Ein KI-generiertes Video im „heute journal“ hat die Debatte um den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Redaktionen wieder angefacht. Es zeigt sich: Der Branche fehlen KI-Grundlagen. […] Nur sehr wenige Redakteure und Journalisten wissen, wie Große Sprachmodelle arbeiten. Sie vertrauen ChatGPT, Grok und anderen nahezu blind. Welche Vektorisierungen und Wortmatrizen verwendet worden sind, auf deren Basis solch ein Großes Sprachmodell arbeitet, weiß da niemand. Das hat Folgen für die journalistische Arbeit. Denn das führt dann etwa zu Beiträgen wie dem von der „Tagesschau“ am 17. März 2025 über russische Propaganda in westlichen Chatbots. Völlig kritiklos wurde nachgebetet, was eine „Studie“ der …

Ziemlich unbedarft: Das Desaster mit den KI-Richtlinien in den Medien Weiterlesen »

Am Sonntag trafen sich Beamte der US-Regierung mit Kongressmitarbeitern zu einer Besprechung hinter verschlossenen Türen. Laut einer Reuters-Meldung vom Sonntag haben zwei nicht namentlich genannte Personen anschließend über das Treffen berichtet. Nach Aussage der beiden Informanten sollen Mitarbeiter der US-Regierung gegenüber den Kongressmitarbeitern zugegeben haben, dass Iran keinen Erstschlag gegen die USA geplant habe. Reuters schrieb dazu: „Es habe keine Geheimdienstinformationen gegeben, wonach Iran einen Erstschlag gegen US-Streitkräfte plane, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.“ https://www.reuters.com/world/us/pentagon-tells-congress-no-sign-that-iran-was-going-attack-us-first-sources-say-2026-03-02/ Teheran: „Defensive Maßnahmen“ Europas werden als „Kriegshandlung“ gewertet Die politische Führung in Teheran warnt eindrücklich die europäischen Länder davor, sich dem Konflikt Irans …

Iran: „Defensive Maßnahmen“ Europas werden als „Kriegshandlung“ gewertet Weiterlesen »

Ein Gerücht und seine Folgen: Die „Bild“-Zeitung behauptete diese Woche in einer Schlagzeile, die Berlinale-Intendantin müsse gehen. Eine dürre Nachricht – Tricia Tuttle bleibt im Amt. Das ist gut so. […] Hinter der Schlagzeile der „Bild“, die auch einen „Antisemitismusskandal“ sehen wollte, stand eine dürre Nachricht: Weimer, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, hatte für Donnerstagvormittag zu einer Aufsichtsratssitzung der KBB (Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin) geladen, von der aber schon früh am Tag bekannt wurde, dass von einer Ablösung Tricia Tuttles nicht die Rede sein konnte. Man werde mit der Intendantin weitere Gespräche führen. […] Die Manifestationen …

Die Berlinale-Direktorin bleibt Weiterlesen »

https://www.deutschlandfunk.de/zdf-teile-der-mitarbeitenden-versammlung-an-nius-geleaked-100.html Auch die Schlussredaktion hätte als Kontrollinstanz versagt. Versagt hat auch die Kommunikation. So wurde zunächst nur eingestanden, dass die Kennzeichnung als KI gefehlt habe. Tatsächlich sind beim ZDF aber KI-Bilder in Nachrichtensendungen generell nicht erlaubt. Es sei denn, sie sind selbst das Thema. Schausten bedauert das: „Die Tragweite des Themas wurde spät erkannt. Und es schien zunächst so, als sei es nur um einen technischen Fehler gegangen.“ In der Betriebsversammlung am Montag im Beisein von 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dürften die Wogen hochgegangen sein. So verteidigte US-Korrespondent Elmar Theveßen laut Nius-Protokoll seine Kollegin in New York: „Kein einziges Wort …

ZDF: Teile der Mitarbeiter-Versammlung geleaked Weiterlesen »

Die KEF rüffelt in ihrem neuesten Bericht auch die Bundesländer. Durch detaillierte Vorgaben zu Standorten, insbesondere bei der ARD, würden Unwirtschaftlichkeiten im hohen Millionenbereich entstehen. Die zuständigen Länder werfen nun teilweise Nebelkerzen. […] Ein großer Punkt sind die verschiedenen Standorte der ARD, dabei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Arten: Die einen, die von den jeweiligen Bundesländern staatsvertraglich festgeschrieben sind, und solche, die sich die ARD aus eigenen Stücken leistet, um in allen Regionen der Republik präsent zu sein. Vor allem die ersten Standorte sind interessant: Von den insgesamt 207 Liegenschaften der ARD liegen 76 – also mehr als ein Drittel …

Millionengrab per Staatsvertrag? KEF setzt Länder unter Druck Weiterlesen »

Mehr als 100 Rügen hat der Deutsche Presserat im Jahr 2025 ausgesprochen. Besonders viele Beschwerden gab es über einen Nahost-Beitrag bei Springer. Die zunehmend polarisiert geführten Debatten in Deutschland fordern auch den Deutschen Presserat heraus. Laut dem Jahresbericht 2025, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde, wurden 2.636 Beschwerden an das Selbstkontrollorgan der Presse gerichtet, die erstmals zu mehr als 100 öffentlichen Rügen wegen des Verstoßes gegen die Regeln des professionellen Journalismus führten. Die Zahl war noch nie so hoch seit der Gründung des Presserats 1956. Sprecher Manfred Protze betonte deswegen: „Ethischer Journalismus ist für die Demokratie elementar“. 2025 bildete …

Beschwerden beim Presserat: So viele Rügen wie noch nie Weiterlesen »

Die Programmgrundsätze, die für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelten, sind klar formuliert: Die Sender haben, so regelt es der Medienstaatsvertrag, unabhängig, sachlich und wahrheitsgemäß zu berichten. Auf zwei Wegen sind Programmbeschwerden an das ZDF weiterhin möglich: an den Intendanten oder den Fernsehrat, das fürs Programm zuständige Aufsichtsgremium. Für den zweiten Fall wurden die Regularien klarer gefasst. Die sogenannte Beschwerdeordnung wurde novelliert. Sie ist Teil der ZDF-Satzung, die noch in weiteren Punkten modifiziert wurde. Mitte Dezember vorigen Jahres beschloss der Fernsehrat sämtliche Änderungen an der Satzung. Seitdem ist nun eindeutig geregelt, dass an den Fernsehrat gerichtete Programmbeschwerden insgesamt neun Kriterien erfüllen müssen …

ZDF: Neue Regeln für Programmbeschwerden Weiterlesen »