Zwischen März und Juni 2023 war bekannt geworden, dass die Bundesregierung in den letzten fünf Jahren rund 2,3 Millionen Euro an circa 200 Journalisten, mehrheitlich bei ARD und ZDF beschäftigt, für diverse Aufträge gezahlt hatte. Den NachDenkSeiten liegen jetzt die Antworten der Bundesregierung auf eine weitere Anfrage vor, in welcher die Offenlegung der Zahlungen an ausgewählte Journalisten in der Zeit von 2013 bis 2017 eingefordert wurde. Die Antworten gleichen einem Déjà-vu. Zahlungen des BND an Journalisten werden eingeräumt, aber als „Verschlusssache“ (VS), ein Großteil der Zahlungen anderer Ministerien sogar einen Geheimhaltungsgrad höher als „VS – Vertraulich“ eingestuft. Das Auswärtige Amt …

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Gemeinsam mit annähernd 30 anderen Verbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen fordert die Deutsche Akademie für Fernsehen eine angemessene Beteiligung am aktuellen Reformprozess der ö/r Medien. Es kann nicht sein, dass die Medienpolitik ausgerechnet bei der dringend notwendigen Reform der ö/r Anstalten, die wir für den Erhalt und die Förderung unserer Demokratie als essentiell erachten, einen Dialog auf Augenhöhe mit Programm- und Medienmacher*innen für überflüssig hält. Als breite Allianz aus Medienschaffenden und zivilgesellschaftlichen Kräften können wir konstruktive und kritische Unterstützung leisten, ohne die eine Reform der Anstalten kaum gelingen kann. Das geschieht nicht in Konkurrenz zu dem jüngst eingesetzten „Zukunftsrat“, sondern diesen …

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WDR-Muster bei der Reform: Schwächung der mittleren Führungsebene, Schwächung von Fachleuten In den Redaktionen ist von „Entmachtung der Studios“ die Rede – beziehungsweise davon, dass die Zentrale sich nun größeren Einfluss auf die „eigenmächtigen Reiche“ der Peripherie verschaffe. Untypisch für den WDR sei das nicht, vielmehr eine „nachträgliche Angleichung an die pyramidenartige Struktur des Newsrooms“. Woran es bei den Zeitungen in Stuttgart offenbar mangelt, davon gibt es beim WDR zu viel. Ein WDR-Muster ist bei der Reform auf jeden Fall erkennbar. Wichtige Bestandteile dieser Strategie: Schwächung der mittleren Führungsebene, Schwächung von Fachleuten. Die Strukturen würden „flacher und agiler“, verspricht hingegen …

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Ein neuer Kompass für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Transparenz als ein Schlüssel für gesellschaftliche Akzeptanz Der Erhalt einer breiten gesellschaftlichen Verankerung ist die zentrale Aufgabe zur Zukunftssicherung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. In der wichtigen aktuellen Debatte stehen dabei Strukturen und Governance im Fokus. Zu wenig Augenmerk liegt auf den Fragen zu Rolle und Leistung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für unsere demokratische Öffentlichkeit. Der nachfolgende Beitrag soll daher aufzeigen, wie das ZDF sein Programmangebot für die Bürgerinnen und Bürger mit dem neu entwickelten ZDF Kompass ganzheitlicher evaluieren und die Ergebnisse der Gesellschaft gegenüber umfangreicher als bislang transparent machen will. Das ZDF hat …

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Mediensenator Brosda vermisst medienpolitische Debatte Der Hamburger Mediensenator Carsten Brosda vermisst eine fundierte medienpolitische Debatte in Deutschland. Es gebe „kaum eine medienkritische Öffentlichkeit“, sagte der SPD-Politiker dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Wir diskutieren nicht regelhaft darüber, wie wir uns demokratisch verständigen wollen, obwohl sich das gesamte strukturelle Gefüge momentan in einer atemberaubenden Geschwindigkeit und Dramatik verändert. Aus demokratiepolitischer Sicht haben wir kaum ein wichtigeres Thema: Wie bekommen wir es hin, auch in fünf oder zehn Jahren noch über alle Belange kommunikationsfähig zu sein?“ Der Medienpolitiker forderte, ARD und ZDF sollten „Formate und Ventile für den Austausch mit Publikum und Machern“ schaffen. …

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CSU-Fraktion für echte Reformen und stabile Rundfunkbeiträge Reformbedarf im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Auf Initiative der CSU-Fraktion diskutiert morgen der Wissenschaftsausschuss mit einer hochkarätigen Expertenrunde über den richtigen Weg zu einem schlankeren und qualitativ hochwertigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Kernforderungen der CSU-Fraktion sind: Keine Erhöhungen des Rundfunkbeitrags ab 2025, mehr Kooperation und effektivere Arbeitsteilung innerhalb der ARD sowie auch mit ZDF und Deutschlandradio und echte inhaltliche und strukturelle Reformen mit Fokus auf den Kernauftrag einer qualitativ hochwertigen Grundversorgung in den Bereichen Information, Bildung und Kultur. Dieser Forderungskatalog wurde auf Initiative der CSU-Fraktion auch von den Vorsitzenden aller Fraktionen von CDU und CSU in …

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Offener ARD-Plan: Die Vereinheitlichung des Programms auf eine einzige „Kultur- und Klassikwelle“ Ein Kommentar von Anja Wagner zur Gleichschaltung der Kulturwellen der ARD und der Selbstdestruktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Kulturakteur. Nun sind beinahe vierzehn Tage ins Land gegangen, seit die Granden der ARD getagt und wegweisende Beschlüsse getroffen haben, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland in die Zukunft führen sollen. Auf den ersten Blick war alles wie schon so oft. Der Berg kreißte – und tat alles dafür, um nicht den Eindruck zu erwecken, etwas anderes als eine Maus geboren zu haben. […] Was dieses Papier im Extremfall jedoch …

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