Informationsunterschlagung bei der Tagesschau
Informationsunterschlagung bei der Tagesschau
Wer den Beitrag “China übt Druck auf Bundestagsabgeordnete aus“, den die Tagesschau heute veröffentlicht hat, der muss folgenden Eindruck gewinnen:
Der Botschafter der Volksrepublik China will Druck auf deutsche Bundestagsabgeordnete auszuüben.
Die Abgeordneten haben am 8. November über die „Menschenrechtslage in China“ diskutiert, so die Tagesschau und natürlich ist, wenn der Bundestag über die „Menschenrechtslage in China“ diskutiert klar, dass die Chinesen die Bösen sind: „In der chinesischen Provinz Xinjiang sind nach Einschätzungen von Menschenrechtsorganisationen Muslime, wie zum Beispiel die Uiguren, Repressalien ausgesetzt“.
Wenn Menschenrechtsorganisationen das behaupten, dann übernimmt es die Tagesschau ungeprüft. Denn es passt in das affektive Schwarz-Weiß-Denken, das in Deutschland Journalismus sein soll.
So entsteht die Erzählung, dass die „chinesische Botschaft“ in einem vierseitigen Schreiben [!sic] mehr oder weniger nur zum Ausdruck bringt, dass sie äußerst unzufrieden darüber sei, dass der Bundestag über die „sogenannte“ Menschenrechtslage in der Provinz Xinjiang berate, was in der Suggestion der Tagesschau heißen soll: die Chinesen wollen bei ihren Menschenrechtsverletzungen nicht gestört werden.
Nun könnte man als Journalist auf die Idee kommen, das vierseitige Schreiben, das die Chinesen als Démarche bezeichnen, ganz zu lesen.
Man könnte sich fragen, woher deutsche Politiker, deren geographische und soziale Kenntnisse nicht dazu ausreichen, die Sozialstruktur und Lage der Menschenrechte in Edesheim oder Venningen zu diskutieren, ganz einfach weil sie von beiden Pfälzer Orten noch nie gehört haben, die Kompetenz und das Wissen nehmen wollen, um über die u.a. an Afghanistan, Kirgisistan, Kasachstan und Pakistan angrenzende chinesische Provinz Xinjiang informiert zu diskutieren, in der China ein Problem mit den Uiguren haben soll, also mit Muslimen. Es wäre in diesem Zusammenhang interessant zu erfahren, auf Grundlage welcher Kenntnisse sich deutsche Bundestagsabgeordnete ein Urteil über die Situation vor Ort erlauben wollen. Ein Journalist fragt hier nach….. Weiterlesen auf sciencefiles…
Hinweis: Warum auf tagesschau.de offensichtlich frei verfügbare Dokumente und Erklärungen nicht verlinkt oder abgedruckt werden, war schon des Öfteren Gegenstand unserer Beanstandungen. Mittlerweile liegt der Grund klar auf der Hand: Die Redaktion möchte nicht, dass sich die freie Meinungsbildung der Beitragszahler in eine Richtung entwickelt, die nicht der Intention der „Einordner“ entspricht. China ist nachweislich Ziel amerikanischer Großmachtspolitik und muss daher vom transatlantisch geschultem Freund und Helfer auch in der deutschen Öffentlichkeit als Unrechtsstaat gebrandmarkt werden. Menschen, die in China wegen Unterstützung terroristischer Umtriebe zurecht strafrechtlich verfolgt werden, finden in Deutschland ein verständnisvolles Asylrecht, mitfühlende Politiker und Medien vor.
Die halben Wahrheiten und ganzen Lügen sind wie immer gegen die Interessen des eigenen Volkes gerichtet.
