„Kulturwandel“ oder Verflachung? Deutschlandfunk plant große Programmreform Der Deutschlandfunk baut sein Programm radikal um: weniger Fachmagazine, mehr Podcasts im Radio und eine neue „Drive Time“ am späten Nachmittag. Mitarbeiter fürchten ein Mainstream-Programm und den Verlust von Expertise, die Programmdirektorin erhofft sich mehr Freiheiten für Projekte. […] Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es erhebliche Zweifel und Widerstände. Die Senderleitung sagt, dass der Deutschlandfunk sich ändern muss, um seine Stärken auch in Zukunft ausspielen zu können. Viele Mitarbeiter sorgen sich, dass diese Stärken stattdessen durch die Änderungen geopfert werden könnten. […] Die Aufsichtsgremien des Senders beschäftigen sich im Juni noch einmal …

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Wie behauptet sich öffentlich-rechtlicher Rundfunk in einer Welt, in der Netflix Streaming definiert, TikTok Aufmerksamkeit organisiert und Google entscheidet, was sichtbar wird? Darüber diskutierten der ARD-Vorsitzende und HR-Intendant Florian Hager und ZDF-Intendant Norbert Himmler bei der re:publica. […] Beide öffentlich-rechtlichen Häuser sehen sich längst nicht mehr primär als klassische Fernsehsender. Vielmehr begreifen sie sich als Teil einer digitalen Infrastruktur für Öffentlichkeit und demokratischen Diskurs. […] Besonders intensiv diskutierten Hager und Himmler die Rolle globaler Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube bei der Herstellung unserer digitalen Öffentlichkeit. Hager und Himmler sehen diese Plattformen durchaus kritisch – gleichzeitig halten sie eine Präsenz …

Hager & Himmler auf der re:publica: „Wir sind Systemmedien – wir sind Medien des demokratischen Systems“ Weiterlesen »

Zu Beginn der Woche hatte der MDR angekündigt, infolge der ausbleibenden Erhöhung der Rundfunkgebühren u.a.  in den kommenden drei Jahren auf Neuproduktionen der Krimireihen „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ zu verzichten. Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz bezeichnete diese Entscheidung als falsch und forderte den MDR auf, diese noch einmal zu überdenken. […] Die Produktionsallianz sieht die geplante Aussetzung von Tatort Dresden und Polizeiruf 110 mit Sorge. Denn: Diese Formate sind herausragende Beispiele des öffentlich-rechtlichen Programms, die seit Jahrzehnten nicht nur für kreative Vielfalt, sondern auch für Beschäftigung und regionale Wertschöpfung in der Region sorgen. Sie bilden dazu …

Produktionsallianz warnt vor Folgen für Mitteldeutschland durch Aussetzung der Neuproduktion von „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ Weiterlesen »

Beim ZDF scheitern Programmbeschwerden oft schon formal. Der Fernsehrat agiert intransparent. Was passiert, wenn der Sender selbst Unwahres verbreitet? Weil es nur allzu menschlich ist, Fehler zu machen, sich falsch zu verhalten, spricht inzwischen wohl jede größere Organisation über ihre „Fehlerkultur“. Meist nur intern, nötigenfalls aber auch öffentlich. […] Der Umgang des ZDF-Fernsehrats mit Programmbeschwerden stützt diesen Eindruck, dass sich das eigentlich als Aufsicht gedachte Gremium gerne als Verteidiger „seines Senders“ versteht. Denn der Fernsehrat strahlt eine regelrechte Unwilligkeit aus, sich überhaupt mit Kritik zu befassen. […] Warum auch immer die Korrekturenseite des ZDF nicht als eigenständiges Telemedienangebot gelten soll, …

Programmbeschwerde beim ZDF: Ein Weg ins Nichts Weiterlesen »

Verlag „Tredition“ streicht KI-Schrott Nach der öffentlichen Kritik reagiert die Self-Publishing-Firma schnell. Alle KI-erstellten Bücher fliegen raus, Käufer erhalten den Preis erstattet. Die SPD dürfte aufatmen. Die Partei hält eine Finanzbeteiligung an „Tredition“. Das Self-Publishing-Unternehmen „Tredition“ aus Ahrensburg, das zu 9,9 Prozent dem Unternehmensbereich der SPD namens Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (ddvg) gehört, hat rasch und umfassend reagiert. Nachdem der Bibliothekar Stephan Wünsche im Blog der Leipziger Universitätsbibliothek und daraufhin auch die F.A.Z. von mit KI erstellten Schrottbüchern berichtet hatten, wurden diese Bände nun aus dem Programm entfernt. Die Titel stammten nahezu ausnahmslos von einem einzigen Nutzer. Er hatte …

Wie die SPD an KI-Schrott mitverdient Weiterlesen »

Der MDR pausiert drei Jahre lang beim „Tatort“ und dem „Polizeiruf 110“. Damit fehlt es nun an Teilhabe und ostdeutscher Repräsentation im ÖRR. https://taz.de/Kuerzungen-beim-MDR-Tatort-und-Polizeiruf-110-pausieren-fuer-3-Jahre/!6178392/ MDR streicht Tatort und Polizeiruf: Spardiktat trifft Publikumslieblinge Programmdirektor Boris Lochthofen erklärte, man wolle nicht in der Breite kürzen, sondern strategische Prioritäten setzen. Die regionale Stärke und Transformationsfähigkeit des Senders sollen bewahrt bleiben. Dennoch sind die Einschnitte massiv: Ab 2027 stellt der MDR die UKW-Verbreitung von „MDR Sputnik“ ein, reduziert seine Social-Media-Aktivitäten um 30 Prozent und streicht Podcasts mit weniger als 6.000 Hörern pro Monat. https://www.telepolis.de/article/MDR-streicht-Tatort-und-Polizeiruf-Spardiktat-trifft-Publikumslieblinge-11291566.html Politik zwingt MDR in die Knie Der MDR muss weiter …

Kürzungen beim MDR: Ermittlungen eingestellt Weiterlesen »

Der Iran gewinnt mit KI-generierten Lego-Clips etliche Schlachten gegen die Trump-Regierung – zumindest im Netz. Millionenfach geklickt, weltweit geteilt: Der iranische Propaganda-Erfolg basiert auf einem Prinzip, das längst ein eigenständiges Genre geworden ist. […] Der Iran hat die Propagandaschlacht im Netz längst gewonnen. Das Institute for Strategic Dialogue (ISD) drückt dies in konkreten Zahlen aus. Demnach haben Views und Likes offizieller iranischer Regierungs-Accounts in den ersten 50 Tagen seit Kriegsbeginn um das 30-Fache zugenommen. Zusammen kommen diese Accounts auf über 900 Millionen Views in den sozialen Medien. Die Trump-Administration ist mit ihrem Material weit entfernt von solchen Zahlen. Hinter den …

Iran dominiert im Slopaganda-Krieg: Mit Legosteinen gegen das Weiße Haus Weiterlesen »