Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist längst mehr als ein Medienthema – er ist Projektionsfläche für Grundsatzfragen: Staatsferne, Beitragsgerechtigkeit, Föderalismus, politische Balance. Im Entwurf ihres Regierungsprogramms zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt formuliert die AfD vier konkrete Forderungen: Kündigung der Rundfunkstaatsverträge, Einführung eines steuerfinanzierten „Grundfunks“ nach finnischem Vorbild, mehr Eigenverantwortung für den Mitteldeutschen Rundfunk sowie eine politisch neutrale Aufsicht. Quotenmeter analysiert diese vier Punkte und ordnet sie juristisch, historisch und politisch ein. Die wohl zugespitzteste Forderung lautet: „Sofortmaßnahme: Rundfunkstaatsverträge kündigen.“ Gemeint ist damit ein klarer Bruch mit der bestehenden Struktur, um Reformdruck zu erzeugen. Formal ist eine Kündigung eines Staatsvertrags möglich, da es sich …

AfD-Entwurf zum Rundfunk: Was bleibt bei genauer Analyse? Weiterlesen »

Der „Polizeiruf“ aus Halle schaffte etwas ganz Seltenes. Großes, menschliches Fernsehen der ostdeutschen Gegenwart. Mit der dritten melancholischen Moritat „Der Wanderer zieht von dannen“ macht der MDR sein Revier an der Saale dicht. Ein entsetzlicher Fehler. […] Eine Geschichte, die Meyer und Stuber sich allerdings weniger ausgedacht als aufgesaugt haben aus der ostdeutschen Gegenwart. Aus den Verlorenheiten und Verborgenheiten und Verdrängtheiten. Allein schon deswegen müsste der MDR um das Hallenser „Polizeiruf“-Revier ein Reservat bauen. In der ganzen Sonntagabendkrimilandschaft gibt es ohnehin zu wenige originär dem Osten abgelauschte Erzählungen, die es vermögen, als genau jener gesellschaftliche Spiegel unterschiedlicher Regionen zu fungieren, …

Wie der MDR mal eine Legende schuf – und umbrachte Weiterlesen »

Neuer Medienrat für öffentlich-rechtlichen Rundfunk zusammengetreten In der Bauhaus-Universität Weimar ist am Mittwoch erstmals der neu gegründete Medienrat zusammengetreten. Das sechsköpfige Gremium soll künftig prüfen, inwieweit ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen und Impulse für die Weiterentwicklung von Qualität und Angebot geben. […] Die Geschäftsstelle ist an der Weimarer Bauhaus- Universität angesiedelt. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde am Mittwoch von Thüringens Medienminister Stefan Gruhner (CDU) mit der Hochschule unterzeichnet, wie ein Universitätssprecher mitteilte. […] Für die Rundfunkkommission der Länder betonte deren Koordinatorin, die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab (SPD), Aufgabe des Gremiums sei es, regelmäßig festzustellen, „mit welcher Qualität und …

Noch ein Gremium für den ÖRR – Medienrat nimmt Arbeit auf Weiterlesen »

ARD und ZDF zahlen für die Übertragung von jeweils 30 Spielen der Männer-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gemeinsam rund 152 Millionen Euro an Rechteinhaberin Deutsche Telekom. Fast die Hälfte der 104 Partien des Wettbewerbs wird zu nachtschlafender Zeit angepfiffen. […] Beide öffentlich-rechtlichen Sender überweisen jeweils die Hälfte, also etwa 76 Millionen Euro, an den Telekommunikationskonzern als Rechteinhaber. Darin enthalten ist die Umsatzsteuer. Weder ARD und ZDF noch die Telekom wollten sich auf Nachfrage dazu äußern. Sie verwiesen darauf, dass die Vertragsdetails vertraulich seien. [[…] Demnach können ARD und ZDF jeweils 30 WM-Spiele, also insgesamt 60 Partien, live übertragen. Dazu gehören unter anderem alle …

ARD und ZDF zahlen 152 Millionen Euro für WM-Rechte an Telekom – Weiterlesen »

Chef-Sache: Der NDR setzt ab Mitte des Jahres auf ein neues Konzept zur Besetzung von Führungsposten, berichtet „epd Medien“. Künftig entscheiden auch soziale Kompetenzen wie Selbstreflexion und Konfliktfähigkeit – neben der fachlichen Eignung. Dazu führt der Sender wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostiken ein. Hintergrund ist der „Klimabericht“ von 2023, der Mängel in der Führungs- und Kommunikationskultur des Senders offenlegte. Intendant Hendrik Lünenborg betont, dass die besten Journalisten nicht automatisch gute Führungskräfte seien. https://medien.epd.de/article/4258 KLIMABERICHT – Analyse von Unternehmenskultur und Betriebsklima im Norddeutschen Rundfunk  

Die unabhängige Schlichtungsstelle der SRG Deutschschweiz verzeichnete 2025 einen Rekord von 1408 Beanstandungen. Der markante Anstieg ist auf gezielte Kampagnen in sozialen Medien zurückzuführen, die zu organisierten Massenbeanstandungen führten. […] 513 Beanstandungen richteten sich gegen die Satiresendung «Late Night Switzerland» vom 13. April 2025, die von der Ombudsstelle unterstützt wurde. Eine «Impact»-Reportage vom 24. September 2025 über die Zürcher Tantra-Schule «Bodywerk Center» wurde 138 Mal beanstandet und in zwei Kritikpunkten unterstützt. Insgesamt wurden 9,9 Prozent der Fälle ganz oder teilweise unterstützt, gegenüber 8,7 Prozent im Vorjahr, heisst es in einer Mitteilung. Knapp ein Viertel aller Beanstandungen entfiel auf den Nahost-Konflikt. …

SRG-Ombudsstelle: So viele Beanstandungen wie noch nie Weiterlesen »

Über 100 geheime Meetings – Der kontinuierliche Druck Seit 2020 hat die EU-Kommission mehr als 100 geschlossene Treffen mit Social-Media-Plattformen abgehalten. Diese Meetings fanden im Rahmen verschiedener „Task Forces“ und „Working Groups“ statt: EU Internet Forum (seit 2015) – ursprünglich gegen Terrorismus, jetzt für „Borderline Content“ wie „populistische Rhetorik“ Code of Conduct on Hate Speech Working Groups – regelmäßige Treffen zu „Hate Speech“-Definition Code of Practice on Disinformation Task Force mit sechs Untergruppen: Crisis Response Subgroup Elections Subgroup Fact-Checking Subgroup Demonetization Subgroup Transparency Subgroup Empowerment Subgroup DSA Election Roundtables – vor jeder größeren Wahl DSA Workshops – geschlossene „Best Practice“-Trainings In diesen Meetings wurde regelmäßig eine Frage gestellt, die in Dutzenden …

Das EU-Zensur-System: So unterdrückt Brüssel die freie Rede weltweit Weiterlesen »