Angela Merkel – Ein Nachruf
Nach den enttäuschenden Ergebnissen bei den letzten Landtagswahlen hat Angela Merkel angekündigt, doch nicht wieder für den CDU-Vorsitz zu kandidieren. Sie will darüber hinaus auch nach der Legislaturperiode für politische Ämter nicht mehr zur Verfügung stehen
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Das, was sich selbst das Etikett “Qualitätsjournalismus” aufgeklebt hat, ist im Kern zur PR-Abteilung der Bundesregierung verkommen. Auch das ist wie vor hundert Jahren. Journalismus als biedermeierliche Hofberichterstattung, die den Deutschen ein Gefühl der Überlegenheit suggeriert, das allerdings immer weniger mit den Fakten korrespondiert. Der heutige Journalismus in Deutschland hat ein massives, strukturelles Problem. Er ist nicht in der Lage, seine gern proklamierte, für das Funktionieren einer Demokratie elementare Aufgabe zu erfüllen. Er ist nicht mehr in der Lage, Pluralität und eine Vielfalt der Meinungen abzubilden. Er ist in ein transatlantisches und wirtschaftsideologisches Korsett geschnürt. Er dient damit im Hinblick auf die großen Themen nicht mehr der Meinungsbildung, sondern der nicht mehr hinterfragten Vermittlung dieses ideologischen Programms.
