Publikumsinklusion: MDR fragt
2023 gab es im Rahmen der Aktion „MDR fragt“ 53 Befragungen zu verschiedenen Themen und wir waren bei allen Befragungen dabei.
Die Befragungen mit den meisten MDRfragt-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern:
- Februar 2023: Ein Jahr Krieg in der Ukraine und unter den mehr als 30.000 Befragten geben knapp drei Viertel an: Ihr Sicherheitsgefühl ist nachhaltig beeinträchtigt
- März 2023: Mit seinem Buch „Der Osten – eine westdeutsche Erfindung“ bricht der Leipziger Literatur-Professor Dirk Oschmann eine neue Ost-West-Debatte vom Zaun – und die Mehrheit der knapp 29.900 Befragten findet, der Westen prägt den Blick auf „den Osten“
- Oktober 2023: Nach monatelangen Hilferufen der Kommunen gibt es zahlreiche Treffen zwischen Bund und Ländern, um Änderungen in der Asyl-Politik zu besprechen. Unter den knapp 30.000 Befragten herrscht überwiegend die Ansicht, Asylsuchende sollten schnellstmöglich arbeiten und gegebenenfalls auch dazu verpflichtet werden können.
Doch es ging auch um mentale Gesundheit, um Rauchen und Cannabis, um Dürre und Klima, um geschlechtergerechte Sprache, um Lohn-Gerechtigkeit zwischen Ost und West, um das sogenannte Heizungsgesetz oder die angekündigte neue Partei der langjährigen Linken-Spitzenpolitikerin Sahra Wagenknecht. Sie sehen: So facettenreich wie das Jahr waren auch unsere Fragen an Sie.
Und so facettenreich waren auch Ihre Antworten – und die MDR-Angebote, in denen die MDRfragt-Ergebnisse präsentiert wurden oder Mitglieder aus der MDRfragt-Gemeinschaft selbst zu Wort kamen.
MDRfragt im Internet:
- Das Team von MDR-Online-Format „Exactly“ griff immer wieder auf MDRfragt-Ergebnisse zurück oder ließ Mitglieder der Gemeinschaft zu Wort kommen, so zum Beispiel ab Minute 22 im Beitrag über Catcalling, oder ab Minute 11 zur Frage: Wie fair ist erben in Deutschland?.
- Auch das Medienmagazin 360G setzt regelmäßig auf Ergebnisse und MDRfragt-Mitglieder in seinen Beiträgen, zum Beispiel in einem Bericht über Nachrichtenvermeidung, in dem Anne Burckhardt ihre Erfahrungen schildert. – oder auch mal einen ganzen Film über die Reformpläne der ARD mit MDRfragt-Stimmungsbildern spickt.
MDRfragt – Der Standpunkt:
Im Nachmittags-Programm des MDR gibt es seit diesem Jahr eine neue Rubrik, in der die Meinungen der MDRfragt-Gemeinschaft mit den Positionen von Passanten in mitteldeutschen Innenstädten ergänzt werden. So fragte Reporter Stefan Ganß etwa in Erfurt: Migration und Flüchtlinge – wie schaffen wir das?; im sächsischen Freiberg wollte er wissen: Stirbt das Handwerk aus? – und in Halle wollte er wissen: Soll die Ukraine in die Nato?
MDRfragt im Radio:
- Bei MDR Kultur berichtet unser Kollege Pierre Gehmlich ausführlich, wie die MDRfragt-Gemeinschaft auf Chemnitz als Europas Kulturhauptstadt 2025 schaut
- Regelmäßig präsentieren Pierre Gehmlich und Claudia Reiser im Radio die wichtigsten Ergebnisse und zitierten einige Kommentare. Zum Beispiel stellten sie das Stimmungsbild anlässlich der Klimakonferenz im Sachsenradio vor oder berichteten bei MDR Jump, wie Sie und die Gemeinschaft auf die Nahverkehrsverbindung in der eigenen Region schauen.
- Und das Team vom Sachsenradio gestaltete zum Beispiel schon einmal eine gesamte Podcast-Folge von „Dienstags direkt“, indem sie Ergebnisse aus unserer MDRfragt-Befragung zur Landwirtschaft, zur Dürre und zum Tierwohl nutzten, um durch das Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Agrarsektor einflochten.
Fakt Ist:
Die Talk-Teams von „Fakt ist!“ aus Dresden, Erfurt und Magdeburg arbeiten seit jeher eng mit MDRfragt zusammen und laden immer wieder Befragte in ihre Sendungen ein. Besonders intensiv macht das seit Oktober 2023 die „Fakt ist!“-Redaktion aus Magdeburg: Für ihre „Bürgertalks“ füllen sie nicht nur die Publikumsreihen überwiegend mit MDRfragt-Mitgliedern, nein, es sitzen auch Menschen aus der MDRfragt-Gemeinschaft auf dem Podium und diskutieren prominent mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
- So diskutierte Andreas Gutknecht aus Bad Dürrenberg Ende November zur Frage mit, ob es einen neuen Generationenkonflikt gibt.
- Ebenfalls im Herbst ging es beim „Fakt ist!“-Bürgertalk um die soziale Grundsicherung und die Höhe des Bürgergelds: Hier saßen unter anderem die MDRfragt-Mitglieder Rüdiger Jeziorski und Melanie Bobbe auf dem Podium.
Und im Oktober diskutierte das Moderations-Duo mit MDRfragt-Mitgliedern aus ganz Mitteldeutschland darüber, wie zufrieden sie mit der Arbeit der Bundesregierung sind – und besprachen mit Vertretern der Bundespolitik, was anders laufen sollte.
MDRfragt bei Tagesschau24:
Nicht nur in den MDR-Programmen, sondern auch bei Tagesschau24 stellte MDRfragt-Redakteurin Claudia Reiser die Sicht der Community einem bundesweiten Publikum vor. Ein bis zwei Mal im Monat war sie dort mit aktuellen Ergebnissen zu Gast, zum Beispiel zur Frage, wie Sie auf die Tarifverhandlungen verschiedener Berufsgruppen blicken, insbesondere auch auf den Konflikt bei der Deutschen Bahn – oder auch dazu, wie wichtig Nachhaltigkeit beim Mode-Shoppen ist
