Deutschland: Vertrauen in Demokratie stabil – Frust über Politik enorm
Demokratiemonitor 2026: Viele Deutsche zweifeln am Funktionieren von Parteien, Regierung und Bürgerbeteiligung. Warnsignal oder gesunde Kritik?
Die Deutschen lieben die Demokratie. Nur mit dem, was daraus gemacht wird, sind sie mehrheitlich unzufrieden. Dieses Paradox steht im Zentrum des „Demokratiemonitors 2026“ der Bertelsmann Stiftung, den die Forscher Robert Vehrkamp und Michael Koß Anfang der Woche vorstellten.
Die Studie at eine kontroverse Debatte ausgelöst: Zeigen die Ergebnisse die Widerstandskraft der deutschen Demokratie – oder sind sie ein Alarmsignal?
Die Zahlen sind eindeutig: Durchschnittlich 82 Prozent der rund 5000 Befragten befürworten demokratische Werte überdurchschnittlich stark. Freie Wahlen finden bei 91 Prozent Zustimmung, Parlament und Regierung bei jeweils 83 Prozent, selbst Parteien – oft gescholten – kommen noch auf 77 Prozent.
Doch bei der Frage, ob diese Institutionen in der Praxis auch funktionieren, bricht die Zustimmung ein. Im Durchschnitt sind nur 29 Prozent mit der Umsetzung zufrieden.
