Mitglieder anwesend. Das geht aus einer Auswertung der Anwesenheitslisten hervor, die der Hörfunkrat nach den Sitzungen in seinem Online-Auftritt veröffentlicht. Die Teilnahmequote lag nach der Auswertung des Evangelischen Pressediensts (epd) kaum höher als im Jahr 2022, damals betrug sie 63 Prozent. Der amtierende Hörfunkratsvorsitzende Frank Schildt sagte dem epd, eine regere Teilnahme wäre wünschenswert. Es sei allerdings festzuhalten, „dass alle, die eine Sitzungsteilnahme abgesagt haben, dies gut begründet getan haben“.
Schildt sagte, viele Absagen seien mit Krankheit begründet worden, Corona habe „weiter eine bedeutende Rolle gespielt“. Außerdem hätten die Mitglieder auch „anderweitige berufliche Verpflichtungen“. Gelegentlich habe es auch Schwierigkeiten mit der Anreise gegeben, „weil Züge ausgefallen sind“. […]
Außer Frank Schildt kamen 2023 weitere acht Hörfunkratsmitglieder auf eine Anwesenheitsquote von 100 Prozent, darunter auch der bisherige erste stellvertretende Hörfunkratsvorsitzende Michael Deutscher. Franz Riemer, der beiden Ausschüssen angehörte, nahm an allen zehn Sitzungsterminen teil. Riemer ist als Vertreter des Landesmusikrats Niedersachsen Mitglied des Hörfunkrats. […]
Der Programmausschuss des Hörfunkrats kam am 13. Dezember 2023 zu seiner letzten Sitzung zusammen. Ausweislich der veröffentlichten Anwesenheitsliste waren nur sieben von 15 Mitgliedern anwesend, der Ausschuss war damit beschlussunfähig.