WDR-Intendantin bekräftigt Dialog mit allen politischen Kräften
WDR-Chefin Katrin Vernau plädiert bei der Anga Com erneut für einen konstruktiven Umgang mit der AfD – ohne die Partei namentlich zu erwähnen. Der Begriff „öffentlich-rechtliches Fernsehen“ sei für den WDR überholt.
WDR-Intendantin Katrin Vernau hält die Begriffe „öffentlich-rechtlicher Rundfunk“ und „öffentlich-rechtliches Fernsehen“ als Bezeichnung für ihr Haus für nicht mehr zeitgemäß. „Wir sind ja nicht mehr nur Sender, sondern auch Empfänger, wir beziehen unser Publikum mit ein – von daher greift dieser Begriff für den WDR nicht mehr“, sagte Vernau am Dienstag auf der Telekommunikationsmesse Anga Com in Köln.
Gerade deshalb müsse der WDR – wie ARD und ZDF insgesamt – auf den Austausch mit allen gesellschaftlichen Kreisen setzen, so Vernau: „Demokratie lebt vom Diskurs.“ Daraus ergebe sich auch, wie man mit populistischen oder „gesichert rechtsextremen“ politischen Kräften umzugehen habe, sagte Vernau, ohne die AfD namentlich zu erwähnen. Die Meinungsvielfalt, insofern sie sich auf dem Boden der Verfassung bewege, „müssen wir abbilden“, so die Intendantin. Dazu gehöre aber auch, über die Strukturen und die Menschen, die dahinterstehen, zu informieren.
