Am 12. Juni 2014 starb Frank Schirrmacher – sein Tod markiert das Ende einer Ära, und vier Jahre nach seinem Tod ist nichts mehr übrig geblieben von dem, was Zeitungs-Journalismus vor vier Jahren noch war. (…) Wichtiger für die ganze Republik und das intellektuelle Klima des Landes ist der Verlust von Schirrmacher als einem der wichtigsten öffentlichen Intellektuellen. Vor allem war Schirrmacher ein Genie des Agenda-Settings. Frank Schirrmacher setzte Probleme, stellte Fragen, schuf Debatten und vor allem fand einen Weg, Themen in die Köpfe und Herzen der Leser zu verankern.

Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten Wie ähnlich sind sich Journalist*innen und Blogger*innen in Deutschland? Diese Frage hat eine von der OBS geförderte Studie der Ostfalia Hochschule untersucht. Zentrales Ergebnis: Sie sind sich ähnlicher als oftmals angenommen. „Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten“ ist die erste empirische Untersuchung, die beide Gruppen vergleicht. Die Studie zeigt, dass Blogger*innen mit bezahlten Beiträgen genauso wie ihre journalistischen Kolleg*innen umgehen – und widerlegt damit die weit verbreitete gegenteilige Annahme. 91,6% der Blogger*innen und 91,7% der journalistischen Pendants gaben an, bezahlte Inhalte entsprechend den Vorgaben zu kennzeichnen. Gleichermaßen stark ausgeprägt ist zudem die kritische Haltung …

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ARD-Chefredakteur Rainald Becker wies die Kritik an den Talkshows von ARD und ZDF in einem Interview mit der „Welt“ (Montag) zurück. „Ich halte den Großteil der Kritik an unseren Talksendungen für Quatsch“, sagte er. „Das ist alles vollkommen übertrieben. Da wird auch manchmal ein Sündenbock gesucht.“ Den Vorschlag des Kulturrates hält er für keine gute Idee: „Uns ein Jahr Talkpause zu verordnen, das wäre so, als würden wir dem Kulturrat sagen, er solle sich ein Jahr lang nicht um Kultur kümmern. Wir finden, dass unsere Talksendungen ein bereichernder Bestandteil unseres Programmes sind.“ Hinweis: Dieser Vergleich wäre dem Gegenstand angemessener: “Uns …

ARD-Chefredakteur: „Großteil der Kritik ist Quatsch“ Weiterlesen »

Tausende Kämpfer ließen die Geheimdienste europäischer Staaten seit 2011 nach Syrien und in den Irak ziehen, um sich dort den Gotteskriegern von Al Khaida und dem selbst ernannten „Islamischen Staat im Irak und in der Levante“ anzuschließen. Allein aus Deutschland reisten mehr als 1.000 aus, wie die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (1) antwortete. Zeitgleich verhängte der Europarat 2011 harte Wirtschaftssanktionen gegen die aufstrebende Wirtschaft des Mittelmeerlandes, die seitdem jährlich verschärft und ausgeweitet wurden. Führend bei dieser „anderen Art von Krieg“ (2) war die Bundesregierung. Die so genannten „Einseitigen Zwangsmaßnahmen/Beugemittel“ schaden jedem Syrer, stellte kürzlich der UN-Sonderberichterstatter Idriss …

Unser Krieg – Europa isoliert und drangsaliert Syrien Weiterlesen »

…treffen sich die Mächtigen dieser Welt zur Bilderberg-Konferenz. Wirklich? Der Verlust der Heimlichkeit hat der Bilderberg-Runde nicht gutgetan. Bereits die Liste der Teilnehmer jener vermeintlichen Artus-Runde der letzten zehn Jahre zeigt deutlich: Hier tummelt sich schon lange nur noch die zweite oder dritte Garnitur der Machtträger auf diesem Globus. Multimilliardäre mit Visionen (wie seltsam diese auch sein mögen) wie George Soros, Jeff Bezos, Bill Gates oder der bizarre Richard Branson bleiben den Bilderbergern fern. Stattdessen: farblose „Domestiken der Superreichen“ und sogar deren Unterlinge. Da sitzt die Meinungsforscherin Renate Köchel aus Allensbach neben Albert Rivera von der spanischen Partei Ciudadanos. Ach …

Alle Jahre wieder…. Weiterlesen »

Geschichte einer Medienkampagne: Die Genfer Affäre um die syrischen Weisshelme Die jüngsten blutigen Konflikte überall auf der Welt, vom Donbass bis Syrien, von Afghanistan bis Libyen, haben den Begriff «Hybrid-Krieg» bekannt gemacht. In unserer heutigen Zeit beschränken sich die Kriege nicht mehr einfach auf eine «banale» militärische Auseinandersetzung, sondern sie finden auf allen Ebenen statt, auf der militärischen, zivilen, medialen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen. Der klassische Krieg mit seinen Helikoptern, ferngesteuerten Drohnen und Kalaschnikows wird immer begleitet von einem Informationskrieg, in welchem es um die Information der Öffentlichkeit in den Ländern geht, welche die Konflikte aus der sicheren Distanz steuern, …

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Die Zeichen stehen auf Sturm – wird die Ukraine die Fußball-WM für eine Großoffensive nutzen? Der Bürgerkrieg in der Ostukraine ist das, was man heutzutage mit dem Euphemismus “eingefrorener Konflikt” bezeichnet. Es vergeht kein Tag, an dem das löchrige Waffenstillstandsabkommen Minsk II nicht mehrfach gebrochen wird und fast täglich vermelden beide Seiten militärische und zivile Opfer. Von einem Krieg unterscheidet sich der Konflikt nur dadurch, dass beide Seiten nicht im großen Stil schwere Waffen einsetzen und keine sogenannten Großoffensiven stattfinden. Genau dies könnte sich jedoch schon bald ändern. Vor wenigen Wochen kündigte der ukrainische Präsident Poroschenko eine militärische Großoffensive im …

Wird die Ukraine die Fußball-WM für eine Großoffensive gegen die eigenen Leute nutzen? Weiterlesen »