Das Internetarchiv „Wayback Machine“ ist für Journalisten bei Recherchen im Netz oft unverzichtbar. Doch jetzt behindern ausgerechnet Medienhäuser die Arbeit des gemeinnützigen Angebots. Hintergrund ist ein Konkurrenzkampf der Verlage mit den mächtigen KI-Anbietern. […] Der Nutzen, gerade für Journalisten und Medien, ist enorm. Gerichte akzeptieren die archivierten Seiten des Tools als Beweismittel. Faktenchecker der „Tagesschau“ haben damit schon Verschwörungstheorien entkräftet, und die „Deutsche Welle“ (DW) empfiehlt die „Wayback Machine“ als wichtiges Recherchetool für alle mit Internetzugang. Doch laut eines Berichts des US-amerikanischen Medienmagazins „Nieman Lab“ haben weltweit mehr als 240 Medienunternehmen inzwischen den Zugriff des „Internet Archive“ auf ihre Seiten …

Wayback Machine: Medien blockieren Internet-Archiv, das vor allem Journalisten nutzen Weiterlesen »

Im August 2025 hatte der RBB ein Freiwilligenprogramm mit Vorruhestands- und Abfindungsregelungen gestartet. Dadurch haben 106 Beschäftigte den Sender verlassen, wie der RBB nun mitteilte. https://medien.epd.de/article/4680 Der RBB schließt sein Freiwilligenprogramm zum Personalabbau ab. Im Rahmen des mittlerweile abgeschlossenen Freiwilligenprogramms haben 106 Beschäftigte den RBB verlassen, teilt dieser dem epd mit. Darunter sind 72 Festangestellte und 34 freie Mitarbeitende. Bis Ende 2026 rechnet die Anstalt dadurch mit einer Entlastung von 6,26 Mio Euro. Ab dem laufenden Jahr muss das Medienhaus laut eigenen Plänen jährlich 22 Mio Euro einsparen, um zahlungs- und zukunftsfähig zu bleiben. https://www.turi2.de/aktuell/der-rbb-schliesst-sein-freiwilligenprogramm-zum-personalabbau-ab/ Im Rahmen des Freiwilligenprogramms hatten …

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Die Rahmenbedingungen für eine nachhaltig finanzierte Weiterführung sind nicht mehr gegeben. Namhafte Donatoren haben ihr langjähriges Engagement beendet, und es gelang nicht, andere Unternehmen als Ersatz zu gewinnen. Das hat Auswirkungen auf das Medienqualitätsranking. […] Die Medienlandschaft und ihre Nutzungsformen hätten sich stark gewandelt, gleichzeitig seien die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für eine institutionalisierte Weiterführung zunehmend schwieriger geworden. Trotz geprüfter Weiterentwicklungs- und Neupositionierungsoptionen sei der Vorstand zum Schluss gelangt, dass eine nachhaltig finanzierte Fortsetzung nicht mehr möglich sei. Ein zentraler Grund ist der Rückzug wichtiger Geldgeber. […] Der Verein Medienqualität Schweiz wurde im März 2014 gegründet mit dem Ziel, die …

Medienqualität Schweiz: Verein wird per Ende Jahr aufgelöst Weiterlesen »

Wir müssen leider drinnenbleiben: 2025 hatten Aktivisten das Sommerinterview mit AfD-Parteichefin Alice Weidel gestört. Jetzt reagiert die ARD. https://www.spiegel.de/kultur/tv/sommerinterview-ard-zieht-interviewformat-nach-stoeraktion-bei-weidel-gespraech-ins-studio-um-a-7784f42b-fe4a-41f3-b8ff-ccbe987722b8 ARD-Sommerinterviews kommen künftig aus dem Studio. Indoor-Sommer: Die ARD verlegt ihre Sommerinterviews ins Studio. Die Gespräche mit Spitzenpolitikern kommen künftig aus dem Hauptstadtstudio in Berlin. Der Sender reagiert damit auf Störaktionen bei den Sommerinterviews mit Alice Weidel und Markus Söder auf der Terrasse des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im vergangenen Jahr. In der neuen Studio-Deko soll das „Zwiegespräch im Mittelpunkt“ stehen. „Wir wollen uns klar auf Inhalte konzentrieren, auf den größtmöglichen Erkenntnisgewinn – weniger auf Ort und Umstände“, sagt der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios Markus …

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Das Sparprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks schneidet tief ins Fleisch des Programms, ohne an den Strukturen zu rütteln. Vor allem aber: Der Osten verschwindet aus der ARD. Die Einspar-Agenda des MDR klingt eher wie eine Amputation als ein Sanierungsplan. Drei Jahre Pause bei „Tatort“ und „Polizeiruf“. Die Produktion des „ARD-Mittagsmagazins“ wird abgegeben. „MDR Sputnik“ verliert UKW, „MDR um 2“ wird ins Streaming verbannt. Die offizielle Floskel der neuen Sparrunde lautet: „Priorisierung von Regionalität und digitaler Nutzung.“ Die Realität ist viel schlichter: Der MDR wird von einem Sparkorsett ins nächste gedrückt. Erst vor zwei Jahren wurde mächtig gekürzt, unter anderem beim Investigativen, …

Die Sparpläne des MDR: „Ohne Gebührenerhöhung kein Tatort“ Weiterlesen »

Neues Gutachten der Universitäten Mainz und München schafft wichtige Grundlage für Beschäftigung mit Vielfalt und Ausgewogenheit im Journalismus Vielfalt und Ausgewogenheit gelten als wichtige Kriterien für Medienqualität – gerade beim öffentlichen-rechtlichen Rundfunk. Nicht nur Politik und Publikum fordern diese Perspektivenvielfalt, auch die ARD hat sich in Qualitäts- und Programmrichtlinien diesem Selbstverständnis verschrieben. Doch der Interpretationsspielraum ist groß. https://www.presseportal.de/pm/7560/6278624 Den Öffentlich-Rechtlichen wird gerne mangelnde Vielfalt und Ausgewogenheit vorgeworfen. Aber was bedeuten diese Begriffe überhaupt und wie misst man sie? Ein im Auftrag des BR erstelltes Gutachten wagt sich nun an einer Definition und gibt Handlungsempfehlungen. […] Nur: Was heißt eigentlich genau …

Gutachten für die ARD: Was sind Vielfalt und Ausgewogenheit? Weiterlesen »

„Kulturwandel“ oder Verflachung? Deutschlandfunk plant große Programmreform Der Deutschlandfunk baut sein Programm radikal um: weniger Fachmagazine, mehr Podcasts im Radio und eine neue „Drive Time“ am späten Nachmittag. Mitarbeiter fürchten ein Mainstream-Programm und den Verlust von Expertise, die Programmdirektorin erhofft sich mehr Freiheiten für Projekte. […] Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es erhebliche Zweifel und Widerstände. Die Senderleitung sagt, dass der Deutschlandfunk sich ändern muss, um seine Stärken auch in Zukunft ausspielen zu können. Viele Mitarbeiter sorgen sich, dass diese Stärken stattdessen durch die Änderungen geopfert werden könnten. […] Die Aufsichtsgremien des Senders beschäftigen sich im Juni noch einmal …

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