Das Netzwerk Recherche (NR) verleiht regelmäßig einen Negativpreis für den “Informationsblockierer des Jahres”, die “Verschlossene Auster”. Diesjähriger Preisträger ist Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Anlass sei die Einschränkung des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes durch die Koalition aus CDU und SPD. Für Journalistinnen und Journalisten bedeute die Gesetzesänderung aus NR-Sicht einen klaren Rückschritt, weil statt einer Einzelfallprüfung nun pauschale Ablehnungen drohen würden. https://bildblog.de/153593/beurlaubt-wegen-ki-berichten-ueber-terror-verschlossene-auster/ Nach einem Anschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang des Jahres hatte die Berliner Landesregierung das IFG überarbeitet und das Recht auf Zugang zu Behördeninformationen eingeschränkt. Der Senat hatte dies mit dem besseren Schutz kritischer Infrastruktur begründet. Kritiker warnten, das sei …

Verschlossene Auster 2026 geht an Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner Weiterlesen »

Für die WM-Rechte zahlen ARD und ZDF Millionen. Doch in den Spielpausen schrumpfen die Hauptnachrichten auf ein Minimum Eine Tagesschau mit über 23 Millionen Zuschauern, ein spätabendliches heute-journal mit „mehr als zehn Millionen Zuschauern„: Oft gibt es das nicht. Das gibt’s eigentlich nur bei großen Fußballturnieren, die halbwegs am deutschen Fernseh-Hauptabend laufen. Nutzen ARD und ZDF nun die Chancen, sich wie immer die immer teurer werdende Rechte an den Fußballspielen gesichert zu haben, um großes, zunehmend kritisches Publikum von den Vorzügen öffentlich-rechtlicher Berichterstattung wie zum Beispiel aktuellen Nachrichtensendungen zu begeistern? Na ja. (…) ARD und ZDF hätten 152 Millionen für …

152 Millionen für WM: Warum ARD und ZDF ihre Nachrichten kürzen Weiterlesen »

Deutschland lebt von innovativer Wissenschaft, Forschung und Technologie. Der Chefredaktion von ARD-Aktuell scheint das egal zu sein. Was kürzlich noch als „Investition in die Zukunft“ galt, soll jetzt weggespart werden. Die „Investition in die Zukunft“ dauerte kaum vier Jahre: Noch im September 2022 hatten Juliane Leopold und Marcus Bornheim aus der Chefredaktion von ARD-Aktuell den Start eines eigenen Wissensressorts angekündigt. Mit dem neuen redaktionellen Bereich, so Leopold damals, reagiere man „auf ein Bedürfnis unseres Publikums nach mehr Hintergrundinformationen und Einordnung von Nachrichten“. […] Es ist nicht das erste Mal, dass die Leitungsebene eines öffentlich-rechtlichen Senders in Zeiten von Sparzwängen die …

Die ARD will ihr Wissensressort abschaffen: Technik, Medizin und Co sind keine Nischen – sondern das Fundament! Weiterlesen »

Eine preisgekrönte Recherche enthüllt erschreckende Muster von Israels Kriegsführung in Gaza. Doch Deutschlands Medien schweigen sich aus. Warum? Am 3. Juni wurde in Lissabon der Europäische Pressepreis 2026 verliehen, das paneuropäische Äquivalent zum Pulitzer-Preis. In der Kategorie „Herausragende Berichterstattung“ gewann die Recherche „What the Wounds Are Telling Us“ (deutsch: Was die Wunden uns erzählen) der niederländischen Journalisten Maud Effting und Willem Feenstra, erstmalig erschienen am 13. September 2025 in der Zeitung De Volkskrant. Ihr zentraler Befund: Schusswunden an Kopf und Brust von 114 minderjährigen, palästinensischen Kindern deuten auf systematisch gezielte Tötungen durch israelische Kräfte hin, sie können kein Zufall sein. …

Ausgezeichnete Anklage: Was Gazas Kinder-Köpfe erzählen Weiterlesen »

Der NZZ-Artikel konstruiert aus Tulsi Gabbards Aussagen zu Biolaboren und Gain-of-Function-Forschung eine Biowaffen-Verschwörung. Victoria Nulands öffentliche Senatsaussage bestätigt dagegen den zentralen Tatsachenkern: In der Ukraine gab es biologische Forschungseinrichtungen mit Material, dessen Übernahme durch Russland die US-Regierung verhindern wollte. Ein Schweizer Faktencheck, der den Namen auch verdienst: https://www.helveticheck.ch/faktenchecks/nzz-fake-news-andreas-rueesch-tulsi-gabbard-biolabore/ Anmerkung: Der ehemalige Chef des deutschen Verfassungsschutzes H.-G. Maaßen bezeichnete die NZZ mal als „Westfernsehen“. Ostdeutsche wissen wie das gemeint war, aber im Westfernsehen war und ist eben auch nicht alles Gold was glänzt. Die NZZ hat jedenfalls spürbar nachgelassen.

Wer sind die Leute, die die NATO als Träger des „Westfälischen Friedenspreises“ ausgewählt haben, den NATO-Generalsekretär Mark Rutte am 1. Oktober entgegennehmen darf? Rutte hat sich vor allem durch unerreichte Servilität gegenüber Donald Trump („Daddy“) hervorgetan und dessen völkerrechtswidrige Kriege und Aktionen gerechtfertigt. Die Jury dieses Friedenspreises für ein Kriegsbündnis ist eine illustre transatlantische Runde. Die Jury des Westfälischen Friedenspreises setzt sich zusammen aus (in alphabetischer Reihenfolge): Sigmar Gabriel, Aufsichtsrat von Rheinmetall, Vorsitzender Atlantikbrücke, Trilaterale Kommission und European Council on Foreign Relations Alexander Graf Lambsdorff, Deutscher Botschafter in Russland, Atlantikbrücke Jean-Claude Juncker, ehem. Präsident der Europäischen Kommission Friedrich Merz, Bundeskanzler, …

Transatlantiker, die sich selbst einen Friedenspreis verleihen Weiterlesen »

Erstmals geht der Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland an einen Kabarettisten. Dieter Nuhr wendet sich in seiner Dankesrede vor allem gegen den grassierenden Antisemitismus der Linken. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/dieter-nuhr-erhaelt-leo-baeck-preis-warnung-vor-judenhass-accg-200919652.html Nuhr decke Doppelstandards auf, „denen die deutsche Medienlandschaft bei diesen Themen oftmals unterliegt“, sagte Schuster bei der Festveranstaltung am Mittwochabend in Berlin. „Sie treffen damit auch Ihre Kollegen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, ergänzte er. Der Zentralratspräsident verwies als ein Beispiel auf Berichte, in denen vermutet wurde, dass Deutschlands Haltung zu Israel ein Grund für das Scheitern Deutschlands bei der Wahl für den UN-Sicherheitsrat gewesen sein könnte. Österreich, das nun den Platz einnehme, …

Hauptpreis des Zentralrats der Juden: Nuhr betrüblich Weiterlesen »