„Schleim-Jesus“ verletzte Gefühle: Kirche entschuldigt sich für Krippendarstellung in Weihnachtsgottesdienst

Diözese entschuldigt sich für Christmette

Die Christmette aus der Kirche St. Maria in Stuttgart hat viele kritische Reaktionen hervorgerufen. Es wurden Gefühle verletzt, bedauert jetzt die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Viele Menschen haben an dem Gottesdienst am Heiligabend teilgenommen, nicht nur in der Kirche selbst, sondern auch vor den Bildschirmen. Die Christmette wurde live übertragen vom SWR im Ersten.

„Schleim-Jesus“: Krippendarstellung eckt an

Anlass für die Aufregung, war die Krippendarstellung. Statt eines Babys in der Krippe, sah man einen erwachsenen Menschen, eingewickelt in nasses Reispapier auf einer Unterlage aus Stroh. Die Künstlerin Milena Lorek hatte die Installation eigens für den Gottesdienst geschaffen. Medien sprachen von einem „Schleim-Jesus“. Die Inszenierung wurde überwiegend kritisiert.

Allein beim SWR gingen 1.400 negative Reaktionen ein, laut einer Sprecherin des SWR zu großen Teilen mit demselben Wortlaut. Diese wurden wohl über ein Mailformular einer Webseite eingereicht, so die Analyse der SWR-Zuschauerredaktion.

Sender müssen Kirchen Sendezeit geben

Die Unternehmenskommunikation des SWR weist darauf hin, dass die öffentlich-rechtlichen Sender aufgrund einer Verpflichtung durch den Medienstaatsvertrag den Kirchen Sendezeit zur Verfügung stellen müssen. So auch für die Übertragung von Gottesdiensten. Die Entscheidung über den Ort und die Gestaltung der Gottesdienste liegt bei den Kirchen, ebenso tragen die Kirchen die Verantwortung für den gesamten

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/kirche-entschuldigt-sich-fuer-schleim-jesus-bei-christmette-100.html