OBS: Vierte Studie zu den Dritten Programmen der ARD
OBS: Vierte Studie zu den Dritten Programmen der ARD
2013 wirbelte eine Studie der Otto Brenner Stiftung viel Staub auf. „Zwischen Boulevard und Ratgeber-TV“ hieß die vergleichende Programmanalyse von SWR und NDR, die sich erstmals mit dem Profil der reichweitenstarken Dritten Programme beschäftigte. Zwei weitere Untersuchungen folgten: 2015 rückte die OBS den MDR und den WDR in den Mittelpunkt, 2017 wurden dann Programmstrukturen und – inhalte von BR und hr analysiert.
Jetzt, im Frühjahr 2019, kann die OBS mit einer Studie zum rbb (und einer abermaligen SWR-Untersuchung) die innovative Reihe der Analysen der „Dritten“ in der ARD zum Abschluss bringen.
„Krimis, Kontroversen, Kochrezepte“ – die aktuelle Programmanalyse von rbb und SWR ist soeben online erschienen – und liefert darüber hinaus auch zusammenfassend zahlreiche Daten „zum Regionalen in den Dritten der ARD“.
Was leistet das RBB Fernsehen?
Rekordquote bei Wiederholungen, Rekordwert bei Nachrichten: Studie analysiert das RBB Fernsehen im Vergleich mit ARD-Dritten.
Über 23 Stunden und 30 Minuten und damit zu mehr als 98 Prozent der Sendezeit sind Brandenburger und Berliner ein Fernsehpublikum. Laut Studie verzweigt sich nur das HR-Fernsehen noch seltener unter den Dritten. Wird beim RBB-TV ein Regionalgefühl forciert, das tatsächlich ein Berlin-Brandenburger ist?
Der RBB-Zuschauer wird pro Sendetag mit null Werbung belästigt und mit 53 Minuten Programm-Trailern, also Hinweise auf noch ausstehende Hast-du-noch-nicht-gesehen-Highlights traktiert. Das ist nicht Rekord unter den Dritten, das Bayerische Fernsehen kommt auf über zwei Stunden, das RBB-Fernsehen liegt deutlich vor dem Ersten (35 Minuten) und dem Zweiten (29 Minuten). Aber ein Rekord wird doch erreicht: „Der RBB weist mit 39 Prozent kurzfristiger Wiederholungen den höchsten Wert auf“, heißt es in der Studie.
