Neue Programmbeschwerden von V. Bräutigam und F. Klinkhammer Die Redakteure von ARD-akuell sind Meister im Weglassen. Es ist wohl immer noch erheblich bequemer die Leerstellen mit fehlender Sendezeit zu begründen, als sich mit lästiger Recherche und unliebsamen Kontexten herumzuplagen. Die Vermischung von Meinung und Information hat nachwievor Hochkonjunktur innerhalb der beanstandeten Nachrichtensendungen und die Vorliebe für Politiker, die sich mittels Putsch und Korruption höchste Ämter erschlichen haben, verstört immer wieder aufs Neue. Das Völkerrecht wird nach Gutdünken bemüht und je nach Bündnisfall oder Feindbild ungleich gewichtet oder gänzlich ausgeblendet. Menschenrechte und humanitäre Aspekte werden lediglich zu Manipulationszwecken in den Diskurs …

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Es ist unmöglich, die gesamte Bandbreite der Desinfomation, der Auslassungen, der Falschberichte und der parteiischen Hofberichterstatung zu erfassen, welche die deutsche Medienlandschaft für ihre Rezpienten bereit hält. Aber es war auch noch nie so einfach wie heute, sich über zahlreiche Primär- und Alternativquellen zu unterrichten, Informationen zu vergleichen und Manipulationen aufzudecken – sei es auf der einen oder auf der anderen Seite. Anspruch der (öffentlich-rechtlichen) Leitmedien ist es laut eigener Aussage, Geschehnisse, Konflikte und Weltpolitik für die Leser, Zuschauer und Zuhörer „einzuordnen“. Kritische Zeitgenossen verzichten schon lange auf diese zweifelhafte Offerte und proben schon mal den Aufstand, wenn Realitäten und …

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Der ARD-Faktenfinder ist bereits von verschiedenen Seiten ausreichend gewürdigt worden. Fakten findet man hier kaum, dafür jede Menge Verlautbarungsjournalismus, Lobhudelei auf die eigene exquisite Ansicht zum Weltgeschehen und natürlich den ultimativen Freispruch der Berufsgruppe in Hinsicht auf „handwerkliche Fehler“ im Journalismus, die immer versehentlich passieren können – und zwar jedem.“ Der Faktenfinder ist eine vorauseilende Dienstleistung für regierungsfreundliche Deutungshoheitler und stuft alles als Fake News ein, was das – durch mantrahafte Wiederholungen erzeugte – Narrativ gefährden könnte. Eine besonders auf Linie getrimmte und beflissene „Faktenfinderin“ ist Silvia Stöber. Eine treffende Kurzbeschreibung der Stöberschen Wirkmächtigkeit innerhalb des Nachrichtenangebotes der ARD lieferte …

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Der ARD-Faktenfinder ist schon in diversen medienkritischen Blogs und Kommentaren beleuchtet worden. Was dort teilweise an Fakten „gefunden“ wird, ist wenig spektakulär. Einzelne personifizierte Faktenfinder fallen innerhalb ihrer eigenen journalistischen Recherche- und Reportageleistungen nicht durch besondere Faktentreue, sondern eher durch ausgeprägte Linientreue auf. Potential zum Running-Gag wies ein Kommentar der WDR-Chefredakteurin Sonja Mikich auf, welcher die originäre Aufgabe des Journalismus, vor Veröffentlichung die Fakten zu checken, zum „neuen Standard“ erhob. Womit nun also die neue Seite füllen, fragte Paul Schreyer? „Ganz einfach: Mit allem, was aktuell im Netz kursiert und von der Mainstreamlinie abweicht. Natürlich lassen sich Abweichungen oder andere …

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"Peitsche" von "davidd" lizensiert unter "CC-BY"

Der Kampagnenjournalismus der ARD nimmt, parallel zum Dauerfeuer der öffentlichen Kritik, immer schamloser und rasanter an Fahrt auf. Der Begriff „Staatsfunk“ verkommt zum Euphemismus angesichts der bigotten Tendenz des Messens mit zweierlei Maß – stets im vorauseilendem Gehorsam im Sinne der Bundesregierenden. Unerträglich das Ausblenden menschenverachtender Grausamkeiten wie Folter, Steinigung, Todesstrafe, Unterdrückung von Frauen, Verfolgung von Homosexuellen, kritischen Journalisten etc. solange die Geschäfte mit der westlichen „Wertegemeinschaft“ blühen. So meinte Carsten Kühntopp vom ARD-Studio Kairo: Saudi-Arabien ließe sich eben nicht auf das Zerrbild vom erzkonservativen, menschenverachtenden und frömmelnden Ölscheich reduzieren. Doch die Logik der Staatsjournalisten ist schlicht. Jedes medial vermittelte …

„Saudi-Arabien – besser als sein Ruf“ Weiterlesen »

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ARD-aktuell lieferte am 24.4.2017 ein neues Musterbeispiel für manipulative Nachrichtengestaltung. Manipulativ, weil die Redaktion einen vernünftigen Vergleich der Umfänge der jeweiligen nationalen Militärhaushalte ausschließt. Indem sie lediglich eine nichtssagende Rangfolge darstellt, vermittelt sie den falschen Eindruck, als seien die Ausgaben der „Spitzenreiter“ dem Umfang nach in etwa vergleichbar. Dass der Spitzenreiter USA dreimal soviele Milliarden Dollar fürs Militär ausgibt wie die VR China und gar fast zehnmal soviel wie Russland, das wird – offenkundig in voller Absicht – weder mit den konkreten Zahlen noch in Worten deutlich gemacht. So wird einer maßlosen Verzerrung der Wirklichkeit gedient, ein klassischer transatlantischer Schleiertanz …

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Die in der Programmbeschwerde von Voker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer verlinkten Berichte von ARD-aktuell über die UN-Sicherheitsrats-Debatte (zu Giftgas/Syrien) stehen pars pro toto und für hochgradig tendenziöse, manipulative Nachrichtengestaltung. Muster: die (guten) USA und ihre Verbündeten mühen sich mit acht und mehr Vorstößen um eine unabhängige Untersuchung der Giftgasvorfälle, aber das (böse) Russland „blockiert“ per Veto, und der zweifellos schuldige Assad geht straflos aus. Die Absicht, das russische Stimmverhalten negativ zu konnotieren, ist deutlich erkennbar daran, dass ARD-aktuell im umgekehrten Fall nur reichlich verwaschen formuliert, ein russischer Antrag sei „auf die Ablehnung der westlichen Mächte USA, Großbritanniens und Frankreichs gestoßen“. …

Tendenzberichterstattung und Manipulation über Syrien-Giftgas-Debatte im UN-Sicherheitsrat Weiterlesen »