… ein Sommermärchen 2021 von Gier und Begeisterung

Beitragsbild: Adam Szalai – ungarischer Nationalist und Chauvinist, in seiner Freizeit Hobby-Fußballer, hat soeben dem Moral-Apostel Deutschland und seinen Flugmeilen-Millionären einen eingeschenkt. Sein Herz schlägt! Noch.

FINNI KOLUMNISTI KATZ‘ – von der UEFA-Fußball-EM, Report (I)

Lekker Einsamkeit
links-liberaler Geifer auf: Nationalismus und Chauvinismus
und ein Sommermärchen 2021 von Gier und Begeisterung

Sportpolitisches und politisches Feuilleton, Hans-Jörg Kramer

Zufälliger Kleinkommentar gibt mir die Entdeckung über meinen selbstgewählten Geisteszustand anno Merkel-2021 (und es folgt mir dann ein Loblied auf die Lekker* Einsamkeit):

„… und politische Extreme von der rechten Seite wollen gerne daraus Honig saugen und nebenbei Homophobie und Rassismus nähren, indem sie sog. Nebenschauplätze, wie Niederknien und Regenbogen-Binde und generell das Fehlen von Nationalismus und Chauvinismus als ursächlich für das Ausscheiden verantwortlich machen. Das ist erschütternd, passt aber zum Bild der von ihrem ‚Flügel‘ vereinnahmten Partei und deren Sympathisanten.“ (Uwe Schweitzer, Forist F.A.Z.)

Der Unterschied von Gier und Begeisterung …

Die wohl gefälligste Ausrede für ‚tSchlands‘ Endstation Achtelfinale: „Wir waren wohl nicht gierig genug“ – brachte am Sehrohr meiner Denkstübchen eine merkwürdige Diskussion über das Wort Gier auf.

Irgendein Forist hat dann die darauf wohl schlüssigste Antwort: „Wenn man sich auf die UEFA-EM freut und (nur) Fußball spielen und seine Nationalfarben vertreten wissen will – dann könne man ja wohl ohne weiteres von Begeisterung sprechen?“

„Wenn man nur noch Produkt seines eigenen Marketings und dem seines ‚Verbandes‘ bleibt, sich mit größenwahnsinnigem Kladderadatsch wie ‚Niederknien‘ und Regenbogen-Makeup aufhält, dafür von der Presse gelobt wird (und man steckt tief tief in der Masse der mich schulter-klopfenden Mehrheiten) und danach noch ultimativ behauptet, er wolle unbedingt Europameister werden, ja dann kann man wohl ganz ohne Zweifel von Gier sprechen.“

Lekker Einsamkeit

Jahrzehnte früher, damals noch in der tiefsten DDR, in der Pop-Band haben wir uns bis auf’s Messer gezofft, was denn nun der nächstbeste Chart-Weg wäre. Und haben uns immer ziemlich schnell wieder geeinigt. Weil, wenn wir uns weiter gezofft hätten, die Zeit liefe ja deshalb nicht langsamer. Damit war der Weg immer vorgezeichnet: Streit und Diskussion ja, aber immer mit einer vortrefflichen Prozess-Ökonomie. Traf letztere nicht mehr zu, trennte man sich bzw. – was mehr wehtat – wurde abgetrennt.

Nur heute – in der so hehren freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres verehrten oberen Kerzenhalters, des Genossen Steinmeier, erschüttert sich das fragile Wesen des Deutschen auf solche Ursachen wie ‚Flügel‘, ‚Vereinnahmung‘ und ‚Sympathisanten‘. Wobei letzteres wohl das Wort mit dem überhaupt innersten Widerspruch in sich bleibt, nochmals herauf dekliniert nur noch zum ‚Versteher‘

So braucht es nicht lange, bis wir im Rhino-Diskurs landen. Namens: Kein Diskurs ist immer noch besser als ein Diskurs, aber noch besser ist Mein Diskurs! In dem Sinne der, den ich hegemonial beherrsche. Trauben von Blasen laufen sich da Merkels Deutsche weltauf und weltab ab.

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Krach um ukrainische Krim, nun also doch russisch!

Beitragsbild. Kollage von Ständige Publikumskonferenz aus © BBC chanel four

EM in London nochmal politischer: Whitehall spielt gegen Whitehall
Krach um ukrainische Krim, nun also doch russisch!

Eine „Lord Nelson“-Kolumne von Hans-Jörg Kramer

Sie wussten schon, wann der Krimkrieg begann? Na, so ungefähr … Genau richtig: am 16.10.1853. Britain erklärte 28.03.54 Russia den Krimkrieg. Und der endete wann? Auch richtig: am 23.06.2021. Und Russland gewann und Britain zog nun endlich mal ab. (Was ja unter Historikern gesagt,) als völlig GaGa ist. Die wohl glätteste Geschichtsverfälschung, die jemals je bei Ständige Publikumskonferenz vorkam. Und ohá: diese Seite verträgt schon so einiges an Lieb‘ Vaterland-Fälschung!

Seit 23.06.2021, also 80Jahrplus1, ändert Whitehall-2 politische Geographie im nördlichen Schwarzen Meer, was aber Whitehall-1 kaum gefällt. Die Lösung: auch Premier Johnson (UK), hoffentlich hat er noch Tapeten-Farbe seiner Mietwohnung aus seiner illegalen Schönheitsreparatur darin übrig, muss jetzt auf allen Landkarten die Halbinsel Krim misch-schraffieren ukrainischer, russischer Globusfarbe.

Frei nach dem witzigen Tischler-Spruch: Junge, Du kannst Dir doch an Deinen zwei Fingern abzählen, was passiert, wenn Du in die laufende Säge greifst, haben die Navy Ihrer Queen einen internationalen Schiedsspruch provoziert – ad hoc quasi angezettelt, heißt: ohne mündliche Verhandlung, vier OFAB250 Splitterbomben (Werbung: 1:87 aus dem Modellbau-Laden) reichen zum Gerichtsurteil, dass Great Britains H.M.S. Defender (‚Verteidiger‘) an einen der fragilen Sockel des Völkerrechts gestoßen hat. Das besagt: Völkerrecht kann nur bestehen aus der Kraft des Faktischen, weniger Rechtlichen. Wer also die handlungsfähige Macht des Faktischen besitzt, der hält dann auch diese sehr spezielle Seite des Völkerrechts auf seiner Seite. Fragen? Bitte schauen Sie auf a) palästinensische Westbank und Oslo-Vertrag b) sämtliche ‚europäische‘ wie US-amerikanische Südsee-Inseln c) Republik China (Taiwan) d) Westsahara (Marokko) e) Missachtung irakischer Parlamentsbeschlüsse zu (US)Ausländer-Abzug und f) last-not least US-amerikanische bzw. NATO-türkische Schürfrechte auf Syrien. An eben diesem feinen Punkt des Völkerrechts scheiterte wohl auch der jüngste US-Einkauf: Die USA konnten Grönland nicht Dänemark ‚abnehmen‘, denn das hätte ja den Art.5-Bündnisfall in der NATO ausgelöst.


Kollage von Ständige Publikumskonferenz aus © BBC chanel four

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Menschenrecht nach Tagesschau-Maß




Menschenrecht nach Tagesschau-Maß

Würde und Ansprüche des georgischen Spargelstechers zählen weniger als der Schmutz an seinen Arbeitsstiefeln

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

In Wahlkampfzeiten wie diesen fällt sie besonders ins Auge: unsere gnadenlose deutsche Rechthaberei, gekleidet in hehren Anspruch gegenüber anderen Staaten und deren Regierungen. Menschenrechte! Ihre Beachtung müsse besonders von Russland und China gefordert und mit transatlantischer Sanktions-Gewalt durchgesetzt werden, belehren uns die herrschenden Parteien, voran die NATO-oliv-Grünen, während westliches Militär beide Länder einkreist. Die Tagesschau vermeldet es brav (1) und vermeidet jegliche Einordnung. „Wir“ sind schließlich immer die Guten, vor unserer eigenen Tür ist allemal bestens gekehrt.

Vergessen die Warnung des Philosophen und Aufklärers Jean-Jacques Rousseau:

„Nehmt euch vor diesen Kosmopoliten in Acht, die in ihren Schriften aus weiter Ferne Pflichten herholen, deren Erfüllung sie in Bezug auf ihre eigene Umgebung verächtlich zurückweisen. Ein solcher Philosoph liebt die Tataren, um dessen überhoben zu sein, seine Nachbarn zu lieben.“ (2)

Wir haben uns längst an die Besessenheit gewöhnt, mit der die Berliner Politdarsteller und ihre Durchlauferhitzer in den Mainstreammedien lautstark die Wahrung der Menschenrechte fordern, mit Blick nach Moskau oder Beijing.
Geradezu klassisch die Tagesschau-Berichterstattung über das Treffen der NATO-Spitzen unter ihrem US-Anführer Joe Biden. (3) Von NATO-Plänen für eine offensive „Neuausrichtung“ auf China und Russland war da die Kraftmeierei; die militanten und aggressiven Vertreter des Wertewestens versuchten dem friedenswilligen Rest der Welt einmal mehr weiszumachen, dass Drohungen, Bezichtigungen, Hochrüstung und aggressive Propaganda Ausdruck erfolgversprechender Diplomatie seien – weil dahinter eine gute Sache stehe.

Unsere „Verfassung im Kleinen“, der Grundgesetz-Artikel 20, definiert Deutschland als föderale Demokratie, als Rechtsstaat und Sozialstaat. (4) Auch die Präambel sowie die Artikel 1, 9 und 25 verpflichten uns zum Frieden und zum Respekt vor den Menschenrechten weltweit. (5) Wie wenig das Grundgesetz noch die Realität unseres Gemeinwesens formt, könnte uns allerdings bereits ein Blick auf unsere 2,6 Millionen in Armut lebenden Kinder lehren. Weiterhelfen könnten auch eine gründliche Befassung mit den menschenfeindlichen Umtrieben unserer Geheimdienste oder das Nachdenken über die völkerrechtswidrigen, nicht von den UN gedeckten Bundeswehr-Auslandseinsätze. Ganz zu schweigen von deutscherMitwisserschaft und direkter Mittäterschaft bei den zahllosen extralegalen Hinrichtungen und Massakern der USA (per Drohnen zum Beispiel).

Heuchelei ist deutsche Staatsräson

Auf der Suche nach dem Verbleib der Menschenrechte im NATO-Einflussbereich wäre zudem ein Blick ins Schatzkästlein der USA angeraten: Todesstrafe und grausame Hinrichtungsmethoden, vollkommene Rechtlosigkeit im Foltergefängnis Guantanamo, rassistische Übergriffe der US-Polizei gegen die eigenen Bürger, anarchische Wahlverfahren, unzählige Kriegsverbrechen in allen Ländern, die von der US-Soldateska heimgesucht wurden (6) … Davon, dass ARD-aktuell die Erinnerung an all diesen Schrecken in uns wachhielte, kann keine Rede sein. Schon gar nicht, wenn wieder mal Kanzlerin Merkel oder Außenminister Maas die deutsche Bündnistreue zum „Partner“ USA beschwören. Erst recht erweisen TagesschauSendungen sich nicht als informativ bezüglich der systematischen Menschenrechtsverletzungen in „befreundeten“ Ländern wie Kolumbien, SaudiArabien oder Israel. (7)

Mit dem deutschen Menschenrechtsverständnis ist es wahrlich nicht weit her. Das lässt sich am „Lieferkettengesetz“ aufzeigen, das kürzlich vom Bundestag beschlossen wurde. (8) Es ist ein Musterbeispiel für die bei uns übliche „Werte“-Heuchelei. Politiker und Journalisten der tonangebenden Medien hatten die Schamlosigkeit, dieses Gesetz als ersten Schritt zu humanen Produktionsverhältnissen, zur Bekämpfung der Kinderarbeit und der an Sklaverei grenzenden Unterdrückungsstrukturen in aller Welt auszugeben. (9) Es ist jedoch kaum mehr als eine Beruhigungspille für engagierte Gutmenschen. Es tastet die vom Westen geschaffenen Ausbeutungsverhältnisse nicht an. Dem kapitalistischen Profitstreben setzt es keine Grenzen. Es erstrahlt jedoch im typischen Berliner Glamour „so tun, als ob.“ Exakt nach Lehrbuch „1984“, präziser noch nach Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“. (10)

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PUBLIKUM’s BUSEN – zitiert das gröbste Holz vor der Hütten

… was DIESE WOCHE am deutschen Wahrheitsministerium liegenblieb und froh des einsam wandernden Straßenkehrers und Einsammlers harrt

Beitrag von Hans-Jörg Kramer

Der Selbst-Ausrottungs-Landtag – im ‚Dem Deutschen Volke‘ tagend.  Gut Volk usurpierend.

Der Geist parlamentarischer Debatte und Gesetzes-Schluss im Deutschen Bundestag hat qualitativ mit dem Begriff vom ‚Bund‘ ja wenig, ja eigentlich nichts mehr zu tun. Denn Bund wäre gebündelt sechzehnverfachte Weisheit. Augenscheinlich hat man sich aber im Laufe 16 Jahre Merkel nun stabil auf die ärmste Wärmeleitung eines von sechzehn verständigt. Ob es eine CDU-Weisheit oder eine SPD-Leitung, käme darauf an, wer das Schlusslicht bildet: Saarland oder Saumagen-Pfalz. Daher spricht hier der Wochenblick, dem im Reichstag tagenden Volksvakuum ab, die Eigenschaft, ein Bundesstag, zu sein. Wir geben den MdL(exB) mithin das Recht, noch knapp über ‚europäischer‘ Landkreis- und Stadtverordnetenweisheit zu thronen.

Auch die vergangene Woche wurde ich Hörer und Ihr Hörseher wieder mit Bullshit auf Atem gehalten. Schlechte Handhaltung verschafft beim Eintippen solch Bullshits rasch unvermeidliche Entzündung aller Sehnenscheiden in den tapfer abstützenden Gelenken. Beim Schreiben achten Sie also bitte auf Inhalt und innere Haltung auf Armlänge! Henriette Reker’s Weisheit 2016, kann so schlecht nicht sein.

Meldungen der Woche beginnen mit ‚Anti-Russland-Beschluss der Grünen‘ und ‚Lieferkettengesetz‘ – also schon zweimal (!) versuchte nationale Ausrottung seitens unserer Volkskongress-Deputierten.

DEBATTE der Woche:

Bei der Diskussion um den Beschluss der Grünen, das abgetauchte U-Boot Russlandbeziehungen vor dem Naturgesetz des hydro-statischen Drucks zu bewahren, dass solches in aller Regel kaum mehr als 500 Meter Tiefe vertragen dürfe – ist von einer nicht genauen Zahl an Hinterbänklern im Landtag als letzter Versuch verstanden worden, alles für ein schnelles Auftauchen zu machen. Nur AfD und DIE LINKE waren die wenigen, die von dem Boot dieser Wahnsinnsgrünen noch rechtzeitig abspringen und dem Rest die Bekanntschaft mit Bathyo-Bakterien überlassen wollen. Letztere ja bekanntlich auf die Oxydation von grünem Wasserstoff (Zitat1: „Die haben es weggelutscht wie blöd“) angewiesen. Die üblichen Irren im Landtag glauben mit den Grünen: „es wird beneath the sea in Ringo Starrs Octopus Garden auch ein Neues Leben als dünnpfiffige Deutsche Diätenpfeiffen (mit drei eff) geben“. Man fürchte nur, es würde logisch überfordern, weil Leben ist ja schon weit vor solch extrem-Tieftauchen wie Forrest Gumps eine Schachtel Pralinen. Interessante Pétitesse: „Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ (Hugo) Da braucht es kein Papier. Wer die Bataillone der Geschichte hinter sich weiß, hält seine Standpauke in freier Rede … Während all die ‚Tieftauchtouris‘ auf ihr Manuskript starren mussten, um nicht gar ins Schwitzen zu geraten, kam Klaus Ernst (DIE LINKE) als der wahrhaftige Hans im Glück ans Pult. Freihändig wie gewissenhaft teilt Ernst gründliche Ohrfeigen an Dreiviertel des dort sitzenden Ohrfeigenkörpers aus. Man konnte es schon all Ernstes forschen Schrittes ans Pult ansehen: dieses völlig Idiotische: ‚Spaniens Blaue Division grünt so grün‘ der Grünen kommt Genossen Ernst die schiere reine anti-europäische Idiotie, die Grün ihm anbietet, sehr zupass zur Unterhaltung aller. Ernst hat das mit lauschiger Rede genutzt. ¡Gracias, camarada internacionalista!

1 https://www.mpg.de/4747349/wasserstoff_bakterien

DEBATTEN-REDNER im Profil ‚Verhaltensoriginell‘ der Woche:

Es steht ja dort regelmäßig allein den Grünen zu, den mit Abstand verhaltens-originellsten Redner zu wählen: Manuel Sarrazin, der immerhin schon mal im DLF das Ende eines Flüchtlingselends auf dem Mittelmeer folgend ankündigt: ‚Wenn Deutschland ändern wolle, müssen erst deutsche Handelsschiffe in den Leichenbergen des Mittelmeeres steckenbleiben!‘ Dass der gute Manuel so selten im Landtag erscheint, dacht‘ ich mir: clever, der füllt auf Lampedusa das Mittelmeer mit Diäten und suprematisch toten alten weißen Frauen und Männern auf, um ganz persönlich die deutsche Handelsschiffahrt zu ruinieren. – Aber Irrtum. Sarrazin scheint eher ein sog. ‚Kriegsgewinnler‘, dass er das Elend da unten gar nicht beenden will. Zugegeben: Sarrazins Idee war schon sehr robust. Da das Mittelmeer einige Milliarden versenkte Afrikaner oder o.a. Europäer benötigt, um Schiffahrt derart nach der Sarrazin-Methode zu behindern, ginge so endlich das Alleinstellungsmerkmal vom Zentralrat der Juden akut auf den Zentralrat der Afrikaner über. Oder dem der Europäer. Je nachdem was Manuel Sarrazin dort zu kanistern gedenkt. Sprudel wird’s nicht sein. Infernal seine Russlandbashing-Rede im Plenum. Was den militanten Umgang mit Russland betrifft: einer der mit Leichenbergen schlafen geht und morgens gleich weiter die Berge flügt, ist der richtige Experte für Habecks Reichskommissariat-Ostukraine.

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Die Tagesschau ist den „Diensten“ zu Diensten

Bildquelle: Netzwerk Recherche/Foto: Raphael Hünerfauth

Die Tagesschau ist den „Diensten“ zu Diensten

Kritischer Journalismus hat in der ARD-aktuell abgedankt / Wasserträger der Regierung und ihrer Geheimdienste bestimmen den Nachrichtengehalt

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

„Nach Informationen des Rechercheverbundes von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung …“ Jeder Tagesschau-Konsument kennt die Floskel. In Entsprechung dazu gibt ARD-aktuell den Bundesinnenminister als Apostel der unbefleckten politischen Erkenntnis aus, denn es geht der Redaktion ja nur um die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Gleichgültig, ob unverschämte Preisvorstellungen eines Impfstoff-Entwicklers „enthüllt“ (1), regierungskritische Zeitungen bzw. Internet-Magazine des linken bzw. rechten Extremismus‘ bezichtigt (2, 3, 4) oder Parteien mit dem Brandmal „verfassungsfeindlich“ stigmatisiert und geheimdienstlich „beobachtet“ werden (5): Anklage, Urteil und Vollstreckung gehen da in eins. Der generelle Verlust verfassungsgewollter Normen wird kaum noch wahrgenommen. Schon gar nicht von der Tagesschau.

Die „Dienste“ entziehen sich seit Jahrzehnten der parlamentarischen Kontrolle und bilden einen Staat im Staate (6, 7). Gerade eben erst wird das wieder sichtbar, im Untersuchungsausschuss zur „Aufarbeitung“ des Anschlags auf dem Breitscheid-Platz in Berlin. (8) Da tanzen die Zeugen des Verfassungsschutzes den Abgeordneten auf der Nase. Mit Recherchen nach Ursachen und Schuldigen des Staatsversagens tut sich der „Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ“ hier allerdings nicht hervor.

Auf Journalist machen darf jeder

Wer sich ohne entsprechende Voraussetzungen als Arzt ausgibt oder als Gerichtsvollzieher, landet früher oder später vorm Kadi. Wer als Journalist auftritt, braucht derlei Unbill nicht zu fürchten, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Deshalb soll uns hier nicht interessieren, auf welchen Wegen der ausgebildete Notargehilfe (9) Georg Mascolo zum Chefredakteur des SPIEGEL avancierte. Bemerken aber wollen wir: Er ist ein transatlantischer Hardliner, Mitglied sowohl des die USA verherrlichenden, Vitamin B-angereicherten Vereins „Atlantikbrücke“ als auch der „Core Group“ der Münchner „Sicherheitskonferenz“. Beim ehemaligen Nachrichtenmagazin konnte er sich trotzdem nicht halten, er flog dort raus. (10)

Eine solche Vorgeschichte qualifiziert immerhin für eine Karriere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk unserer Tage. Besonders, wenn man die richtigen Freunderln hat, Kumpels, die auf gleicher Wellenlänge senden und sich ebenfalls auf der „Atlantikbrücke“ sauwohl fühlen: WDR-Intendant Tom Buhrow beispielsweise, oder Stefan Kornelius, der militante Rechtsausleger und leitende Politredaktionär der „Süddeutschen“. In diesen Kreisen wird Mascolo als „einer der herausragenden Rechercheure des Landes“ beweihräuchert. Er melkt halt seine Kontaktleute in den Diensten – oder die Kontaktleute der Dienste füttern ihren Mascolo. Eine unappetitliche Symbiose, egal von welcher Seite betrachtet.

Es stinkt zum Himmel

Mascolo verdient für seine „Leistungen“ im „Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ“ bereits in der Königsklasse (11), kriegt damit aber den Hals nicht voll. Er vermarktet seine „Erkenntnisse“ außerhalb der Tagesschau, bei kommerziellen Medien. Über sein zusammen mit Ehefrau Katja Gloger verfasstes Buch über die Covid-Pandemie interviewt ihn dann wieder der NDR und macht damit kostenlos Werbung für ihn und den Verlag (12) – und keinen Verantwortlichen im Sender stören das eklige Gemauschel und Mascolos Raffke-Mentalität.

Katja Gloger ist Vorstandsmitglied der „Reporter ohne Grenzen“, und Göttergatte Georg gehört dem Kuratorium dieses Vereins an. (13) Der firmiert gerne als Nicht-Regierungs-Organisation, NGO, und wird daher von der Tagesschau häufig zitiert. Er finanziert sich allerdings zu 41 Prozent aus staatlichen Mitteln (14), ah ja, aller Segen kommt von oben … Dass Katja Gloger auch Mitglied der „Atlantikbrücke“ ist, fördert vermutlich die eheliche Harmonie. Wir wollen da nur schnell noch ergänzen: Die „Atlantikbrücke“ ist eine Ausgründung der CIA. (15)

Die Frage, ob sich das Ehepaar Mascolo-Gloger auf der Bettkante oder am Küchentisch über seine Geheimdienstquellen und dortigen Schutzpatrone austauscht, kann uns kalt lassen. Wir merken hier nur an, dass sich Mascolo als „Leiter der NDR/WDR/SZ-Recherchekooperation“ nicht mit aufregenden Erkenntnissen über die Wirtschaftskriminalität hervortut, nicht mit Enthüllungen über organisierten Kindesmissbrauch, die Drogenmafia oder Waffenhändler glänzt, sondern hauptsächlich mit Informationen aus Geheimdienstkreisen hausiert. Damit macht er seine Punkte und sichert zugleich die Schmutzarbeit der „Dienste“ publizistisch ab.

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GRÜNER fordert im Radio die staatliche Vorzensur NATO-unerwünschter Bürgermeinung

Der neue Faschismus wird nicht sagen: ICH BIN DER FASCHISMUS! Er wird sagen: „Ich bin der Antifaschismus!“ [1]

GRÜNER fordert im Radio die staatliche Vorzensur NATO-unerwünschter Bürgermeinung

Beitrag von Hans-Jörg Kramer

Zum Beitragsbild: „Nicht das Ende des Römischen Reiches – nur das gewollte Ende eines Caesaren damals, wie Zaren heute – ein gnadenloses Feindbild der sog. Kurland-Grünen“  –  Bild aus DDR-Mosaik No.18, verlegt Mai 1958: ‚Der Angriff aus der Luft‘   © Stiftung Haus der Geschichte, Bonn

Haben Sie je erlebt, dass … Zuschauer Benito M. meinen Jörg Schönenborn im wdr-Presseclub anruft? Ihr Erlebnis wäre ein sehr Zweigeteiltes. Dass sich Zuschauer Benito M. sich die Finger wund telefoniert, wäre das eine. Dass Jörg Schönenborn einfach nicht abnimmt, wäre das andere. Logisch! Wer nimmt beim wdr schon den Hörer ab, um zu wissen: „Sono Missiluno, niente Mussolini, il fascista, mi capisci?“

Kritische Fragen zum Medienauftritt des Manuel Sarrazin (GRÜNE) bei ‚kontrovers‘-live, 31.05.21 – Deutschlandfunk

Seit der jungfräulichen Grünen-Kanzleringeburt Baerbocks muss man annehmen, die Grünen werden nun im Nachfeld von allen guten Geistern verlassen. Aber solch Bild ist nicht schlüssig denn nur unvollständig: nicht nur die guten Geister verlassen das Grünenstaatsschiff, die bösen Geister entern längst an Bord und die Bösen wollen die vorigen Guten ablösen. Sie erklären die freiheitlich-demokratische Ordnung für nicht der Verteidigung Europas wertig. Schritt No. 1 „Das Verbot fremder Sicht, die republikanischen Verstand eines liebenden wie strafenden grünen Kriegsgottes stört!“ – Weil sie aber nicht halbwegs so diszipliniert auftreten, wie anno 33 die illustren Demokratie-Gäste vom Berliner Kaiserhof, könnte das mit Grün doch noch scheitern. Soviel Pech, sagt der Autor voraus, dürfe man aber nicht hoffen. Wir Deutsche haben ein Faible für selbstverursachtes Begängnis unter patriidiotischem Banner. Völkisch nicht, transatlantisch.

Was jetzt am Bundesamt für Verfassungschutz in Köln auch zum schlechten Gewissen werden müsse. Denn das jüngste Auftreten einiger Grüner, nämlich die vom ost-kommissariaten
„Baltenflügel (OKB-grün) wie Ehepaar Füxx-Beck, Sarrazin und nun auch offensichtlich mariupol-ovid-21 infiziertem Partei-Chef Habeck“ brächte das Bundesamt in eine hanebüchene Notdurft. Es müsste beginnen, AfD und Grüne mit zweierlei Maß zu messen. Wenn es bei AfD einen ‚völkischen Flügel‘ gibt, der der gesamten AfD mittelbar zum Verdachtsfall auf Extremismus verhilft, so kann dies, sachlich geurteilt, für den unverbrämt faschistischen Balten- und Kurlandflügel bei den Grünen dann nicht minder gelten. Fast sollte man meinen, sie besäßen eine Gewissheit von Geschichte wie Waffen-SS vom Endkampf Europas. Da erstere (AfD) jetzt und hier nicht das Thema, will ich nicht werten, ob die die verfassungsmäßige Ordnung beseitigen wollen. Was ich aber als Wertung nicht einmal wagen muss: In Bjelorussland und in Russland wollen unsere Baltenfreunde unter den Grünen die verfassungsgemäße Ordnung beseitigen, was sie ja selbst kaum noch verhüllen. Fast wartet man nur noch auf den verruchten Begriff der Endlösung. Somit müssen auch Baerbock und Habeck bald entscheiden, ob sie sich von den berüchtigten Balten- und Kurlandfreunden trennen müssten, statt sich derer Losungen anzunehmen, um nicht alle Grüne als gnadenlose Kriegs-Extremisten für den VerfSchutz zu outen. Nicht angemessen für die moderate Generation Trittin.

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Frau Kanzlerin, Sie sind … mit Verlaub!

Beitragsbild: Die MiG-29 gab es tatsächlich… zwar … jedoch kam sie uns doch sehr freundlich entgegen. Sie schlug uns einen Uhrenvergleich vor, richtig: 10:03 Uhr.
Und einem versteckten Spott: „Komme ich wieder zu spät zum Roten Platz. Na parad!“

Frau Kanzlerin, Sie sind … mit Verlaub!

von Hans-Jörg Kramer

Thomas Röper vom Anti-Spiegel nutzt freundlicherweise seine erfolgreiche russische Integration, um an die Quellen zu gelangen, an die wir hier in Deutschland und mäßig gepflegter Praxis des Russischen schlechterdings (ver)passen müssten. Röper ist an den ‚Funkcode‘ der RyanAir-Crew gelangt, der von Minsk veröffentlicht ist und hat ihn auch fleißig ins Deutsche übersetzt.

Jetzt liegt es an NATO und E.U. das folgende als ‚dreist gelogen‘ zu dementieren. Das advokatische ‚Herr Richter, wir dementieren mit Nichtwissen!‘ wird hier kaum mehr der Glaubwürdigkeit der E.U. dienen können. Wenn also Brüssel nicht faktenmäßig dementiert, müssen wir vom folgenden Dialog  überzeugt sein, als tatsächlich so abgelaufen:

© Thomas Röper, St. Petersburg, Anti-Spiegel

verfolge unter: https://www.anti-spiegel.ru/2021/kompletter-funkverkehr-veroeffentlicht-ryanair-piloten-haben-selbst-entschieden-in-minsk-zu-landen/

ATC: RYR 1TZ zu Ihrer Information, wir haben Informationen von Spezialdiensten, dass Sie eine Bombe an Bord haben und diese über Vilnius aktiviert werden kann.

Pilot: 1TZ Standby.

Pilot. 09:31:17: Ok RYR 1TZ könnten Sie die Nachricht wiederholen?

ATC: RYR 1TZ, ich wiederhole, wir haben Informationen von Spezialdiensten, dass Sie eine Bombe an Bord haben. Diese Bombe kann über Vilnius aktiviert werden.

Pilot: Verstanden, Standby.

ATC: 09:31:42: RYR 1TZ aus Sicherheitsgründen empfehlen wir Ihnen, auf UMMS (Anm.: Minsk) zu landen.

Pilot: Ok…das…ist…verstanden geben Sie uns bitte eine Alternative.

….

Pilot: Die bomb….direct Nachricht, woher kam sie? Woher hatten Sie die Information darüber?

….

Pilot: Ich höre.

ATC: RYR 1TZ Das Flughafen-Sicherheitspersonal informiert uns, dass sie eine E-Mail erhalten haben.

Pilot: Roger, vom Vilnius Airport Sicherheitsdienst oder von Griechenland?

ATC: RYR 1TZ diese E-Mail wurde an mehrere Flughäfen weitergeleitet.

Pilot: Roger, Standby.

….

Pilot: Könnten Sie noch einmal sagen, dass ich den Flughafen anrufen soll, zu dem die Behörden …(unverständlich) umleiten wollen.

….

Pilot: Können Sie noch einmal den IATA-Code des Flughafens sagen, zu dem die Behörden uns empfohlen haben, umzuleiten?

ATC: RYR 1TZ Roger, standby bitte.

Pilot: OK, ich gebe Ihnen (unverständlich) können Sie noch einmal den IATA-Code des Flughafens sagen, zu dem die Behörden uns empfohlen haben, umzuleiten?

….

Pilot: Ich höre.

….

Pilot: MSQ, danke.

Pilot: 09:41:58: RYR 1TZ Nochmals, diese Empfehlung, nach Minsk umzuleiten, woher kam sie? Kam sie von den Behörden des Abflugflughafens oder des Ankunftsflughafens?

ATC: RYR 1TZ das ist unsere Empfehlung.

….

Pilot: Haben Sie gesagt, dass das Ihre Empfehlung ist?

ATC: RYR 1TZ , Charlie-Charlie.

….

ATC: 09:44:38: RYR 1TZ bitte um Mitteilung Ihrer Entscheidung?

…..

Pilot; 09:44:52: Ich brauche eine Antwort auf die Frage, was der Code des (unverständlich) grün, gelb oder rot ist.

ATC:09:45:09 RYR 1TZ sie sagen, der Code ist rot.

Pilot: Verstanden, in diesem Fall bitten wir um Halten der aktuellen Position.

ATC: RYR 1TZ Roger, halten Sie Ihre Position, halten Sie FL390 Kurs nach eigenem Ermessen.

Pilot: Ok, wir halten nach eigenem Ermessen an der gegenwärtigen Position und bleiben bei FL390 RYR 1TZ.

…. (Anm.: zwei Minuten Bedenkzeit bei RyanAir-Crew)

Pilot:09:47:12: RYR 1TZ wir deklarieren einen Notfall MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY RYR 1TZ. unsere Absichten wären, zum Flughafen Minsk umzuleiten

ATC: RYR 1TZ MAYDAY, Roger. Standby für Vektoren.

Pilot: 09:48:10 RYR 1TZ erbitte Sinkflug auf 10000 Fuß.

ATC: RYR 1TZ , Sinkflug auf FL100.  [hier enden wir, obwohl Mitschrift weiterläuft]

Einige Bemerkungen zu der von ’27 europäischen Ratsmitgliedern‘ behaupteten ‚Flugzeugentführung‘

Frau Kanzlerin Merkels ’schockierende‘ Erfahrung einer ‚beispiellosen Flugzeugentführung‘

Viele kluge Eintöpfe behaupten: Dass es sich um eine ‚Entführung‘ gehandelt habe, belege ja gerade das Radarbild, worin RyanAir fast direkt im Anflug auf Vilnius war. Aber gerade damit stoßen sie auf einen unauflösbaren Widerspruch: „Ja, und warum taten sie es nicht? Es hat sie keiner dran gehindert.“ Die angekündigte MIG-29 hätte einen Abfangpunkt auf weißrussischem Flugraum nicht einmal mit Nachbrenner schaffen können. Zudem saßen 133 weitgehend ‚unbedarfte‘ Passagiere im Flug. Seltsam, niemand dort hat nachweislich die Sensation, sich von einem fremden Abfangjäger begleiten zu lassen, überhaupt bemerkt, geschweige denn gefilmt.

Und weil ja (Vorsicht, Ironie) also von Moskau aus abgesprochen und dirigiert worden war (O-Ton Norbert Röttgen, Manfred Weber), hatten das bjelorussische Sicherheitspersonal stundenlang auf dem Rollfeld damit zu tun, die vielen vielen gezückten Smartphones einzusammeln, um die ‚zwanghafte Sichtung einer plötzlich auftauchenden MIG-29 wieder aus dem Gedächtnis der Menschheit, hier der NATO-Neugierde, zu löschen‘ – oder habe ich etwas missverstanden, Euer Völkertribunal-Ehren?

Kann Minsk denn, eine freundlich wie kommunikative Liebe, denn Sünde sein?

Wie wir im Hauptartikel „Tu quoque Lukaschenka“ schon im Kern auflisteten, hatte der Zwischenfall vom 23.05.2021 nahe der bjelorussisch-litauischen Grenze, der augenfällig gar nicht mal so bezeichnet werden müsse, auffällige Parallelen zum ‚Kiev-Incident‘ von Flug EW-456PA einer Belavia-Boeing737 vom 21. Oktober 2016.

Nun werden wir aber gut wie böse überrascht: eines zeichnet sich ganz offensichtlich ab: keine Bedrohung vom weißrussischen Boden aus – keine sog. „Zwangshandlung von Minsk“, nur ganz freundliche Plauderei.

Weil es ja um eine schöne Parallele zu Kiew handelt: die Flugaufsicht hat am 21.10.2016 von Minute 1 an Druck aufgebaut und mit der Verfolgung mit Kampfflugzeug gedroht, um EW-456PA dem Willen der ukrainischen Strafverfolgung zu unterwerfen. Wir wiederholen, weil so wichtig: Die Drohkulisse stand von Beginn an.

Auf Zeitleiste abgeglichen, käme dann folgender Zusammenhang am Widerbild vom 23.05.2021 zum Tragen, Zitat: „09:31:17: Ok RYR 1TZ könnten Sie die Nachricht wiederholen?“

Noch knapp 14 Minuten später (!) tritt im Funkverkehr zwischen RyanAir-Crew und Bodenaufsicht keinerlei Stimmungswechsel auf. Es herrscht weiterhin ‚business-as-usual‘. Denn kurz nach 09:45:09 (worin RyanAir bestätigt: „sie sagen, der Code ist rot.“ und bittet: „Verstanden, in diesem Fall bitten wir um Halten der aktuellen Position.“) – heißt es von Minsk her: „09:45:09 ATC: RYR 1TZ Roger, halten Sie Ihre Position, halten Sie FL390 Kurs nach eigenem Ermessen.“ (Anm.: unsere Hervorhebung)

Heißt übersetzt: Minsk bestätigt 09:45 immer noch (und das ist wichtig!) (1) Flugrichtung Ziel Vilnjius und (2) unveränderte(!) Flughöhe 39.000 feet, also wesentlich höher 10.000 m (… und in gefährlicher Nähe zum ersterrichteten bjelorussischen KKW.)

Kommen wir zu 09:47:12 Notfall MAYDAY, MAYDAY – was sagt Peter Haisenko, erfahrener LH-Flugkapitän zur Position des Flugkapitäns ‚als-Chef-jeglicher-Manöver‘

Peter Haisenko schreibt schon Stunden vor Veröffentlichung des Funkcodes am 25.Mai in seinem Beitrag „Erzwungene Landung in Minsk? – Die Geschichte stinkt!“

https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20211/erzwungene-landung-in-minsk-die-geschichte-stinkt/

Peter Haisenko: „Ein halbwegs erfahrener Kapitän weiß, dass noch niemals eine Bombe an Bord eines Flugzeugs war, das eine Bombendrohung erhalten hat. So sollte man mit Bombendrohungen einigermaßen entspannt umgehen und ich weiß, wovon ich spreche.“

Peter Haisenko: „Bei einer Bombendrohung kann der Kapitän Luftnotlage erklären und damit steht er über allen Vorschriften. Er darf alles tun und anfordern, was er für nötig hält und es steht ihm jede Unterstützung zu. Dieses eherne Gesetz ist allen Fliegern ‚heilig‘. Auch oder besonders Kampfpiloten.“

Hier kommen wir also zu einer völligen Umdrehung einer ‚Luftherrschaft‘ zwischen Kiew / 21.10.16 und Minsk / 23.05.21. Heißt: Kiew – keine Bombe an Bord, sondern Drohung vom ukrainischen Boden, der sich die bjelorussische Crew notgedrungen beugt.

Nach fliegerischer Bewertung Haisenko übt der RyanAir-Flugkapitän IATA-regelgerecht seine Dominanz, die alleinige Luftherrschaft, aus. Er lässt sich zwar laufend beraten, bedingt sich Bedenken aus und entscheidet da autark in alleiniger Selbstherrschaft. Ein Begriff, den Weißrussen allzugut in Erinnerung haben.

Und dann folgt das, was Haisenko voraussagt:

Pilot: 09:47:12: RYR 1TZ wir deklarieren einen Notfall MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY RYR 1TZ. unsere Absichten wären, zum Flughafen Minsk umzuleiten

ATC: RYR 1TZ MAYDAY, Roger. Standby für Vektoren.

Pilot: 09:48:10 RYR 1TZ erbitte Sinkflug auf 10000 Fuß.

 MIG-29 – nach Helmut Kohl, eine Gnade der späten Geburt

Hier wollen wir auch er Meinung des LH-Flugkapitäns Haisenko glauben: „… jede Unterstützung … ist allen Fliegern ‚heilig‘. Auch oder besonders Kampfpiloten.“

Selbst wenn nicht: Erfolgt kein westliches Dementi zum veröffentlichten Funkcode, so kann es auch nur wenig Zweifel an der weißrussischen Aussage geben, ein Abfangjäger sei 16 Minuten nach Ausrufung des Luftnotstands MAYDAY (09:47:12) von einem unbekannten militärischen Rollfeld gestartet. Dies wäre dann zeitgerecht gegen 10:03 Uhr geschehen. Hätte sich ein RyanAir-Flugkapitän als wirklich ausgesprochener Schwachkopf erwiesen, dann hätte er eine Vortäuschung falscher Absichten begangen, aber wäre damit längst im Landeanflug auf Vilnjius. Da hätte er sich in seinem künftigen Berufsleben aber auch zum Gespött seiner vielen Kollegen gemacht. Er hätte nicht einmal von Herrn Stoltenberg einen Heldenorden verliehen bekommen. Abgesehen, dass sich daraus förmliche diplomatische Komplikationen zwischen Belarus und Irland hätten ergeben können. Aber noch einmal zur Erinnerung: Flugkapitäne trainieren im Simulator und sind keine Politiker. Und in diesem Beruf herrschen harte Bandagen. Bei Lufthansa gilt: eine Crew, die 60 Tage (Corona-Kurzarbeit-bedingt) nicht geflogen ist, stellt eine allgemeine Gefahr für den Flugbetrieb dar – und muss gnadenlos wieder in den Flugsimulator und wird von einem strengen Instrukteur geprüft. (Quelle: Youtube Lufthansa-Mitflug ‚Im Mittelpunkt‘)

Frau Kanzlerin Merkel eine begnadete Querdenkerin mit vielen unstrukturierten Verschwörungstheorien

‚Europäische Politik, Kanzleramt, Öffentlich-Rechtliche Propaganda-Maschine und Mainstream-Medien‘ und nicht zuletzt hunderte aufgehetzter Foristen haben im vorliegenden MINSK-INCIDENT eines gemeinsam: blühende Phantasie!

Sie glauben ernsthaft: sobald man Reise-Flughöhe erreicht hat, greift die Crew zu Karl May, Band 2 ‚Durchs Wilde Kurdistan‘. Und wenn dann eine wilde Bombendrohung durchgefunkt wird, dann greifen sie zu Henrystutzen und Bärentöter und blättern ‚die wilden Ritte‘ durch, bis Mohammed Emin stirbt.

Den werten Foristen lassen wir das noch mal durchgehen.

Wenn aber EU-Götter-Ratsversammlung, Bundeskanzler- wie Außenamt auf ‚gleicher Wellenlänge funken‘ wie eben auch ausrangierte Kommentatoren, dann dürfte in einigen Teilen der OSZE etwas kräftig aus der vorgegebenen Friedenslinie von Helsinki 1975 schlagen.

Werte Frau Bundeskanzlerin Merkel, wir könnten ihnen straf-nachlassend attestieren, Ihr Kanzleramt besitzt keine ‚Luftfahrtexperten‘, auf die wir uns hier zuzugreifen verstehen.

Aber in den Worten Norbert Röttgens folgend, der dem Kreml ziemlich alles Böse zutraut, kam auch von Ihrer Seite selten Konstruktives zu Ihren Pflichten im Sinne der Grundrechte-Charta-Präambel und der alten OSZE-Idee zur friedlichen Zusammenarbeit und Verständigung in Europa.

Werte Frau Bundeskanzlerin Merkel, Ihnen geht es nur allein um Imperialkommisariate minsk, kiev, smolensk, twer und moskau. Sie träumen von Wachablösung Ost, ein rücksichtsloses Vabanquespiel, wo ihnen gleichgültig ist, wie Millionen Europäer über die Klinge springen müssen.

Unsere aus obigem begründete Meinung:

mit Verlaub,  sie sind … und Charles Michel auch, und Josip Borrel auch, Treppenwitze, Frau Bundeskanzlerin!

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