Studie kritisiert Berichterstattung über Ostdeutschland bei den Öffentlich-Rechtlichen
Rundfunkrats-Brief: Studie kritisiert Berichterstattung über Ostdeutschland bei den Öffentlich-Rechtlichen
Einseitiger Osten? ARD, ZDF und der Deutschlandfunk stellen Ostdeutschland in Berichten weiterhin eher negativ dar, sagt eine Media-Tenor-Studie. Deutsche bekämen „die vermeintliche Realität zwischen Greifswald und Erzgebirge vor allem als Reigen von Gefahren für die Sicherheit, Parteientreit, Unfälle und Katastrophen vermittelt“. Zudem würden die Sender hauptsächlich auf westdeutsche Expertinnen in Beiträgen zurückgreifen.
Was sehen die Deutschen, wenn sie sich über ARD, DLF und ZDF einen Einblick darüber verschaffen wollen, ob ich das Leben in den fünf «neuen» Bundesländern zum Guten oder Schlechten entwickelt hat? Sie bekommen die vermeintliche Realität zwischen Greifswald und Erzgebirge vor allem als Reigen von Gefahren für die Sicherheit, Parteienstreit, Unfälle und Katastrophen vermittelt. Dabei ist Vielfalt in AUSWAHL und BEWERTUNG der Themen nicht nur die ERSTE Vorgabe aus Karlsruhe, sondern genau DAS Qualitätskriterium, auf das alle Verantwortlichen verweisen. Sind die hier vorgelegten, seit 30 Jahren regelmäßig publizierten Daten also falsch oder unvollständig? Werden den Rundfunkräten bei ARD, DLF oder ZDF Daten vorgelegt, die die immer wieder vorgetragenen Behauptungen von Intendanten und Chefredaktionen belegen könnten? Warum werden diese Daten nicht mit der Öffentlichkeit geteilt? […]
Der Blick auf die Forschungsinstitutionen, die von den Verantwortlichen bei den Haupt-Nachrichten-Sendungen von ARD, DLF und ZDF als qualifizierte Interview-Partner oder Quellen relevanter Studien ausgewählt wurden, wirft die Frage auf: Warum wird Expertise aus dem Westen derart offensichtlich bevorzugt?
https://informationsqualitaet.com/blog/rundfunkrat-brief-1/
Der 4. Medienänderungsstaatsvertrag sieht seit dem 16.3.2023 einheitliche Regeln für mehr Transparenz und Kontrolle bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern vor.
Das Konzept des Rundfunkrat-Briefs wurde in Kooperation mit öffentlich-rechtlichen Sendern in Tschechien, Südafrika und Großbritannien entwickelt.
https://informationsqualitaet.com/wp-content/uploads/2023/09/RR-Brief-1_Ostdeutschland.pdf
Auf folgende Rundfunkrat-Briefe dürfen Sie im Jahr 2023 noch gespannt sein:
10.10.
Gesundheitsgipfel im Kanzleramt: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Gesundheit?
17.10.
Arbeitgebertag/Gewerkschaftstag: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Gewerkschaften?
24.10.
Tag der UN: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über UN und SDGs?
31.10.
Reformationstag/Allerheiligen: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Religionen?
09.11.
- Jahrestag Fall der Mauer: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Demokratie?
16.11.
Digitalisierungsgipfel im Kanzleramt: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Digitalisierung/Technologien?
23.11.
COP 2023 Dubai: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Klima/Chancen/Risiken?
03.12.
UN-Tag der Menschen mit Behinderung: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Behinderte?
15.12.
EU-Gipfel: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über EU und Europa?
24.12.
Weihnachten: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über Familie?
01.01.
Neujahr: Wie berichten ARD/DLF/ZDF über die Zukunft?
https://informationsqualitaet.com/blog/rundfunkrat-brief-1/
Steile Thesen: Über eine “Studie” zur Ost-Berichterstattung von ARD, ZDF und Deutschlandfunk
Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Es handelt sich dabei um mächtig steile Thesen, die auf ausgesprochen dünner Datenlage basieren. Man könnte auch sagen: Die Ergebnisse sind vor allem reißerisch und Schlagzeilen-orientiert interpretiert. […]
Zur eigentlichen Methode finden sich auch auf der von Bild verlinkten Seite Informationsqualitaet.com nur ganz wenige Informationen.
Wörtlich heißt es da: „Basis: 6.297 Berichte über Ostdeutschland in ARD Tagesschau (von insgesamt 339.249 Berichten), 7.801 in ZDF heute (von insgesamt 329.885 Berichten), 1.431 in DLF 7-Uhr-Nachrichten (von insgesamt 105.856 Berichten)“
