Wie umgehen mit der Konzentration und Monopolisierung der (medialen) Öffentlichkeit? Welche Rolle spielen unterschiedliche Eigentumsformen für eine demokratische und partizipative Form des öffentlichen Austauschs? Welche Reform- und Transformationsvorschläge sind denkbar? Antworten und Lösungen zeigt der neue Tagungsband des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft auf, der Beiträge aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie aus Nachbardisziplinen wie der Soziologie, der Politologie, der Science and Technology Studies, der Wirtschaftswissenschaft und der Geschichtswissenschaft beinhaltet. Eigentum, Medien, Öffentlichkeit

Verkündigungssendungen in Hörfunk und Fernsehen: Muss der Beitragszahler die Sendungen der Kirchen bezahlen? Die evanglische und katholische Kirche dürfen 14 Stunden Programm bei ARD, ZDF und Deutschland selber gestalten – und die Sender bezahlen. […] Laut „Spiegel“ sind erstmals seit Jahrhunderten mehr als 50 Prozent der Menschen in Deutschland weder römisch-katholisch noch evangelisch. 1990 lag der Anteil bei 72 Prozent. Unzweifelhaft sinken Wahrnehmung, Bedeutung und Einfluss der beiden Konfessionen. Kirche ist noch nicht an den Rand der Gesellschaft geraten, bewegt sich aber dorthin. Trotzdem genießen evangelische und katholische Konfessionen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiterhin einen Sonderstatus. […] Keine Lösung wäre es, …

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Die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat in jüngster Zeit – auch aufgrund diverser Skandale um Verschwendung und Vetternwirtschaft – gelitten. Unter dem Titel „Mit Qualität neu überzeugen – auf die Inhalte kommt es an!“ diskutierten auf der Medienpolitischen Tagung von ver.di und DGB am 10. Oktober in Berlin Medienschaffende, Wissenschaftler*nnen und Rundfunkräte über konstruktive Wege aus der Krise. Bereits die Besetzung der Podien in einer Veranstaltung, in der es um Akzeptanz und um Dialog mit dem Publikum gehen sollte, sprach Bände. Viele Funktionäre in den Panels – und zum Thema „Qualitätsjournalismus – brauchen wir neue Maßstäbe?“ sprach ausgerechnet Olaf Sundermeyer …

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Öffentlich-rechtliche Sender umbauen, um digitale Meinungsvielfalt zu sichern ARD, ZDF und Deutschlandfunk können sich nur in dem Rahmen entwickeln, den ihnen die Politik setzt. Es ist gut, dass im letzten Medienänderungsstaatsvertrag die Definition des Auftrags der öffentlich-rechtlichen Sender so erweitert wurde, dass sie selbst über ihre Entwicklungsrichtung entscheiden können: Lässt sich eine Zielgruppe besser auf einem linearen TV-Kanal erreichen oder über ein digitales Angebot (wie zum Beispiel viele Kanäle von Funk)? Politik muss diesen Rahmen nun weiter flexibilisieren, damit Führungspersonal und Gremien der Sender diverser werden, damit neue Formen der Zusammenarbeit die Sender schneller machen – aber das ist Stoff …

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MDR gründet Redaktionsvollversammlung Es gibt demnächst eine neue „Dienstanweisung zur Lösung von Programmkonflikten und zur Wahrung der inneren Pressefreiheit“, die die Geschäftsleitung verabschiedet hat und die die bisherige Regelung modernisiert, sagt Wille. Aus dem Beitrat der Intendantin, der noch in der vergangenen Sitzung seinen Bericht vorgestellt hatte, wird eine Redaktionsvollversammlung. Dort wird ein Redaktionsrat gewählt, es wird auch einen Schlichtungsausschuss geben. Die Redaktionsvertretung soll künftig auch intensiver einbezogen werden in Beratungsprozesse, die ARD-weite Entwicklungen betrifft. Die Wahl zum Gremium soll schon im Oktober/November erfolgen. https://www.flurfunk-dresden.de/2023/10/09/bericht-von-der-216-sitzung-des-mdr-rundfunkrat/

MDR-Intendantin Karola Wille beklagt Rundfunkbeitrag als Wahlkampfthema Die scheidende MDR-Intendantin Karola Wille hat in ihrer Abschlussrede Besorgnis um die Pressefreiheit in Deutschland geäußert und ein deutlich raueres Medienklima in Deutschland kritisiert. Es sei deutlich schwerer geworden, „die grundlegenden verfassungsrechtlichen Vorgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wach zu halten“ und besorgniserregend, dass „Parteien den Rundfunkbeitrag als politisches Wahlkampfthema entdeckt“ hätten. https://www.turi2.de/aktuell/mdr-intendantin-karola-wille-beklagt-rundfunkbeitrag-als-wahlkampfthema/ In ihrer Abschlussrede als MDR-Intendantin kritisiert Karola Wille, dass Parteien den Rundfunkbeitrag auch als Wahlkampfthema entdeckt hätten. Es sei schwer geworden, im politischen Raum die verfassungsrechtlichen Vorgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wachzuhalten. https://www.welt.de/kultur/medien/article247904418/Karola-Wille-Parteien-haben-Rundfunkbeitrag-als-Wahlkampfthema-entdeckt.html Rede von MDR-Intendantin Karola Wille bei ihrer Verabschiedung durch die …

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Altersdiskriminierung bei ARD- und ZDF: Warum laufen sehenswerte Produktionen nachts? Prestigeproduktionen stehen oft vorab in der Mediathek und werden zu nachtschlafender Zeit versendet: Das Stammpublikum gerät aus dem Blick. […] Die ARD rechtfertigt die späten Sendeplätze. […] Bezeichnet eine Sprecherin der ARD-Programmdirektion einen Sendeplatz um 22.50 Uhr trotzdem als „prominent“, ist das mindestens merkwürdig. […] Der Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger hält es daher für „Altersdiskriminierung“, dass gerade die ARD ihre neuen Serien getreu der Devise Online first erst in die Mediathek stellt, um sie dann Wochen später im Ersten zu nachtschlafender Zeit zu versenden, wo sie prompt nur ein überschaubares Publikum …

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