Der Sender steht zu Recht seit Längerem in der Kritik. Seine „aspekte“-Sendung über Meinungsfreiheit zeigt jedoch, dass das ZDF ausgewogen berichten kann. Wenn es will. […] Moderatorin Katty Salié ließ in der „aspekte“-Sendung „Meinungsfreiheit – Was darf man heute sagen?“ all jene zu Wort kommen, die die Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Regel nicht zu Gesicht bekommen. Wer jedoch erwartete, dass der ÖRR brav das Pflichtprogramm abspult, wurde überrascht. Es wurde eine Reportage zur Meinungsfreiheit, die ohne Framing oder Schubladendenken auskommt. Beim ZDF ist das keine Selbstverständlichkeit. […] Umso überraschender ist, wer in dieser Reportage alles zu Wort kommt. …

Mehr Meinungsfreiheit wagen: Warum diese ZDF-Sendung positiv überrascht Weiterlesen »

Der BR produziert einen Beitrag über islamisch induzierte „Modest Fashion“, in dem Frauen mit Handys verglichen werden. Das scheint dort niemanden zu stören. Als Satire ist es erkennbar nicht gemeint. […] Der Bayerische Rundfunk hat dazu einen Beitrag produziert, der „Mode, die bewusst mehr bedeckt“, nicht als Diktat der Männer, sondern als selbstbewusste Wahl der Frauen darstellt und als Trend, der sich „auch in Bayern“ durchsetze. Verschleierung erscheint hier als Akt der Befreiung, Menschen, die gerade jetzt im Sommer „Haut zeigen“ und damit „Blicke auf sich“ ziehen, sind dagegen eher suspekt. […] Dass das die tiefere Bedeutung dieser Moderichtung ist, …

BR über „Modest Fashion“: Frauen soll man verhüllen Weiterlesen »

Nicht einmal drei Jahre nach der Übernahme des „Mima“ vom Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) mag dem angeschlagene Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) die Einstellung zwar finanzielle Entlastung bringen. Aber weder können Etatkürzungen echte Reformen ersetzen, noch sorgen solche „Einsparungen“ in einem Sender für mehr Wirtschaftlichkeit in der Senderfamilie oder wären im Interesse der Beitragszahlenden – im Gegenteil! So ist der dritte Standortwechsel des Mittagsmagazins gerade keine Reform, sondern vielmehr Ausdruck der Reformbedürftigkeit der ARD-Strukturen. Er verursacht erneut sinnlosen Aufwand beim Ab- und Wiederaufbau der komplexen Redaktionsstruktur, der kostspieligen Studio-Technik und verunsichert ohne Not die vielen Mitarbeitenden, vor allem die besonders vulnerable Gruppe …

Dritter Standortwechsel des ARD-Mittagsmagazins offenbart Reformunfähigkeit Weiterlesen »

Das Netzwerk Recherche (NR) verleiht regelmäßig einen Negativpreis für den “Informationsblockierer des Jahres”, die “Verschlossene Auster”. Diesjähriger Preisträger ist Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Anlass sei die Einschränkung des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes durch die Koalition aus CDU und SPD. Für Journalistinnen und Journalisten bedeute die Gesetzesänderung aus NR-Sicht einen klaren Rückschritt, weil statt einer Einzelfallprüfung nun pauschale Ablehnungen drohen würden. https://bildblog.de/153593/beurlaubt-wegen-ki-berichten-ueber-terror-verschlossene-auster/ Nach einem Anschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang des Jahres hatte die Berliner Landesregierung das IFG überarbeitet und das Recht auf Zugang zu Behördeninformationen eingeschränkt. Der Senat hatte dies mit dem besseren Schutz kritischer Infrastruktur begründet. Kritiker warnten, das sei …

Verschlossene Auster 2026 geht an Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner Weiterlesen »

Für die WM-Rechte zahlen ARD und ZDF Millionen. Doch in den Spielpausen schrumpfen die Hauptnachrichten auf ein Minimum Eine Tagesschau mit über 23 Millionen Zuschauern, ein spätabendliches heute-journal mit „mehr als zehn Millionen Zuschauern„: Oft gibt es das nicht. Das gibt’s eigentlich nur bei großen Fußballturnieren, die halbwegs am deutschen Fernseh-Hauptabend laufen. Nutzen ARD und ZDF nun die Chancen, sich wie immer die immer teurer werdende Rechte an den Fußballspielen gesichert zu haben, um großes, zunehmend kritisches Publikum von den Vorzügen öffentlich-rechtlicher Berichterstattung wie zum Beispiel aktuellen Nachrichtensendungen zu begeistern? Na ja. (…) ARD und ZDF hätten 152 Millionen für …

152 Millionen für WM: Warum ARD und ZDF ihre Nachrichten kürzen Weiterlesen »

Deutschland lebt von innovativer Wissenschaft, Forschung und Technologie. Der Chefredaktion von ARD-Aktuell scheint das egal zu sein. Was kürzlich noch als „Investition in die Zukunft“ galt, soll jetzt weggespart werden. Die „Investition in die Zukunft“ dauerte kaum vier Jahre: Noch im September 2022 hatten Juliane Leopold und Marcus Bornheim aus der Chefredaktion von ARD-Aktuell den Start eines eigenen Wissensressorts angekündigt. Mit dem neuen redaktionellen Bereich, so Leopold damals, reagiere man „auf ein Bedürfnis unseres Publikums nach mehr Hintergrundinformationen und Einordnung von Nachrichten“. […] Es ist nicht das erste Mal, dass die Leitungsebene eines öffentlich-rechtlichen Senders in Zeiten von Sparzwängen die …

Die ARD will ihr Wissensressort abschaffen: Technik, Medizin und Co sind keine Nischen – sondern das Fundament! Weiterlesen »

Eine preisgekrönte Recherche enthüllt erschreckende Muster von Israels Kriegsführung in Gaza. Doch Deutschlands Medien schweigen sich aus. Warum? Am 3. Juni wurde in Lissabon der Europäische Pressepreis 2026 verliehen, das paneuropäische Äquivalent zum Pulitzer-Preis. In der Kategorie „Herausragende Berichterstattung“ gewann die Recherche „What the Wounds Are Telling Us“ (deutsch: Was die Wunden uns erzählen) der niederländischen Journalisten Maud Effting und Willem Feenstra, erstmalig erschienen am 13. September 2025 in der Zeitung De Volkskrant. Ihr zentraler Befund: Schusswunden an Kopf und Brust von 114 minderjährigen, palästinensischen Kindern deuten auf systematisch gezielte Tötungen durch israelische Kräfte hin, sie können kein Zufall sein. …

Ausgezeichnete Anklage: Was Gazas Kinder-Köpfe erzählen Weiterlesen »