SWR-Chef Kai Gniffke stört, dass der Journalismus sich angeblich nur als Anwalt der Benachteiligten versteht. Für die AfD ist sein Sender eine Plattform. Nun wirft er die Frage auf, ob die Demokratie noch wettbewerbsfähig ist. Ernsthaft? […] Weniger Aufmerksamkeit erregte aber bisher, was Gniffke jüngst bei Dokville zum besten gab. Ihm gelang es schnell, dem ehrwürdigen Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof, wo Dokville seit neun Jahren stattfindet, ein Bierzelt-Flair zu verleihen. „Ist Demokratie in Zeiten dramatischen Wandels noch wettbewerbsfähig? Sind autoritäre Regime nicht immer im Vorteil, wenn es um Infrastrukturprojekte oder um Umsetzung und schnelle Adaption von Technologie geht?“, rief er ins …

Intendant der Bosse Weiterlesen »

Wie vor eineinhalb Jahren nach dem islamistischen Terroranschlag in München, halten die Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften nach dem tödlichen Anschlag auf die CSD-Parade in Berlin eisern an der komplett desavouierten Position fest, dass die Gesellschaft bunt und die Willkommenskultur bedingungslos zu sein hat. (…) Der DGB hält hartnäckig an der Illusion fest, dass eine Gesellschaft nicht zu bunt sein kann, und die Toleranz gegenüber religiösen Überzeugungen grenzenlos zu sein hat. Ein gewalttätiger religiöser Extremist mit terroristischen Ambitionen hätte eben gerade nicht „als freier Mensch“ unter uns leben dürfen. Dass die DGB-Chefin das nicht ausspricht, sondern sogar indirekt leugnet, ist feige und …

Gewerkschaftsfunktionäre halten nach München und Berlin an grenzenlos offener und toleranter Gesellschaft fest Weiterlesen »

Der Bayerische Rundfunk genießt weiter ein hohes Ansehen in Bayern. 82 Prozent aller Befragten stimmen der Aussage zu, dass der BR vertrauenswürdige Inhalte bietet. Auch bei den unter 50-Jährigen liegt die Zustimmung mit 77 Prozent auf einem hohen Niveau. […] Der Bayerische Rundfunk wird von der großen Mehrheit der Menschen positiv wahrgenommen. Mehr als acht von zehn Befragten bewerten den BR insgesamt gut, ebenso viele halten ihn für wichtig für die Gesellschaft im Freistaat. Auch die persönliche Bedeutung des BR und die Bewertung, dass der BR den Rundfunkbeitrag wert ist, erreichen hohe Zustimmungswerte von zwei Dritteln der Bevölkerung. BR-Intendantin Dr. …

Imagestudie 2026: Hohe Zustimmung für den BR – Vertrauen, Regionalität und Qualität prägen das Bild in Bayern Weiterlesen »

Nur Austausch der Machtverhältnisse?  Dass es einen echten Politikwechsel in Budapest gar nicht gibt, scheint für deutsche Medien kaum ein Thema zu sein. Warum eigentlich nicht? […] Damals wurde der Umbau der ungarischen Gesellschaft durch die deutschen Medien sehr kritisch begleitet. In der Tagesschau lauteten die Schlagzeilen etwa: „Orbán lobt sich selbst und droht seinen Gegnern“, „EU-Kommission droht Ungarns Regierung“ oder „Massenhafter Protest gegen die neue Verfassung“. Heute hingegen liest sich das so: „Aufbruchstimmung in Ungarn“, „Zehntausende feiern neuen Regierungschef Magyar“ und „EU gibt eingefrorene Milliarden für Ungarn frei“. Diese Überschriften sind alle korrekt. Interessant ist aber der unterschiedliche Fokus. …

Ungarns neue Regierung und ihr Umgang mit dem Staatsfernsehen Weiterlesen »

Wie sehr beeinflusst die politische Elite in Großbritannien und den USA die Perspektive, aus der Journalisten Auslandsberichterstattung betreiben? Zu sehr, meinen Jesse Owen Hearns-Branaman und Tabe Bergman, Herausgeber des Buches „Journalism and Foreign Policy: How the US and UK Media Cover Official Enemies“. […] Die akut dringliche Frage, die der Band so aufwirft: Funktionieren westliche Medien auch im digitalen Zeitalter noch als verlängerter Arm staatlicher Außenpolitik? […] Eine Frage bleibt jedoch offen: Warum spielen Journalisten in diesen Systemen mit? Die Herausgeber verweisen auf den Mechanismus der beruflichen Sozialisation. Journalisten lernen früh in ihrer Karriere, dass offizielle Quellen als seriös gelten …

Wenn Medien den Mächtigen folgen Weiterlesen »

Die AfD will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in seiner heutigen Form abschaffen. In Sachsen-Anhalt soll es gleich nach einem Wahlsieg losgehen. Wäre das überhaupt möglich? Für den Fall, dass die AfD nach der Wahl am 6. September eine Alleinregierung stellen kann, hat Siegmund schon seine erste Amtshandlung als Ministerpräsident angekündigt: Er werde die Rundfunkstaatsverträge kündigen und alle juristischen Hebel nutzen, „damit wir die Bürger in diesem Land von dieser Zwangsabgabe, von dieser Desinformation befreien können“. Schon Ende vergangenen Jahres erklärte der AfD-Politiker im Landtag in Magdeburg: „Wir möchten endlich dieser woken, antideutschen und manipulativen Beeinflussung den Stecker ziehen.“ […] Schon im …

AfD und Medien: Erste Amtshandlung: Der Rundfunk soll fallen – Oder doch nicht? Weiterlesen »

Die Zahl der Programmbeschwerden bei ARD, ZDF und dem Deutschlandradio ist im Jahr 2025 massiv gestiegen. Allerdings kommt oft nur ein Bruchteil bei den Zuständigen an. Noch weniger werden als gerechtfertigt eingestuft. […] Wie das Medienmagazin „Mediasres“ des Deutschlandfunks berichtete, stieg die Zahl auf knapp 5000. Im Jahr zuvor waren es 1100. Die Daten basieren auf einer Umfrage bei den Sendern und Rundfunkräten. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten müssen sich an Programmgrundsätze halten, die unter anderem in Staatsverträgen, Mediengesetzen und Programmrichtlinien festgesetzt sind. […] Nach Aussage des Medienmagazins erhielt es bei seiner Umfrage kaum Auskunft über die Inhalte der Beschwerden. Als einzige …

Kritik an ARD und ZDF: Die Zahl der Programmbeschwerden hat sich verfünffacht Weiterlesen »