Journalismus am Abgrund – Wenn Journalisten zu Hexenjägern werden Ich hatte in den letzten Tagen einen ausgesprochen unangenehmen Kontakt mit einem Journalisten, der angab für einen öffentlich-rechtlichen Radiosender ein Interview mit mir machen zu wollen. Er sei bei Recherchen zur Medienstrategie der russischen Regierung auf ein Interview gestoßen, dass ich RT Deutsch gegeben hätte. Daher hätte er einige Fragen an mich… Dirk Müller 04.10.2018 Ich bin aufgrund entsprechender Vorerfahrungen bei solchen Anfragen ohnehin schon skeptisch, die mitgelieferten „Fragen“ gaben mir auch einen klaren Hinweis, dass hier jemand eine fertige Meinung hatte und nur noch einen O-Ton zu dessen Bestätigung als …

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Journalisten sollen vor allem die Wahrheit sagen, fair arbeiten, der Adressat ihrer Arbeit ist die Öffentlichkeit, nicht ihr Chefredakteur, die Regierung, oder die Aktionäre ihres Mutterkonzerns, sie sollen die Interessen der Bevölkerung gegenüber den Mächtigen im Auge haben, sie sollen Wichtiges verständlich erklären und bei der Politikberichterstattung darauf achten, was für die Bevölkerung wichtig ist, nicht der Bevölkerung erklären, was die Politik als wichtig für die Bevölkerung erachtet. Der Journalist soll also die Interessen der Öffentlichkeit im Auge haben. Die legitimen Interessen der Öffentlichkeit sind der Nordpol, auf den seine Kompassnadel zeigen sollte. Gut, dass es Journalisten gibt, welche die …

Wikipedia, die McMedien und die Enttarnung von „Feliks“ Weiterlesen »

Pädophilie-Beitrag löste Lynchjustiz aus RTL bringt einen Magazinbeitrag über Pädophile und verpixelt einen angeblich Verdächtigen nur unzureichend. Die Folge ist ein Lynchangriff. Jetzt rügt die Medienaufsicht. http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/medien/medienaufsicht-ruegt-rtl-paedophilie-beitrag-loeste-lynchjustiz-aus-a-1585822 Medienwächter belasten Portokasse von RTL: Nichts wollten sie damals zugeben bei RTL, nicht mal einen kleinen Fehler. Der Sender informierte stattdessen, er habe alles richtig gemacht, journalistisch einwandfrei, was nun aber auch die Kontrolleure der Landesmedienanstalten anders sehen: Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat gestern beanstandet, wie RTL im Juni nach einem Pädophilen gefahndet hat. Der Sender habe damit gegen „journalistische Grundsätze“ verstoßen. Wie die ZAK feststellt, habe RTL damit gegen …

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Der Vorsitzende der Bundespolizei-Gewerkschaft, Ernst G. Walter, hat die Neuverhandlung der umstrittenen Beförderung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert. Semantische Differenzen würden hier aus purem parteipolitischem Kalkül zu Staatskrisen hochstilisiert und auf höchster Ebene getroffene Vereinbarungen wegen fallender Umfragewerte von heute auf morgen wieder infrage gestellt, sagte Walter dem Handelsblatt. Zugleich werde dabei versucht, einen hochverdienten und erfolgreichen Beamten ohne jede Rücksicht auf den dahinter stehenden Menschen regelrecht zu vernichten. Das sei „einfach nur noch widerlich“.

Die Völkerkunde der Massenmedien Wie der Tagesspiegel sich in der Raubkunst-Debatte in den Benin-Bronzen verheddert. Kennen Sie den Unterschied zwischen der Slowakei und Slowenien? Gibt es überhaupt einen? Flandern gehört doch zu Frankreich, oder? Und wie ist es mit Äquatorialguinea, Guinea und Guinea-Bissau. Sind das drei eigenständige Länder oder nur eins oder zwei? Und wo liegen die? Oder wie ist das mit Benin? Gibt es da ein, zwei, drei Benins? Und zu welchem Benin gehören eigentlich die berühmten Benin-Bronzen? Und warum sollte man das alles überhaupt wissen? – Meine Meinung: Es schadet nicht, das alles sauber einzuordnen, wenn man als …

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Jubiläum mit Truppenbesuch – Machtkampf gegen Russland Gespräche über den Machtkampf gegen Moskau sowie ein Truppenbesuch bei der Bundeswehr in Rukla prägen die Kurzvisite von Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Freitag in Litauen. Das Land, in dem fast ein Drittel der Bevölkerung von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht ist, hat seinen Militärhaushalt mittlerweile auf rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht; es gibt einen wachsenden Teil davon für Einkäufe bei deutschen Waffenschmieden aus.

Maaßen kritisierte bei seinem Auftritt im Ausschuss nach Angaben von Teilnehmern laut dpa die Medien. Demnach sagte er am Mittwoch in Berlin, man solle «Hetzjagden nicht herbeischreiben». Er sprach von einer negativen Stimmung der Bürger gegenüber Medien und Journalisten und erklärte, Medien hätten den Titel des Videos mit dem Begriff «Menschenjagd» vom Twitter-Nutzer «Antifa Zeckenbiss« übernommen. (…) Der BfV-Präsident erklärte, anders als von Medien berichtet, habe er «zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass das Video gefälscht, verfälscht oder manipuliert worden ist». Hätte er dies zum Ausdruck bringen wollen, hätte er auch die entsprechenden Worte gewählt, schreibt Maaßen. Er habe dagegen in …

Maaßen kritisiert Medien wegen Verwendung von Zeckenbiss-Video Weiterlesen »