Correctiv-„Recherche“ zum Potsdamer „Geheimtreffen“ erhält Auszeichnung von Ex-Gründungsmitglied

Correctiv-„Recherche“ zum Potsdamer „Geheimtreffen“ erhält Auszeichnung von Ex-Gründungsmitglied

In Zeiten, in denen die Regierung aufgrund fragwürdiger „Enthüllungen“ einer sogenannten „Rechercheplattform“ namens Correctiv zu Demonstrationen gegen Oppositionsparteien aufruft, sollte es einen eigentlich nicht mehr wundern, dass eben jene „Recherche“ nun auch Medienpreise erhält: Vor zwei Wochen wurde Correctiv vom Netzwerk Recherche mit dem „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen 2024“ ausgezeichnet.

Interessant sind jedoch die Hintergründe zum Netzwerk Recherche, die zeigen, wie inzestuös der politisch-mediale Komplex in der Bundesrepublik ist: Zum Förderkuratorium von Netzwerk Recherche gehören neben dem SWR und der Medienakademie von ARD und ZDF auch – was für eine Überraschung – Correctiv. Beim Ersten Vorstandsvorsitzenden von Netzwerk Recherche handelt es sich um Daniel Drepper, dem Leiter des Recherchekomplexes von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung. Drepper ist ebenfalls ein Gründungsmitglied von Correctiv.

Im erweiterten Vorstand des Netzwerks Recherche finden sich zudem Namen wie Stefanie Dodt, die unter anderem für den Faktenfinder der ARD arbeitet, Christian Deker, der für das Format von Jan Böhmermann arbeitet, und auch Jonathan Sachse – der „erstaunlicherweise“ für Correctiv arbeitet.