Militärexperten in Medien: Was Zuschauer oft nicht erfahren
Britische Studie belegt systematisch fehlende Offenlegung bei Sicherheitsexperten. Auch in Deutschland bleiben relevante Verbindungen oft ungenannt. Wenn ein ehemaliger General im Fernsehen höhere Verteidigungsausgaben fordert, sehen Zuschauer in der Einblendung meist nur Rang und früheren Posten. Dass derselbe Experte inzwischen Rüstungsfirmen berät oder in Aufsichtsräten von Sicherheitsunternehmen sitzt, erfahren sie häufig nicht. Die britische Organisation Action on Armed Violence (AOAV) hat dieses Phänomen erstmals systematisch untersucht – mit einem Ergebnis, das auch für deutsche Redaktionen unbequeme Fragen aufwirft. AOAV identifizierte 33 hochrangige britische Ex-Offiziere, die zwischen 2015 und Mai 2026 kommerzielle Rollen in Rüstungs-, Sicherheits- oder Technologieunternehmen übernahmen und zugleich …
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