Gefälschtes Maduro-Foto: Wie es dazu kam – und was die Lehren sind

Die Funke Mediengruppe, konkret die “Berliner Morgenpost”, räumt ein, dass sie irrtümlich ein KI-generiertes Foto veröffentlicht habe, welches die angebliche Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro durch US-Truppen zeige. Das Bild sei von einer renommierten Agentur mit einem Begleittext geliefert worden, der die Echtheit der Szene suggeriert habe. Erst auf Nachfrage Dritter habe die Agentur bestätigt, dass die Aufnahme künstlich erzeugt worden sei. Man habe das Bild umgehend gelöscht und wolle künftig die internen Sicherheitsvorkehrungen gegen Manipulationen verstärken.
https://bildblog.de/151957/us-medien-im-ersten-jahr-trump-stellenabbau-bei-rtl-maduro-foto/

Im Falle des Fake-Bilds, das die Funke-Redaktion übernahm, das bei genauem Hinsehen durchaus fragwürdig und wie aus Social Media heruntergeladen wirkt, hat der Verweis auf das KI-Verbot nicht verfangen. Woher es tatsächlich stammt und wer es produziert hat, sollte die Agentur Polaris wissen. Deren Antwort steht aus.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/ki-faelschung-funke-entschuldigt-sich-fuer-maduro-bild-fiasko-110815893.html

Trump, Venezuela und die Medien

Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Bei radioeins kritisiert der “6-vor-9”-Kurator eine verharmlosende und teils bewundernde Wortwahl deutscher Medien, die den völkerrechtswidrigen US-Angriff auf Venezuela mit Begriffen wie “Husarenstück” oder “kühne Machtdemonstration” beschreiben: “Wir erleben in Europa gerade eine Debatte darüber, wie wir mit einem Amerika umgehen, das sich nicht mehr an Regeln gebunden fühlt. Diese Debatte können wir nur führen, wenn wir die Dinge beim Namen nennen.”

Kommentar von Lorenz Meyer Trump, Venezuela und die Medien

https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/wissen_denken_meinen/lorenz-meyer-trump-venezuela.html