Der ZDF-Fernsehrat hat in seiner Juni-Sitzung zunächst die eigene Führung bestätigt, bevor er sich einer Reihe grundlegender Fragen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk widmete. Gerda Hasselfeldt wurde mit großer Mehrheit als Vorsitzende wiedergewählt, Katrin Kroemer, Christoph Becker und Claudia Conen als ihre Stellvertreter bestätigt. Danach wandte sich das Gremium Themen zu, die das ZDF und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt in den kommenden Monaten beschäftigen werden. Fehlerkultur und Rückendeckung In seinem Tätigkeitsbericht ging ZDF-Intendant Norbert Himmler noch einmal auf jüngste Debatten um umstrittene Inhalte ein. Nach einer fehlerhaften Anmoderation zu einem Beitrag zu Ausschreitungen in Belfast habe das ZDF eine Unterlassungserklärung gegenüber dem …

ZDF-Fernsehrat – Zusammenhalt als gemeinsame Aufgabe Weiterlesen »

Nach einer Verhandlung am Bundesverfassungsgericht steht vorläufig fest: Die Erhöhung des Rundfunkbeitrags bleibt aus. Nun wird darüber gestritten, was nun bedroht ist, der Geldbeutel von ARD und ZDF oder die Demokratie? […] Die Selbstsicherheit, mit der ARD und ZDF in dieses Verfahren gegangen sind, ist zumindest angekratzt. Welche Bedeutung sie für die Demokratie haben, bestreitet im demokratischen Spektrum niemand. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Zehn-Milliarden-Apparat, der sich mit Händen und Füßen gegen Reformen wehrt, immer weiter wachsen muss. Die Rundfunkfreiheit geht nicht zuschanden, wenn der Beitrag „nur“ um 28 statt um 58 Cent pro Monat steigt, es ist nicht …

Werden ARD und ZDF bescheidener? Weiterlesen »

Er machte zugleich aber auch klar, worum es im laufenden Verfahren nicht geht. Eindrücke von der Anhörung hochrangiger Vertreter von ARD und ZDF heute am Dienstag vor dem Verfassungsgericht. […] Gerichtspräsident Stephan Harbarth sagte zu Beginn der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe, es seien schwierige Fragen zu den verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine Abweichung von der Empfehlung zu klären. Es geht unter anderem darum, wie die Länder es begründen, wenn sie dem offiziellen Vorschlag der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) nicht folgen. Weitere gesellschaftlich diskutierte verfassungsrechtliche Fragen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie etwa die Meinungsvielfalt seien nicht Gegenstand dieses Verfahrens, …

Rundfunkbeitrag: Verfassungsrichter spricht von „schwierigen Fragen“ Weiterlesen »

Warum Jüngere nicht so unzufrieden mit ARD und ZDF seien, erklärt Stefan Stuckmann. „Das Leben als öffentlich-rechtlicher Fernsehmensch kann kein leichtes sein. Wohin man auch guckt in Medien oder Politik: Immer ist alles zu teuer, zu groß, zu langsam, zu rechts, zu links, zu alt, zu krimilastig, zu helenefischerig. Nie ist jemand zufrieden. Aber wie heißt es im Marketing: Hauptsache, die Leute reden! Wer einen nicht leiden kann, der weiß immerhin, wer man ist. Wie viel schlimmer wird es also, wenn selbst das nicht mehr der Fall ist? Nach Jahren und Jahrzehnten, in denen die öffentlich-rechtlichen Sender sich vor allem …

Drehbücher aus der Hölle Weiterlesen »

Zur Klarstellung: Künstliche Intelligenz ist Text, Journalismus Kontext. Früher sagten sie „United Artists“, wenn sie die eigenen Journalisten loben wollten, heute meinen sie, sagen es aber nicht: „United Bots“. Die Geschäfte eines Verlages kann man zum guten Teil mit KI besorgen, für den Presse-Inhalt sorgt dann ebenfalls KI. Aber was ist das dann noch? Sicherlich nichts, wofür irgendjemand Geld zahlt. Oder für das der Staat den halben Mehrwertsteuersatz gewährt. – Erst nahm Google der Presse die Texte, die Leser und vor allem die Werbeeinnahmen weg, nun lassen sie sich von der KI auch noch die (pseudo)journalistischen Texte schreiben. Das ist kein …

Grundgesetz Artikel Fünf ist für Journalisten gemacht, nicht für KI-Agenten. Weiterlesen »

„Der Deutschlandfunk wird nicht wiederzuerkennen sein.“ Solche und ähnliche düstere Einschätzungen hört nach wenigen Sätzen, wer in diesen Tagen mit Kollegen des Deutschlandfunks ins Gespräch kommt. Zum 30. November will der angesehene Sender sein Programmschema grundlegend reformieren. Im Zentrum des Vorhabens steht, dass die bisherigen Fachsendungen in ihrer derzeitigen Form entfallen. […] Nach den seit bald zwei Jahren von Programmdirektorin Jona Teichmann erarbeiteten Plänen soll es künftig statt der Fachsendungen nur „Hintergründe“ mit wechselnden Themen geben. Dafür soll die Sendung „Hintergrund“ statt bisher einmal pro Tag dreimal täglich laufen. […] Überzeugt scheint der Rat von dem ihm bisher Präsentierten aber …

Radikale Programmreform: Wird aus dem Deutschlandfunk ein „Kessel Buntes“? Weiterlesen »

Der Sender steht zu Recht seit Längerem in der Kritik. Seine „aspekte“-Sendung über Meinungsfreiheit zeigt jedoch, dass das ZDF ausgewogen berichten kann. Wenn es will. […] Moderatorin Katty Salié ließ in der „aspekte“-Sendung „Meinungsfreiheit – Was darf man heute sagen?“ all jene zu Wort kommen, die die Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Regel nicht zu Gesicht bekommen. Wer jedoch erwartete, dass der ÖRR brav das Pflichtprogramm abspult, wurde überrascht. Es wurde eine Reportage zur Meinungsfreiheit, die ohne Framing oder Schubladendenken auskommt. Beim ZDF ist das keine Selbstverständlichkeit. […] Umso überraschender ist, wer in dieser Reportage alles zu Wort kommt. …

Mehr Meinungsfreiheit wagen: Warum diese ZDF-Sendung positiv überrascht Weiterlesen »