Vorverurteilung durch Medien im Fall Grevesmühlen

Die Meldung über einen rassistisch motivierten Angriff in Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) auf ein achtjähriges und ein zehnjähriges Mädchen ghanaischer Abstammung hat in der Öffentlichkeit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, für Schnappatmung bei Parteipolitikern und Vereinen, die aus derartigen Vorfällen Nutzen und Legitimation ziehen. Die Vorverurteilungen und auch die Schuldzuweisungen an unbeteiligte Dritte erinnern an einen alten Fall aus der sächsischen Kleinstadt Sebnitz.  

Aktuelle Ermittlungen der Polizei können nun den Tathergang in #grevesmuehlen, insbesondere einen Tritt ins Gesicht eines kleinen Mädchens, nicht bestätigen. Der Beitrag desNDR versucht sich an einer Richtigstellung, die letztendlich keine ist. Cui bono? In Netz, insbesondere auf Twitter, kursieren unter o.a. Hashtag  inzwischen zahlreiche Videos, welche die Situation in einem anderen Licht zeigen.

Der Zwischenfall stellt sich den Ermittlern inzwischen anders dar als zunächst geschildert. Nach der Auswertung von Videoaufnahmen teilte das Polizeipräsidium Rostock am Montagabend mit: „Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat das achtjährige Mädchen keine körperlichen Verletzungen erlitten, die auf die in der Erstmeldung geschilderte Tathandlung hindeuten.“

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Grevesmuehlen-Neue-Erkenntnisse-nach-rassistischem-Angriff,grevesmuehlen144.html

Der vom NDR interviewte Experte, der die AFD in der Mitverantwortung sieht, ist Kreisvorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken Schwerin.