Radikaler Sparkurs beim WDR: Programmangebot wird bis 2030 halbiert
Der Westdeutsche Rundfunk steht vor einem beispiellosen Umbau, denn wie Intendantin Katrin Vernau bekannt gab, ist geplant, das Programmportfolio des Senders massiv zusammenzustreichen. Dabei will die Anstalt bis zum Jahr 2030 die Anzahl ihrer Angebote, die derzeit bei über 600 liegt, auf maximal 300 reduzieren, womit ein tiefgreifender Einschnitt verbunden ist. Dieser Schritt wiederum ist Teil einer neuen Digitalstrategie, mit der der WDR sowohl auf den veränderten Medienkonsum als auch auf den anhaltenden finanziellen Druck reagiert, sodass eine umfassende Neuausrichtung des Senders angestrebt wird. Alles zu Halbierung des WDR-Programms bis 2030. […]
Um in der digitalen Medienwelt konkurrenzfähig zu bleiben, setzt der WDR auf eine konsequente Ressourcen-Umschichtung. Statt einer breiten Masse an Inhalten soll künftig mehr Qualität in weniger Formate fließen. Darüber berichtet epd.de.
- Portfolio-Umbau: Von den geplanten 300 Angeboten übernimmt der Sender 220 aus dem Bestand und entwickelt 80 komplett neu.
- Investitionen: Künftig sollen 45 Prozent des Programmbudgets direkt in nicht-lineare Angebote (Streaming, Apps, Online) fließen.
- Regionale Marktführerschaft: Erklärtes Ziel ist es, die führende Position für digitale regionale Informationen in Nordrhein-Westfalen einzunehmen.
- Nutzungszeiten: Der Sender konzentriert sich primär auf Kernnutzungszeiten; für Randzeiten sinkt das finanzielle Budget deutlich.
