Über Oliver Welke, Howard Carpendale und den öffentlich-rechtlichen Geruch der Verachtung. Es gibt Momente, in denen sich eine Gesellschaft nicht in Regierungserklärungen entlarvt. Nicht in Parteiprogrammen. Nicht in Talkshows, in denen vier Berufsmoralisten und ein Quotenabweichler so tun, als ginge es um Erkenntnis. Manchmal reicht ein schlechter Witz. Ein Witz, der so alt ist, dass er selbst Pflegegrad beantragen könnte. Ein Witz, der nicht komisch ist, sondern nur deshalb funktioniert, weil die Richtigen über die Falschen lachen dürfen. Von Thomas Hoffbauer Oliver Welke, Chefmoderator der gebührenfinanzierten Gewissheit, machte in der heute-show einen Scherz über die erste Reihe bei Howard Carpendale. …

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Das Schicksal des populärsten ostdeutschen Kabarettisten demonstriert, wie kritische Geister heute an den medialen Pranger gestellt und „ausgeschaltet“ werden. von Katrin McClean „Der MDR trennt sich von Uwe Steimle“ — was als lapidare Meldung daher kommt, ist der vorläufige Höhepunkt einer medialen Hetzjagd. Der bekannte ostdeutsche Kabarettist gehörte zu den wenigen, die noch Biss hatten und wirkliche Systemkritik wagten. Das wurde den Fernsehgewaltigen zu viel. Aus dem Zusammenhang gerissene und zum Skandal aufgebauschte Zitate wurden Steimle zum Verhängnis. Der Vorwurf lautet — natürlich —, der Künstler sei „rechts“. Erschreckend ist dabei, dass es einer offiziellen Zensurbehörde gar nicht bedarf. Die …

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