Anmerkung: Der Begriff „Fake-News“ wurde meiner Erinnerung nach von Donald Trump – vor oder während seiner ersten Amtszeit – in Richtung des US-amerikanische Mainstream genutzt und seither in der politischen Debatte salonfähig gemacht. Seither wird dieser irreführende Begriff für Desinformation von Medienschaffenden, Politikern und sogar von Wissenschaftlern genutzt. Warum? Indem man den Kampfbegriff eines Politikers nutzt, der gerade von o. g. Gruppen als Feind und Gefahr für die Weltgemeinschaft schlechthin betrachtet wird, vezichtet man auf eine eigene differenzierte Sicht der Dinge und verwässert die Medienkritik. Anstatt das jeweilige strittige Thema der eigenen Weltsicht und dem eigenen Wertemodell entsprechend sprachlich umzudeuten …

Gesellschaftlicher Zusammenhalt Fake News – Eine überschätzte Gefahr? Weiterlesen »

35 Jahre nach dem Fall der Mauer wird noch immer vom „Osten“ und vom „Westen“ gesprochen, über „ostdeutsche Identität“ diskutiert und den „westlichen Blick“. Auch bei Fernsehproduktionen stellt sich die Frage, wer erzählt über die Geschichte und Geschehnisse in der DDR? Tilmann Gangloff hat mit Produzentinnen, Autoren und Redakteurinnen gesprochen, wie sie mit solchen Stoffen umgehen. Deutschland ist wieder eins, hieß es 1990, nach der Wiedervereinigung von BRD und DDR. Doch 35 Jahre nach dem Fall der Mauer wird immer noch über „Wessis“ und „Ossis“ gesprochen, über „ostdeutsche Identität“ und den „westlichen Blick“. Kein Wunder, dass sich auch in der …

Blick nach drüben Weiterlesen »

Hans-Jürgen Papier: Der Grundversorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erfasst in heutiger Zeit auch den Beitrag zur Meinungsbildung im Internet. Dabei liegt der Schwerpunkt weniger darauf, die Meinungsvielfalt überhaupt zugänglich zu machen, als vielmehr darauf, sie objektiv und neutral zu präsentieren. Zur Realisierung dieses Auftrags dürfen sich die öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten der im Internet üblichen Mittel bedienen, also auch Text-Bild-Seiten verwenden. Der Begriff der Presseähnlichkeit ist demgemäß so auszulegen, dass die öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten ihrem Grundversorgungsauftrag nachkommen können. Dies bedeutet, dass die üblichen Internetangebote nicht als presseähnlich eingestuft werden dürfen, mag es auch im Internet ähnliche Angebote geben, die von Presseunternehmen veranstaltet werden. Der …

Rechtsgutachten zur Abgrenzung der Rundfunk- und Pressefreiheit zur Auslegung des Begriffs der „Presseähnlichkeit“ im Auftrag der Konferenz der Gremienvorsitzenden der ARD Weiterlesen »

Potsdam-Treffen: Experten kritisieren Preis für „Correctiv“-Bericht Branchenvertreter zweifeln an gefeiertem Text zum „Geheimplan gegen Deutschland“. Ist Politjournalismus auf Abwegen? Mitte Juli hatten deutsche Investigativjournalisten beim NDR in Hamburg die Rechercheplattform Correctiv gefeiert. Das Team erhielt dort den renommierten Leuchtturm-Preis des Netzwerks Recherche für seine Reportage „Geheimplan gegen Deutschland„. Der Bericht über ein Treffen von Konservativen und Rechtsextremen in der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam hatte Anfang des Jahres wochenlange Proteste von Hunderttausenden Menschen gegen die dort angeblich geschmiedeten Pläne ausgelöst. https://www.telepolis.de/features/Potsdam-Treffen-Experten-kritisieren-Preis-fuer-Correctiv-Bericht-9820234.html

Correctiv-„Recherche“ zum Potsdamer „Geheimtreffen“ erhält Auszeichnung von Ex-Gründungsmitglied In Zeiten, in denen die Regierung aufgrund fragwürdiger „Enthüllungen“ einer sogenannten „Rechercheplattform“ namens Correctiv zu Demonstrationen gegen Oppositionsparteien aufruft, sollte es einen eigentlich nicht mehr wundern, dass eben jene „Recherche“ nun auch Medienpreise erhält: Vor zwei Wochen wurde Correctiv vom Netzwerk Recherche mit dem „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen 2024“ ausgezeichnet. Interessant sind jedoch die Hintergründe zum Netzwerk Recherche, die zeigen, wie inzestuös der politisch-mediale Komplex in der Bundesrepublik ist: Zum Förderkuratorium von Netzwerk Recherche gehören neben dem SWR und der Medienakademie von ARD und ZDF auch – was für eine Überraschung …

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Bedrohungen von Rechtsextremen hätten parteilosem Landrat von Mittelsachsen zugesetzt. Doch so einfach ist der Rückzug nicht begründet. Eine Einordnung. Die politische Berichterstattung hat ein Problem, das am Fall des vorzeitigen Rücktritts von Dirk Neubauer sichtbar wird. Der parteilose Landrat von Mittelsachsen hatte vor einer Woche bekannt gegeben, dass er sich dazu entschieden habe, seinen Posten vor Ablauf seiner Amtszeit niederzulegen. Der Rücktritt sorgte für bundesweites Aufsehen, da Neubauer, bekannt für klare Worte, zur persönlichen Begründung anführte, dass er „seit Monaten mit einer diffusen Bedrohungslage aus der rechten Ecke konfrontiert“ sei […] Das war der Skandal, der ein großes Medienecho auslöste. …

Landrat in Sachsen: Wie einige Leitmedien sich einen Rücktritt zurechtbiegen Weiterlesen »

Seit Jahren streiten Verlage mit ARD-Anstalten über die Presseähnlichkeit von Onlineangeboten. Bayerns Zeitungsverleger wollen nun gegen den BR klagen. Der Saarländische Rundfunk bedroht die Existenz der Regionalzeitung des Landes. […] Der SR, so will es die Landesregierung, habe die Aufgabe, „ein Gesamtangebot für alle zu unterbreiten“. Dabei soll er „technologische Entwicklungen und Veränderungen in der Mediennutzung bei der Ausgestaltung, Gewichtung und Verbreitung seines Angebotsportfolios berücksichtigen“. Der Sender habe „in seinen Angeboten und Programmen einen umfassenden Überblick über das regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben“. Die Umsetzung des Gesetzes im Saarbrücker Funkhaus Halberg macht klar, wohin die Reise geht: …

Die ARD-Sender zerstören die Zeitungen Weiterlesen »