Wie wollen wir zukünftig leben?

Veröffentlicht am 28. November 2020 von Ped

Episoden des Alltags – Nur zu unserem Besten: Schöner neuer Pausenalltag.


Ob es das Coronavirus gibt? Das ist nicht die entscheidende Frage. Die stellt sich vielmehr darin, wie wir zukünftig Herausforderungen lösen wollen. Etwa so, wie es von einer aktionistischen, hysterisierten, reglementierenden und auffällig repressiv werdenden Bundespolitik vorgegeben wird? Das immer detailliertere Vorschreiben, vor allem Unterbinden sozialer Kontakte, sowie die Entmündigung der Menschen bezüglich der Verantwortung für das eigene Leben führt zu unzähligen kleinen Katastrophen, zu Leid, Vereinsamung, Depression.


Die an der politischen Spitze dieses Staates stehenden Protagonisten hüten sich, auf die unzähligen kleinen und größeren Tragödien im Land aufmerksam zu machen. Warum das so ist, kann nur derjenige herausfinden, der zuvor überhaupt erst in wirklicher Empathie wahrgenommen hat, was derzeit an sozialen Verschiebungen und Brüchen stattfindet. Die Menschen werden fortwährend in ein Dilemma nach dem anderen getrieben, in für sie unauflösbare Konflikte, was neue Konflikte hervorruft. Das kann sich in dramatischen Geschehnissen aber auch in stillem Leid äußern – und das möchte der Autor in eher kleinen Geschichten sichtbar machen. Wie sich der Irrsinn der Corona-Maßnahmen wie ein graues Tuch über unseren Alltag legt, beschreibt sehr gut der folgende Erlebnisbericht einer Leserin.


Corina, so blau sind deine Augen oder die Einsamkeit im Büro

Nach tagelanger Einöde im Homeoffice taucht plötzlich ein Licht am Ende des Wochentunnels auf — eine Einladung zum bereichsübergreifenden Frühstück mit einem Urgestein des hauseigenen Inventars. Der Ausblick auf tiefsinnige Gespräche über den Tellerrand beflügelte die Motivation des Tages. Endlich mal wieder Menschen sehen, hören, riechen. Fühlen ist vermutlich dank der fehlenden 1,5 Meter Armlänge nicht möglich. Aber die anderen Sinne werden ihre pure Freude haben. Nun stand es fest: Heute ist mein Bürotag.

Maskentragende Mitmenschen erwartend und eine Portion Unsicherheit im Gepäck bewegte ich mich durch dunkle Flure. Vermutlich entspricht meine Zeitrechnung nicht der meiner Kollegen. Mit einem „das wird schon“ sprang die Vorfreude wieder auf meinen Zug. Lüften, Teekochen, Laptop anwerfen, Blumen besprechen … die Zeit verging. Noch immer Dunkelheit. Vielleicht sitzt der Chef im Dunkelwald bei den Düsterelfen. Klopfen … niemand öffnet. Niemand erscheint. Wehmut steigt empor. Es ist nicht der gewohnte Büroduft, es ist der Geruch von Traurigkeit und Einsamkeit, der in Wogen durch die Flure streift. Dass es doch rhythmische Bewegung gibt, kann man nur anhand der feuchten Türklinken erahnen.

Aber ein Fixstern bleibt … das Frühstück. Bewaffnet mit einer Mund-Nasen-Bedeckung wandern meine Füße in die Gourméetage. Bodenmarkierungen deuten auf die Abstandsregel hin, nur es ist niemand da, der sie beachten könnte. Ein Tisch hindert mich am direkten Zutritt: Kontakterfassungsformulare, ein Kuli, und eine Literflasche Ethanolgemisch. Das Urgestein erscheint. Wir freuen uns umarmungsfrei und ich fülle für uns beide den Zettel aus. Dabei verzichtet der gelernte DDR-Bürger auf humoristische Einlagen, wie Elisabeth die Große mit Gefolge vor Ort am 30.2.2222 um 23:59 Uhr.

Der Zettel wird gleich vor Ort geprüft und eingezogen. Der Gourmetpalast gleicht einem Aquarium, nur weiß man leider nicht, ob man sich innen oder außen befindet. Die strahlenden Edelstahl-Einrahmungen der Plexiglastüren zeugen von einem dauerhaften Design. Der Kloß im Hals wächst und eigentlich hat sich der Hunger gerade verabschiedet. Brav nehmen wir uns in edler Plastikverpackung präsentierte Schnittchen. Liebevoll erscheint ein einsames Rührei auf dem Teller. Das Hirn meldet „Zeit für die Flucht“. Wir betreten den Speiseraum. Der Kloß im Hals wächst.

Einsam sitzt ein weiterer Gast an einem XXL-Zweiertisch und kaut wortlos an seinem Brötchen. Einmeterfünfzig bis zum Tablet des Urgesteins. Mein Hirn vergleicht dies mit den zehn Zentimetern im Bus zu einem mir völlig Unbekannten. Da wir nun allein im Saal sind, können wir uns auch anschreien, um die Kluft zwischen uns zu überwinden. Entspannung und Fröhlichkeit wollen nicht wirklich eintreten. Wir essen, reden über Corina mit den blauen Augen. Jene Corina, die uns aus jeder Zeitung anstarrt, jede TV-Sendung, jedes Gespräch und jede Kolumne beherrscht, jene Corina, deren Macht unermesslich wächst und unser Leben dominiert.

Weltherrschaft nennt man dies wohl, jene Weltherrschaft, die kein Mensch bisher erreichen konnte. Wir lachen uns an und verabreden uns zu einem ausgelassenen Kaffee im häuslichen Domizil. Der Weg geht zurück über die dunklen Flure der Einsamkeit. Auf einmal wird alltäglich, banales zum Nabel der Welt. Wie groß ist die Sehnsucht nach dem Gespräch mit dem Nachbarn über die neuen Müllpreise oder das Lächeln des DHL-Postboten. Bisher verknüpfte ich Einsamkeit an meinen häuslichen Arbeitsplatz. Seit heute hat sie eine ortlose Dimension. Einsamkeit herrscht, wenn Menschen sich nicht in die Augen sehen, sich nicht riechen und spüren können.


Soziales Miteinander, die damit einhergehende Verbundenheit stärkt uns seelisch, aber auch unseren Körper, ohne den die Seele nun einmal nicht kann. Vor allem stärken soziale Bindungen auch unser Immunsystem (1,2). Das wiederum ist dann in der notwendigen Verfassung, souverän mit Erregern aller Art umzugehen, auf die wir tagtäglich treffen. Die befohlene, feingranulierte Vereinsamung der Menschen in all ihren Lebensbereichen, auch noch gepaart mit der ständigen Vermittlung von Angsttriggern, ist mit Sicherheit geeignet, unser Immunsystem zu schwächen (3). Wer gibt eigentlich einem Irgendjemand das Recht, uns über die repressive Durchsetzung absurder “Regeln” — basierend auf Tests mit Null Aussagekraft — krank zu machen? Warum lassen wir das im Alltag zu? Oder gibt es da Alternativen?

Nach dieser weiteren Alltagsgeschichte aus Coronazeiten wiederhole ich deshalb die Frage:

Wollen wir zukünftig tatsächlich so leben? Und wenn nicht: Wie wollen wir also unser weiteres Zusammenleben gestalten? Vor allem: Wann wollen wir damit beginnen?

Es bleibt dabei: Die Antwort auf diese Fragen liegen zuallererst bei jedem selbst und müssen auch im eigenen Handeln beginnen.

Bitte, liebe Leser, bleiben Sie sehr achtsam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) Februar 2015; Medizin populär; 7 Wohlfühl-Gebote für ein robustes Immunsystem; https://www.medizinpopulaer.at/archiv/seele-sein/details/article/7-wohlfuehl-gebote-fuer-ein-robustes-immunsystem.html

(2) 26.06.2018; Gesundheitsstadt Berlin; Gute Freunde stärken das Immunsystem; https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/gute-freunde-staerken-das-immunsystem-12442/

(3) 17.12.2012; Neurologen und Psychiater im Netz; Chronischer Stress schwächt das Immunsystem; https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/ratgeber-archiv/meldungen/article/chronischer-stress-schwaecht-das-immunsystem/

(Titelbild) Parkplatz, Einsamkeit, Leere, Dunkelheit; Autor: Harut Movisyan (Pixabay); 25.07.2015; https://pixabay.com/de/photos/stadt-parkplatz-person-mann-d%C3%BCster-1487891/; Lizenz: Pixabay License

 

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Ungebrochen: die häusliche Gewalt der Tagesschau

Ungebrochen: die häusliche Gewalt der Tagesschau

Die Freiheit der Berichterstattung wurde längst parteipolitischen Interessen geopfert

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Ohne Wenn und Aber: „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt,“ heißt es im Grundgesetz-Artikel 5. Inwieweit das für das Informationsangebot unserer weitestgehend gleichgeschalteten Leitmedien noch von Belang ist, steht auf einem anderen Blatt. Auch die Rückfrage, wozu es das Zensurverbot im Grundgesetz eigentlich braucht, da doch die qualitätsjournalistische Selbstzensur prächtig funktioniert.

Ein simpler Zahlenvergleich macht das effiziente Zusammenspiel von Politik und Medien sichtbar: Im Verlauf der Covid-19-Pandemie starben in der Volksrepublik China 4748 Menschen am oder mit dem SARS-CoV-2-Virus. (1) Im gleichen Zeitraum schieden in Deutschland 11 352 Covid-19-Patienten aus dem Leben. (ebd.) Pro eine Million Einwohner heißt das: 3,3 tote Chinesen, 136 tote Deutsche. Die deutsche Quote an Pandemie-Opfern ist 41mal höher als die chinesische. Aber unsere politische Elite und ihre Empörungsjournalisten werden nicht müde, unisono die Wahrung der Menschenrechte in der Volksrepublik China einzufordern. Als ob das Recht auf Leben und Schutz der Gesundheit nicht das wichtigste aller Menschenrechte wäre. Noch ein Vergleich, zur Abrundung: Am 9. November wurden in Deutschland 13 300 Neuinfektionen gemeldet. In der Volksrepublik 47. (ebd.)

Haben die Nachrichtenredaktionen unserer Leit- und Konzernmedien uns je mit obigem Zahlenmaterial versorgt und darüber informiert, wie schräg die Bundesregierung in der Politik zur Pandemiebekämpfung liegt – und in ihrer Politik gegenüber China? Haben sie uns wissen lassen, dass viele fernöstliche Staaten ähnlich positive Statistiken wie die sozialistische VR China aufzuweisen haben und auch Demokratien wie Südkorea, Taiwan, Malaysia, Neuseeland und Japan bei der Pandemie-Bekämpfung objektiv weit mehr Erfolg hatten als der „Werte-Westen“? Dass sie größeres Verantwortungsbewusstsein und weit mehr Kompetenz bewiesen haben als Kanzlerin Merkels Küchenkabinett?

Nein? Warum nicht? Unsere Massenmedien, der öffentlich-rechtliche Rundfunk voran, ließen diese Erkenntnisse absichtlich nicht ins öffentliche Bewusstsein sickern. Sie hielten die fraglichen Informationen vorsätzlich zurück. Mit auf den täglichen Datensalat des Robert-Koch-Instituts verengtem Blick vermittelten unsere regierungsfrommen Propagandisten stattdessen den Eindruck, Deutschland handle beim Schutz seiner Bürger vor der Pandemie geradezu vorbildlich.
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Die kaukasische Zwickmühle

Quelle Beitragsbild: @RusPerspective via Twitter

Ein Beitrag von Rüdiger Rauls

Vorliegender Beitrag war vor der Friedensvereinbarung zwischen Aserbaidschan und Armenien, der von Russland vermittelt worden war, bereits fertiggestellt. Die Aussagen des Artikels sind aber durch diese Entwicklung unberührt geblieben.

Bisher hat der Wertewesten im Konflikt um Bergkarabach keine eindeutige Position für einen der beiden Kontrahenten bezogen. Eigene Interessen und vorgebliche Werteorientierung machen die Entscheidung schwierig.

Vorgeschichte

„Durch einen von Moskau vermittelten Waffenstillstand“ (1) endete 1994 der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach. Am Ende dieses Krieges kontrollierte die „armenische Seite Karabach und sieben umliegende Bezirke Aserbaidschans …, aus denen die aserbaidschanische Bevölkerung vertrieben wurde“. (2)

Seitdem befinden sich fast 20 Prozent des international anerkannten Territoriums von Aserbaidschan völkerrechtswidrig unter armenischer Kontrolle. Diese widerrechtlich besetzten Gebiete hatten sich eigenmächtig zur unabhängigen Republik Karabach erklärt, wobei diese aber nicht einmal von Armenien anerkannt ist.

Im Jahr 2007 hatten Russland, die USA und Frankreich als Vermittler im Karabach-Konflikt als Grundlage die Regelung ausgearbeitet, „dass der endgültige Status von Nagornyj Karabach durch ein Referendum bestimmt werden soll, an dem alle Bevölkerungsgruppen teilnehmen sollen, die vor Beginn des Konflikts dort gelebt hatten“(3).

Im Januar 2019 sahen die Außenminister von Armenien und Aserbaidschan die Notwendigkeit „konkrete Maßnahmen zur Vorbereitung der Bevölkerungen auf [den] Frieden zu ergreifen“. (4) Vermutlich war das eine Reaktion auf die Veränderung der Kräfteverhältnisse in der Region.  Denn seine Einnahmen aus Öl- und Gaslieferung hatten Aserbaidschan in die Lage versetzt, die eigene Armee aufrüsten und den Druck auf Armenien erhöhen zu können.

Zusätzlich wurden die Aseris von den Türken unterstützt, die sich ihnen als Muslime religiös und als Turkvolk ethnisch verbunden fühlen. Bereits im Jahre 2009 hatte die Türkei den „Türkischen Rat“ gegründet als Zusammenschluss der Turkvölker in Zentralasien, der „den legitimen Kampf des aserbaidschanischen Volkes für die Befreiung seiner besetzten Gebiete“ (5) unterstützt.
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Zunehmende Entfremdung

Zunehmende Entfremdung

Ein Beitrag von Rüdiger Rauls

Weder bei Putin, Trump und Chinas Xi sind sich die politischen Lager in der Ablehnung so einig wie bei Erdogan und der Türkei. Die Sichtweisen des westlichen Mainstreams werden dabei weitgehend vorbehaltlos sogar von jenen übernommen, die sich ihm sonst verweigern. Moralische Empörung jedoch kann die sachliche Analyse nicht ersetzen.

Ungeliebte Volksvertreter

Es ist das vorherrschende Muster in der Darstellung des Wertewestens, dass die Schuld an der Verschlechterung der Beziehungen immer bei den anderen liegt: Putin, Xi Jingping, Lukaschenka, Maduro und natürlich auch Erdogan. Sie sind die Störenfriede in der Welt, denn sie halten sich aus der Sicht der Meinungsmacher nicht an die Maßstäbe, die der Wertewesten für die ganze Welt als verbindlich erklärt hat. Das nimmt man zum Anlass für Strafmaßnahmen, meist in der Form von Sanktionen.

Man muss Erdogan nicht mögen. Man muss auch Putin oder Trump oder Merkel oder Chinas Xi nicht mögen. Aber bei aller persönlichen Abneigung darf eine wesentliche Tatsache nicht übersehen werden: Sie vertreten Hunderte Millionen Menschen. Besonders im Westen werden Emotionalisierung, moralische Empörung und Diffamierung immer wieder als Mittel der Auseinandersetzung eingesetzt. Sie aber sind schlechte Berater, wo es doch eigentlich darum gehen sollte, politische Vorgänge zu erkennen und gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Da hilft nur sachliche und an den Tatsachen orientierte Analyse.

Der türkische Ministerpräsident wie auch die anderen Buhmänner des Wertewestens sind – außer Chinas Xi Jingping – nach Verfahren gewählt worden, die gemeinhin als Maßstab für demokratische Wahlen im westlichen Sinne gelten. Nach diesem Verständnis dürfte es eigentlich keine Rolle spielen, ob die Ergebnisse den Wünschen des Wertewestens entsprechen, denn Wahl ist Wahl. Auch die westlichen Wähler richten sich bei ihrer Stimmabgabe ja nicht nach den Wünschen der türkischen, russischen oder chinesischen Regierung.
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Das autokratische Lock Step-Szenario der Rockefeller Foundation

Bildquelle: https://id2020.org/alliance

Die Rockefeller Foundation arbeitet weiter an ihrem autokratischen Lock Step-Szenario

Beitrag von Raul Diego/Vorwort von Norbert Häring

Vor zehn Jahren veröffentlichte die Rockefeller Foundation das unheimlich vorausschauende, autokratische Lock-Step-Szenario und hat offenbar daran gearbeitet, es wahr werden zu lassen. Die jüngste Initiative in dieser Hinsicht ist eine Kooperation der von Rockefeller finanzierten GAVI-Immunisierungsallianz mit Mastercard und einem Unternehmen für biometrische IDs namens TrustStamp.

Bevor ich auf diese Kooperation zu sprechen komme, möchte ich Sie kurz an eine Auswahl der Annahmen erinnern, die die Erbauer des Lock Step-Szenarios vor 10 Jahren getroffen haben:

  • Eine Viruspandemie mit hoher Ansteckungsgefahr und hoher Sterblichkeit
  • Nicht-autoritäre Reaktion der US-Regierung scheitert
  • Autoritärer chinesischer Ansatz funktioniert viel besser
  • Andere Nationen eifern autoritärer, stark überwachender chinesischer Vorgehensweise nach
  • Ausdauer von mehr autoritärer Herrschaft nach Pandemie
  • Geschockte Bevölkerungen begrüßen mehr Überwachung
  • … und autoritärer Herrschaft
  • Biometrische ID erhält Auftrieb
  • Eine multipolare IT-Welt mit aufkommender US-Dominanz
  • Philanthropische Stiftungen werden Teil der Außen- und Sicherheitspolitik der USA.

Lassen Sie mich Sie auch daran erinnern, dass die Rockefeller Foundation 2017 die Anschubfinanzierung für ID2020 bereitgestellt hat, eine Initiative, die darauf abzielt, jedem Weltbürger bis 2030 eine einheitliche biometrische Identität zu geben. Partner sind Microsoft, die Immunisierungsallianz GAVI und Accenture. Accenture erschien kürzlich auf diesem Blog als Schöpfer – für das Weltwirtschaftsforum – der Total-Control-Dystopie The Known Traveller Digital Identity Project.

In diesem Sinne möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf den folgenden kürzlich erschienenen Artikel von Raul Diego von MintPress News lenken:

Afrika soll Testfeld für „Vertrauensstempel“ für Impfstoffaufzeichnungen und Zahlungssystem werden

Dank einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der von Bill Gates unterstützten GAVI-Impfstoff-Allianz Mastercard und dem von der KI betriebenen Unternehmen Trust Stamp soll eine biometrische digitale Identitätsplattform, die sich „genau so entwickelt, wie Sie sich entwickeln“, in „einkommensschwachen, abgelegenen Gemeinden“ in Westafrika eingeführt werden.
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Merkels Küchenkabinett: Ansteckender Machtmissbrauch

Merkels Küchenkabinett: Ansteckender Machtmissbrauch
Über die Folgen der hochinfektiösen politischen Arroganz schweigt die Tagesschau fürsorglich

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Die Tagesschau hatte das Kleinereignis mit dem großen Symbolgehalt brav per Aufmacher gemeldet, aber den rabenschwarzen Humor hinter der Geschichte beflissen ignoriert: Ausgerechnet Gesundheitsminister Jens Spahn ist an Covid-19 erkrankt und musste sich wegsperren (lassen). (1) Als die Pandemie im Januar Deutschland erreichte, war er der Mann der Stunde mit der größten Klappe: Er habe alles im Griff, so schlimm wie in China werde es bei uns niemals kommen. (2) Spahn wird seine physische Erkrankung problemlos überstehen, es spricht alles dafür. Aber wir alle leiden weiter unter den Folgen seiner Arroganz und der darauf basierenden Serie politischer Fehler. Sie werden uns in mehrerlei Hinsicht noch sehr teuer zu stehen kommen.

Auch diesbezüglich erweist sich die Tagesschau wieder nicht als informativ, trotz ihrer täglichen Wasserstandsmeldungen mit den jeweils aktuellen Infektionszahlen des Robert Koch Instituts. (3) Mit dem Gongschlag 20 Uhr beginnt ihr Hoch-von-Oben. Heutzutage muss ja niemand mehr den Moses machen und den Sinai hinauflatschen, um mit den in Steintafeln gemeißelten göttlichen Weisungen unterm Arm dem Volk als Sprecher des Himmlischen gegenübertreten. Die Tagesschau macht das schon, sie liefert direkt auf die Wunderlampe im Wohnzimmer, mit besorgt-allwissender Selbstgefälligkeit. Zivilisatorischer Fortschritt.

Einmal unterstellt, der evidenzbasierte wissenschaftliche Konsens über Covid-19 trägt:

„Das Sars-CoV-2 hat weltweit mehr als 35 Millionen Menschen infiziert und, laut WHO, bis zum 12. Oktober 2020 mehr als 1.1 Millionen Todesfälle verursacht. Angesichts der zweiten Covid-19-Welle, von der Europa gerade betroffen ist, … brauchen wir eine klare Kommunikation über die von Covid-19 ausgehenden Risiken und wirksame Strategien zu deren Bekämpfung.“ (4, 5)

Dann hat das extralegale Küchenkabinett der Bundeskanzlerin Merkel und der Regierungschefs der Bundesländer auf ganzer Linie versagt. Das deutet sich auch in Äußerungen externer politischer Repräsentanten und Magnaten der Wirtschaft an:
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Venezuela – Wahlbetrug mit Ansage

Am 6. Dezember dieses Jahrs wird in Venezuela ein neues Parlament gewählt. Das Ergebnis dieser Wahl steht für den Wertewesten bereits fest.

Ein Beitrag von Rüdiger Rauls

Wunschdenken und Wirklichkeit

Der Versuch von Juan Guaidó, mit westlicher Unterstützung eine Farbenrevolution in Venezuela anzuzetteln, war 2019 gescheitert. Seinen großen Worten und Ankündigungen folgte eine Niederlage nach der anderen. Er scheiterte an einem Denken, das von westlichen Idealen bestimmt war, und an der Unfähigkeit zu realistischer Einschätzung der gesellschaftlichen und politischen Kräfteverhältnisse in Venezuela selbst.

An der Unterstützung aus dem Wertewesten hatte es nicht gelegen, dass er nicht zum Erfolg kam. Dort hätte man gerne noch mehr für Guaidó getan, wäre er selbst in der Lage gewesen, in Venezuela die Bedingungen für einen Umsturz zu schaffen. Wie weltfremd sein Denken war, zeigte sich am deutlichsten an seinen Versuchen, das Militär zu einem Putsch gegen Maduro zu bewegen. (1)

Guaidós Lageeinschätzungen waren schönfärberisch und theoriegetrieben, seine Planungen stümperhaft. Seine Anfangserfolge bei der Mobilisierung der Massen in Caracas erweckten ein trügerisches Bild von Stärke. Diesem Trugbild fielen er selbst, aber auch seine westlichen Unterstützer zum Opfer. Beide glaubten, dass es nach dem Muster der bisher stattgefundenen Farbenrevolutionen ausreichte, einige Zehntausend auf die Straßen zu bringen, um ein System zu stürzen.

Die Opferbereitschaft seiner weitgehend wohlhabenden Anhängerschaft war aber nicht so groß, dass sie den bewaffneten Volksaufstand zugunsten der eigenen Privilegien eintauschen wollten. Es zeigte sich wieder einmal, dass die luftigen Wunschvorstellungen und intellektuellen Allmachtsphantasien eines Uni-Absolventen etwas anderes sind als das Gewicht der Wirklichkeit.

Das wurde an der Grenzbrücke zu Kolumbien überdeutlich, wohin Guaidó die Massen beordert hatte, die ihm noch in Caracas zugejubelt hatten. Sie sollten Hilfscontainer aus den USA ins Land bringen zur Unterstützung der Armen Venezuelas, ein Trojanisches Pferd des Wertewestens, der Venezuela durch seine Sanktionen erst in diese Lage gebracht hatte. Das sollte der Auftakt sein zum Sturz Maduros. Aber die Massen kamen nicht. Sie blieben lieber in Caracas, anstatt ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

Als ihm die Mobilisierung der Bevölkerung nicht gelungen war, glaubte Guaidó allen Ernstes, dass das Militär ihm in seiner Verzweiflung nun aus der Patsche helfen würde. Wenn auch sicherlich Teile der Armee sich unter anderen Umständen zu einem Umsturz hätte bewegen lassen, so waren sie doch realistisch genug zu erkennen, dass Guaidó ein Blender war. Militärs können sich kein Wunschdenken erlauben. Sie beurteilen die Lage nach Kräfteverhältnissen und realen Gegebenheiten. Das Militär folgte seinen Aufrufen zum Umsturz nicht.
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