Freiheit: Die Mehrzahl der Deutschen fühlt sich eingeschränkt

Der gelernte ostdeutsche Tatort-Schauspieler Jan Liefers brachte es zur Sprache: In dem Moment, als deutsche Leitmedien ihre Aufgabe nicht mehr in der Informationsvielfalt, sondern im Gleichklang definierten, entstand nun – 30 Jahre nach dem Fall der Mauer – ein Erinnerungsflash des schon Dagewesenen.
Die DDR mag aus vielen Gründen kollabiert sein, aber unter den Top 3 werden die Menschen zwischen Rügen und Karl-Marx-Stadt das tägliche Einerlei in Print, Radio und TV nennen.

Nicht wenige wollten Liefers mit Auftrittsverbot im Tatort abstrafen. Aber selbst mit dem Abstand von 18 Monaten geht keiner der Frage nach, ob inbesondere Marietta Slomka sowie Maybritt Illner ihre Positionen als Moderatorinnen ausübten? Keiner fragt Claus Kleber bzw. den Interdanten des ZDF bzw. den Rundfunkrat des ZDF, wie es sein konnte, dass zumindest im ZDF galt: „Wir haben praktisch die Rolle eines Pressesprechers oder Ministers eingenommen, der seiner Bevölkerung erklärt, warum diese Massnahmen jetzt sein müssen. Das ist einfach nicht uns Job“ (Claus Kleber im Juni 2020 bei der Heraeus Bildungsstiftung).

In einfachen Worten zusammengefasst: In den Monaten, in denen die Menschen in der Bundesrepublik insbesondere auf Journalismus angewiesen waren, wurde ihnen PR präsentiert. Und wenn dann ein in der DDR aufgewachsener Mensch sich den Hinweis erlaubt: „Mir kommt das bekannt vor“ – da wird er nicht nur mit Methoden aus der damaligen DDR versucht, mundtot zu machen, sondern es wird im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Forderung gestellt, ihm seine Berufsgrundlage zu nehmen. Der Vorgang
allein ist nicht nur ein Fall für die Justiz, sondern auch für den Bundestag.

Was aber sahen wir, wenn wir uns ein Bild über die Lage in der Bundesrepublik Deutschland und der Welt machen wollten?

Mehr in der Studie zum Freiheitsindex Deutschland 2022: http://www.mediatenor.com/images/files/Freiheitsindex_2022_final.pdf