Von 800 auf 600 wollte die ARD ihre Social-Media-Accounts 2023 reduzieren. Mittlerweile liegt die Zahl wieder deutlich höher. Wie der Senderverbund das begründet und wie sich die Zusammenstellung verändert hat. Es ist ein deutliches Alarmsignal, das sich in einem aktuellen Strategiepapier der ARD findet: „Die wahrgenommene Relevanz der ARD-Angebote droht zurückzugehen – vor allem bei jüngeren Zielgruppen.“ Die Konsequenz für den Senderverbund daraus: Es sollen verstärkt Inhalte für Jüngere produziert werden, vor allem für 30- bis 49-Jährige und im Digitalen. Um jüngeres Publikum anzusprechen, reicht es aber nicht aus, Inhalte nur für die eigene Mediathek oder bei ARD Sounds herzustellen. …

Nach Gniffke-Ansage: So hat sich das Social-Media-Portfolio der ARD verändert Weiterlesen »

Der Ökonom und Publizist Maurice Höfgen kritisiert die ZDF-Talkshow von Sarah Tacke und wirft sowohl der Redaktion als auch den Gästen gravierende ökonomische Fehlurteile sowie mangelhafte Faktenprüfung vor. Die Live-Zuschauerumfrage zur Arbeitszeit sei methodisch unbrauchbar, faktische Falschaussagen seien in der Runde unwidersprochen geblieben. Der anschließende redaktionelle Erklärungsversuch in den Sendungskommentaren habe das Problem nicht behoben. https://bildblog.de/154371/kw-3426-hoer-und-gucktipps-zum-wochenende/ Bei Tacke sind nur noch 57 Prozent der Befragten für die Beibehaltung der vorgezogenen Altersrente. Im Verlauf der Sendung wird das noch eine Rolle spielen. Erheblichen Anteil an diesem Ergebnis dürfte ein interessantes Detail haben: Die vermeintliche Zuschauereinbindung schließt ausgerechnet jene aus, die das …

Take talkt – DAS ist die dümmste ZDF-Talkshow des Jahres! Weiterlesen »

Deutschlandradio-Intendant Raue: „Wenn jemand viel Herzblut in ein Format setzt, hängt er daran“ Der Deutschlandfunk verändert sein Programm. Es gibt viel Unruhe. Wird das Programm jetzt seicht? Der Intendant Stefan Raue erklärt die Revolution, die keine sein soll. https://www.berliner-zeitung.de/article/dlf-intendant-raue-wenn-jemand-viel-herzblut-in-ein-format-setzt-haengt-er-daran-10300213 Seit zwei Jahren basteln die DLF-Hierarchen an einer Programmreform. Zum 30. November soll das Radioprogramm umgestellt werden. Flachfunk statt Fachjournalismus ist dann angesagt.  […] Von der „Durchhörbarkeit“ des Programms war die Rede. Also gefälliges Geplapper statt Information. Podcasts statt Magazinsendungen – so lautete eine Losung, die damals die Runde machte. Den eigensinnigen Mitarbeitern in den Fachredaktionen müsse man mal zeigen, wo …

Deutschlandfunk: Der lange Marsch in die Irrelevanz Weiterlesen »

Seit Dezember 2025 gilt der Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Damit haben die Bundesländer die Vorgaben für die Sender verschärft, ihre Online-Angebote nicht presseähnlich zu gestalten. Eine Textberichterstattung erfordert seitdem, mit wenigen Ausnahmen, einen aktuellen Sendungsbezug. Das ZDF reagierte auf den erhöhten Bewegtbild-Bedarf mit strukturellen Änderungen. Mit dem Inkrafttreten der neuen Regelungen sei eine Video-Unit geschaffen worden, erklärte das ZDF auf Nachfrage. Sie sei in die Leitungsstrukturen der Hauptredaktion Aktuelles integriert worden. Die Dienste in der neuen Unit würden Beschäftigte leisten, die bereits für ZDFheute bzw. die „heute“-Redaktion arbeiteten. Im ZDF-Fernsehrat beschrieb Chefredakteurin Bettina Schausten im Juni das Aufgabenspektrum: Die Unit …

ZDF textet nur noch in Ausnahmefällen Weiterlesen »

Seit selbst in ARD-Hörfunk-Kulturprogrammen politische Reporter, unbedarfte Moderatorinnen oder sonstige Fachfremde Musikredakteure, ja Musikchefs werden können, seit Musik in den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen nur noch – unterbrochen von Gute-Laune-Jingles, Kooperations- und Selbstbeweihräucherungs-Trailern – vorwiegend häppchenweise dargeboten wird und im Sinne von „Crossover“ der Stile, Gattungen und Anspruchshaltungen, präsentiert von Moderatoren, die keine Ahnung haben von dem, worüber sie reden, eingesetzt von verantwortlichen Redakteuren, die das nicht einmal merken, weil sie auch keine Ahnung davon haben und allenfalls etwas von „Formaten“ und „Formatradio“, aber nichts von Musik verstehen, sitzt Komponisten, Musikern und Musikliebenden die Angst im Nacken, Musik werde nicht mehr ernst …

„Wider den populistischen Umgang mit Musik in den Medien“ Weiterlesen »

Zuerst hatte die CDU unter anderem RTL vorgeworfen, den eigenen Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bei einem Wahlformat ausgeladen zu haben, die gleichen Vorwürfe erhebt man nun auch gegen den NDR – dort dementiert man hart. https://www.dwdl.de/nachrichten/107509/cdu_in_mecklenburgvorpommern_streitet_jetzt_auch_mit_dem_ndr/ Auch der NDR macht Platz für Schwesig und die AfD Der NDR lädt zum „TV-Duell“ mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD und dem AfD-Spitzenkandidaten. Die restlichen Parteien sollen bei einem „Quadrell“ am Katzentisch Platz nehmen. Die AfD kann frohlocken. […] Wer mit dem „Taktieren“ gemeint ist, stellt kein Geheimnis dar. Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte sowohl RTL/ntv als auch den NDR wissen …

CDU in Mecklenburg-Vorpommern streitet jetzt auch mit dem NDR Weiterlesen »

Der Eklat um die gescheiterte Wiederwahl von BR-Kulturchef Björn Wilhelm sorgt weiterhin für Ärger im Sender. Während die Intendantin den Grund des Widerstands sucht, wird der Rundfunkrat immer rebellischer. […] Dass ein Personalvorschlag der Geschäftsleitung im Rundfunkrat nicht durchgeht, gilt traditionell als nahezu ausgeschlossen. Meistens haben die Rundfunkräte gar keine Wahl im Sinne einer Auswahl – so war es auch im Fall Björn Wilhelms, er war der einzige Kandidat für den Posten des Programmdirektors Kultur. Es muss viel zusammenkommen, wenn ein Gremium mit Mehrheit eine Personalie blockiert, die eine Intendantin oder ein Intendant als Wunsch einbringt. Weil das so selten …

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Abstimmen, bis das Ergebnis passt? Weiterlesen »