Weniger Öffentlichkeit für ZDF-Programmbeschwerden Bisher legte die Vorsitzende des Fernsehrats, Marlehn Thieme, zu jeder Sitzung einen Beschwerdebericht vor, in dem die von Zuschauern vorgetragene Kritik und die Antwort des Intendanten kurz zusammengefasst waren. So hieß es dann beispielsweise: Unser Lehrer Dr. Specht – Erste Hilfe vom 17.12.2021 Behaupteter Verstoß: Der Petent sieht in der 1998 produzierten Folge der Fernsehserie durch die Verwendung rassistischer Begriffe wie das „N-Wort“ einen Verstoß gegen verschiedene Programmrichtlinien, u. a. das Gebot, ethnische Minderheiten zu achten und die Förderung der gegenseitigen Achtung zwischen Menschen und Gruppen ohne Rücksicht auf ihre Abstammung. Auszug aus dem Beschwerdebericht zur …
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Warum schweigt der MDR zu Baukosten in Halle?
Warum schweigt der MDR zu Baukosten in Halle? Und warum Mitarbeiter zwischen Leipzig und Halle pendeln, erklärt René Martens im „medium magazin“. […] Mitarbeitende der Hauptabteilung Kultur mussten nun schon Ende Januar aus der Leipziger Zentrale nach Halle umziehen – wie vorher bereits Mitarbeitende der Hauptabteilung Gesellschaft. Das führt derzeit noch zu etwas umständlich wirkenden Situationen: Ihre Schreibtische stünden zwar jetzt in Halle, für den Schnitt eines Films müssten sie aber weiterhin nach Leipzig, berichten die Kulturleute. Da ein Film im Wesentlichen im Schnitt entsteht, bleibt somit Leipzig ihr wichtigster Arbeitsort, obwohl sie auf dem Papier nun in Halle beschäftigt …
Rundfunkbeitrag für Werbeschaltungen auf Instagram?
Rundfunkbeitrag für Werbeschaltungen auf Instagram? Wie sieht’s mit den öffentlich-rechtlichen und den sog. sozialen Medien aus? Einerseits kündigte der ARD-Vorsitzende Kai Gniffke kürzlich, auf einer medienpolitischen Diskussion in der CDU-Zentrale in Berlin war das, noch mal wieder die Reduzierung der Social-Media-Accounts der ARD an: „‚Bei vielen stehen Kosten und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis. Wir werden das erheblich reduzieren – wenn es nach mir geht: halbieren.‘ Nach ARD-Angaben gibt es rund 900 Accounts“, meldet digitalfernsehen.de. Dass das die Öffentlich-Rechtlichen gerade in diesem Bereich dringend mehr Transparenz brauchen, belegt dieser sage und schreibe 55 Posts lange Thread auf … nun ja: …
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Zweifel an Regierungskommunikation: Darf der Staat heimlicher Informant sein?
Zweifel an Regierungskommunikation: Darf der Staat heimlicher Informant sein? Ein neues Bundestagsgutachten stellt eine lange geübte Praxis infrage – dass sich Kanzleramt und Ministerien als Undercover-Quellen für Medien betätigen. […] Neben ihrer öffentlichen Medienarbeit – etwa in Pressekonferenzen oder auf Twitter – pflegen staatliche Stellen in Bund und Ländern auch nicht öffentliche und teils vertrauliche Kontakte zu Journalistinnen und Journalisten, etwa in den so genannten Hintergrundgesprächen. Als Quellen der Berichterstattung in Rundfunk und Presse tauchen die Behörden dann entweder gar nicht auf oder undeutlich als „Regierungskreise“. „Von der Bundesregierung und nachgeordneten Behörden ausgegebene Informationen müssen überprüfbar sein, ein gewissermaßen regierungsamtliches …
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Öffentlich-Rechtlicher NDR: „Menschlich sympathisch, aber nicht sehr überzeugend“
Öffentlich-Rechtlicher NDR: „Menschlich sympathisch, aber nicht sehr überzeugend“ Muss die NDR-Spitze nach dem verheerenden „Klimabericht“ zurücktreten? Der langjährige Intendant Jobst Plog findet, darüber muss man reden. […] Das Gutachten kommt unter anderem zu dem Befund, dass die Mitarbeitenden kein Vertrauen in die Geschäftsführung haben, Orientierung und klare Entscheidungen vermissen. Führungskräfte scheuten sich, Risiken einzugehen und eigenständige Entscheidungen zu treffen, heißt es. […] Amtsinhaber sind ja gelegentlich etwas gehandicapt, sich mit den Akteuren der Länder anzulegen. […] Aber dass es ein so generelles Problem gibt, dass Führungsvorgaben fehlen, Strategien fehlen, die Bereitschaft, Dinge durchzusetzen im Dialog von oben nach unten, das …
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Totengräber: Zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Totengräber: Zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk Olaf Zimmermann ist Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates: Ich bin zutiefst enttäuscht vom Agieren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR). Ich bin empört von der Art und Weise, wie einige Intendanten die Krise im ÖRR verstärken. […] Der ÖRR hat seinen Kernauftrag, die Information und die Kulturberichterstattung, immer mehr aus den Augen verloren und damit selbst die Argumente geliefert, die jetzt gegen ihn verwandt werden. Im Sommer dieses Jahres wird im neuen Medienstaatsvertrag die Kultur zum ersten Mal an erster Stelle bei der Programmerfüllung genannt. Doch was machen einige Intendanten der ARD? Immer neue Vorschläge, wo denn gerade bei …
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Das System muss sich reformieren: Der Kulturauftrag als wesentliches Element der Rundfunkreform
Das System muss sich reformieren: Der Kulturauftrag als wesentliches Element der Rundfunkreform Gerhart Baum: Eine entscheidende Mitwirkungsmöglichkeit von innen besteht über die Gremien der Sender. Sie repräsentieren die »Allgemeinheit« und entscheiden innerhalb des gesetzlichen Rahmens über das Programm und dessen Finanzierung. Sie haben das letzte Wort innerhalb der Sender. Bisher standen sie im Schatten der anderen Akteure. Jetzt müssen sie ihre Verantwortung noch entschiedener wahrnehmen. Sie haben in der neuen Medienordnung einen Gestaltungsauftrag und nicht nur einen zur nachlaufenden Kontrolle. Nun sind sie gefordert, Qualitätsziele festzulegen und zu kontrollieren. Ihr Entscheidungsspielraum ist maßgeblich erweitert worden. Sie müssen sich stärker vernetzen. …
