Intendantengehalt beim WDR wird künftig niedriger sein

Intendantengehalt beim WDR wird künftig niedriger sein

Der WDR wird den Intendantenposten künftig niedriger vergüten als bisher. Die Verwaltungsratsvorsitzende Schare sagte dem Evangelischen Presse-Dienst, dem Gremium sei es wichtig, das Gehalt bei einer Neuwahl eines Intendanten oder einer Intendantin abzusenken. So solle die Summe künftig den bisherigen beruflichen Weg berücksichtigen.

Das Einstiegsgehalt werde aber „deutlich unterhalb des Gehalts des aktuellen Intendanten gesehen“.

Amtsinhaber Tom Buhrow tritt Ende 2024 in den Ruhestand. Er verdient so viel wie keine andere Leitung eines ARD-Senders. Im Jahr 2022 erhielt er eine Gesamtvergütung von 433.200 Euro. Eine Absenkung der Vergütung entspreche auch einer Empfehlung der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD, sagte Schare.

https://www.deutschlandfunk.de/intendantengehalt-beim-wdr-wird-kuenftig-niedriger-sein-100.html

Darin enthalten waren eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 3.700 Euro und Sachbezüge in Höhe von 16.100 (geldwerter Vorteil des privat zu versteuernden Dienstwagens). Vergütungen aus Aufsichtsratsmandaten, die 6.000 Euro im Jahr übersteigen, muss Buhrow an den WDR abführen. […]

Dass das Gehalt des künftigen WDR-Intendanten abgesenkt wird, habe der Verwaltungsrat dem Rundfunkrat am 18. Januar mitgeteilt, sagte Schare dem epd. Es gehe darum, „dass der Rundfunkrat die grundsätzlichen Überlegungen des Verwaltungsrats zu den vertraglichen Eckpunkten frühzeitig kennt, damit er sie in den Bewerbungsgesprächen den Kandidatinnen und Kandidaten mitteilen kann“.

https://rp-online.de/nrw/panorama/wdr-intendanten-bekommen-kuenftig-niedrigeres-gehalt_aid-108067523

Eine Absenkung der Vergütung entspreche auch einer Empfehlung der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD, sagte Schare. Der Verwaltungsrat gehe davon aus, dass auch die Gesamtausgaben inklusive der Altersversorgungskosten für den künftigen Intendanten geringer sein werden. Die Buhrow nachfolgende Person werde eine niedrigere Altersversorgungzusage erhalten, erklärte Schare. […]

Über die Vergütung der Chefs der öffentlich-rechtlichen Sender gibt es seit einiger Zeit eine Debatte, ausgelöst vor allem durch die Schlesinger-Affäre beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) etwa wurde zuletzt das Gehalt des Intendanten abgesenkt: Ralf Ludwig, der seit November 2023 den MDR leitet, erhält ein Jahresgehalt von 280.000 Euro und damit 15.000 Euro weniger als seine Vorgängerin Karola Wille.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wdr-senkt-gehalt-des-kuenftigen-intendanten-19560109.html