Armin Wolf, Nadja Bernhard, Martin Thür, Raffaela Schaidreiter, Karim El-Gawhary, Eva Linsinger, Stefan Lenglinger und viele hundert weitere Redakteurinnen und Redakteure des ORF protestieren seit Mittwoch öffentlich gegen Machtmissbrauch, Parteipolitik und politische Besetzungen, „Täterschutz statt Opferschutz“ und andere Mängel, Kritikpunkte sowie Fehlverhalten im ORF. „Wir wollen unsere Arbeit machen und nicht mit Skandalen und Misständen in Verbindung gebracht werden, für die wir nichts können“, erklären ORF-Journalisten die gemeinsame Aktion auf Social Media und einer eigenen Webseite unter dem Hashtag „#nichtmituns“. Die Aktion wird privat von den Journalistinnen und Journalisten organisiert; sie betonen, das sei keine Aktion des ORF. https://www.derstandard.at/story/3000000318741/hunderte-orf-journalistinnen-protestieren-gegen-machtmissbrauch-und-parteipolitik-im-orf

Dein Selfie trainiert den Überwachungsstaat. Heute beschließt die Bundesregierung das größte Überwachungspaket seit 20 Jahren. Übersetzt aus dem Behördendeutsch heißt das: Unternehmen dürfen alle Bilder aus dem Netz scrapen, biometrisch rastern und den Zugang zu ihren Datenbanken an Behörden verkaufen. Dein Urlaubsfoto wird Trainingsmaterial. Der nächste Schritt ist dann nur noch eine Frage der Zeit: Gesichtserkennung im öffentlichen Raum. Parallel sollen Anbieter wie Palantir Behördendaten massenhaft auswerten. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird dabei nicht verteidigt, sondern verhandelt und unsere SIcherheitsinfrastrukturen an dubiose Unternehmen privatisiert. Und dazu kommt noch die Vorratsdatenspeicherung, die letzte Woche vom Kabinett auf den Weg gebracht …

Wir bauen einen Überwachungsstaat, den wir schlüsselfertig übergeben könnten. Weiterlesen »

Der Westdeutsche Rundfunk steht vor einem beispiellosen Umbau, denn wie Intendantin Katrin Vernau bekannt gab, ist geplant, das Programmportfolio des Senders massiv zusammenzustreichen. Dabei will die Anstalt bis zum Jahr 2030 die Anzahl ihrer Angebote, die derzeit bei über 600 liegt, auf maximal 300 reduzieren, womit ein tiefgreifender Einschnitt verbunden ist. Dieser Schritt wiederum ist Teil einer neuen Digitalstrategie, mit der der WDR sowohl auf den veränderten Medienkonsum als auch auf den anhaltenden finanziellen Druck reagiert, sodass eine umfassende Neuausrichtung des Senders angestrebt wird. Alles zu Halbierung des WDR-Programms bis 2030. […] Um in der digitalen Medienwelt konkurrenzfähig zu bleiben, …

Radikaler Sparkurs beim WDR: Programmangebot wird bis 2030 halbiert Weiterlesen »

Wirtschaftsministerin Reiche sagt die Unwahrheit – und die „Tagesschau“ verbreitet sie In der Bundespressekonferenz behauptete Katherina Reiche vorige Woche, ihr Ex-Arbeitgeber Westenergie betreibe kein Gasgeschäft. Was nicht stimmt, aber trotzdem von der „Tagesschau“ vermeldet wurde, ohne Einordnung. Dabei wäre Reiches falsche Aussage so leicht zu überprüfen gewesen. Reiche war 4 Jahre Geschäftsführerin vom Verband kommunaler Unternehmen – einem eingetragenen Lobbyverband u.a. für Gas. (…) Diese Nachfrage gefiel Katherina Reiche (CDU) offensichtlich nicht so gut. Am vergangenen Mittwoch war die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie zu Gast in der Bundespressekonferenz. Gegen Ende der Fragerunde wollte der Journalist Tilo Jung wissen, ob …

Falsche Behauptungen in der BPK: Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche (CDU) Weiterlesen »

Der Staats- und Medienrechtler Hubertus Gersdorf sieht in dem AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt keine verfassungsrechtliche Gefahr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Falls die AfD als Regierung in Sachsen-Anhalt den Staatsvertrag über den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) kündige, müsse sie entweder einen neuen MDR-Vertrag mit Sachsen und Thüringen schließen oder „eine neue Anstalt für die landesweite Versorgung“ in Sachsen-Anhalt schaffen, sagte Gersdorf dem epd. […] Gersdorf, der seit 2016 den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Medienrecht an der Universität Leipzig innehat, sagte: „Für einen neuen Vertrag über den MDR hätte die AfD zwei Jahre Zeit, solange gilt der bestehende.“ Es sei jedoch abzusehen, …

Staatsrechtler Gersdorf: AfD-Pläne gefährden Rundfunk nicht im Kern Weiterlesen »

Mit einem Public Open Space, KI-Strategie und Programmumbau reagiert die ARD auf digitale Konkurrenz. Der Preis könnte hoch sein – intern wie publizistisch. […] Die ARD erwartet, dass Bewegtbild-Inhalte bereits vor 2030 überwiegend nicht-linear genutzt werden – also über Mediatheken statt über klassische Fernsehsender. […] Besonders bei jüngeren Zielgruppen drohe die Relevanz der ARD-Angebote zu sinken. Deshalb will der Senderverbund künftig verstärkt 30- bis 49-Jährige mit Inhalten erreichen. […] Im Strategiepapier heißt es dazu: „Wenn Neues entsteht und Innovationen gefördert werden, muss konsequent Platz im Portfolio geschaffen werden.“ Bis Ende 2026 will die ARD einen „übergreifenden, abgestuften Portfoliomanagementprozess“ aufsetzen, um …

ARD-Strategie 2026: Abschied vom Fernsehen, Kampf um Relevanz Weiterlesen »

Mit einem Public Open Space, KI-Strategie und Programmumbau reagiert die ARD auf digitale Konkurrenz. Der Preis könnte hoch sein – intern wie publizistisch. Die ARD stellt sich auf eine Medienwelt ein, in der traditionelles Fernsehen zunehmend an Bedeutung verliert. In einem im März 2026 veröffentlichten Strategiepapier kündigt der Senderverbund an, „zum digitalen Zuhause der Menschen in Deutschland“ werden zu wollen. Der Grund: Die ARD erwartet, dass Bewegtbild-Inhalte bereits vor 2030 überwiegend nicht-linear genutzt werden – also über Mediatheken statt über klassische Fernsehsender. Reichweitenverluste treiben Reform voran Die Ausgangslage ist für die öffentlich-rechtlichen Sender prekär. Laut dem Strategiepapier gehen die Reichweiten …

ARD – Dokumentationen als Sparopfer? Weiterlesen »